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Toyota Verso Testbericht

Kürzerer Name, längere To-Do-Liste. Den Corolla gibt es nicht mehr, seine Aufgaben sehr wohl.

01.07.2009 Online Redaktion

Auch du, Verso? Längst hat der Auris den Corolla abgelöst, und eine millionenschwere Werbekampagne hat das allen klargemacht. Der in Ehren verstaubte Name Corolla, der schon in den 90ern klang, als sei er aus den 80ern, in Wahrheit aber aus den 60ern kam, verschwand zwar, doch mit dem Corolla Verso blieb ein seelischer Anker in längst vergangenen Tagen – als noch singende Affen und der unterschätzte Pausenclown Wigald Boning einem die Marke näherzubringen versuchten. Vorbei. Den Namen Corolla trägt jetzt die Kompaktlimousine allein, und Toyotas Mini-Van heißt seit der jüngsten Feinjustierung nur noch Verso.

Neben dem ersten Namen verschwand noch etwas Wohlstandsspeck, womit der Familienfreund nun ein wenig scharfkantiger aussieht – aber immer noch weit entfernt ist von jeder Grundaggressivität. Freilich kann man Namen streichen, wie man will, der Verso bleibt ein Verso, bleibt ein Toyota. Und das im besten Wortsinn. Man steigt ein und kennt sich aus. Die Knöpfe sind da, wo man sie erwartet. Dass die Instrumente jetzt in der Mitte der Konsole sitzen, sei hier völlig wertfrei erwähnt. Denn weder stört noch nützt diese Veränderung in besonderem Maße.

Allüberall regieren Japan-Werte. Was mit der Sitzposition beginnt. Leicht erhöht schwebt man entspannt etwas über dem Verkehr, überlegen, ohne SUV-artige Dominanz. Eine Beschreibung, die so auch auf den Motor zutrifft. 126 Diesel-PS bedeuten einen sorgenfreien Alltag mit einer Tendenz zu höheren Weihen. Zumal Anfahrtsschwäche, Turboloch und ähnliche Unwörter komplett aus dem Wörterbuch des 2,0-Liter-D-4D gestrichen wurden. Der Vierzylinder werkelt schon bei knapp über 1000 Touren einwandfrei, arbeitet sich dann sanft nach oben, um knapp unter 1800 Umdrehungen richtig loszulegen, Diesel as Diesel can.

Innen geht es weiter, wie man es von einem Minivan erwartet. Ablagefächer überall, robuste Materialien, die nicht billig wirken, und ein State-of-the-Art-Sitzkonzept in Sachen Flexibilität. Ob man eine dritte Sitzreihe braucht und dafür extra bezahlen möchte, wird einem der Alltag diktieren. Auf Kosten des Kofferraums kommt sie nicht.

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  • G0llob Vinzenz

    Hallo
    Bin mit meinen Verso sehr Zufrieden,tolles Auto

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