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Toyota stoppt nach Arbeiterprotesten Autoproduktion in Indien

Die vorürergehende Werksstillegungen in Indien gehen auf Drohungen gegen die Geschäftsführung zurück. Gespräche waren bisher ergebnislos.

17.03.2014 APA

Toyota hat die Fahrzeugherstellung in seinen beiden indischen Fabriken gestoppt. Grund dafür seien „willkürliche Unterbrechungen der Produktion, Einschüchterungen und Drohungen gegen das Management“ durch Arbeiter, teilte Toyota mit. Die vorläufige Schließung der Fabriken sei notwendig, um die Sicherheit der Angestellten und der Führungsriege zu gewährleisten.

Gespräche zwischen Geschäftsführung und Gewerkschaft seit 10 Monaten ergebnislos

Ein Toyota-Sprecher sagte in Tokio, das Unternehmen hoffe auf eine schnelle Wiedereröffnung, er nannte dafür aber keinen Zeitrahmen. In den beiden Toyota-Fabriken nahe Bangalore im Süden Indiens arbeiten rund 6.400 Menschen. Seit zehn Monaten laufen Gespräche zwischen der Geschäftsführung und Gewerkschaftsvertretern über die Arbeitsbedingungen, zum Teil unter Vermittlung der Regionalregierung, wie Toyota mitteilte. Bisher habe es aber kein Ergebnis gegeben. Die Gewerkschaft habe die Arbeiterproteste „angeheizt“, beklagte Toyota. In den beiden Fabriken sei aufgrund der Aktionen seit 25 Tagen die Produktion beeinträchtigt gewesen.

Toyota, der weltgrößte Autohersteller, baut in Indien verschiedene Modelle vorwiegend für den indischen Markt. Die beiden Fabriken haben eine Kapazität von maximal 310.000 Autos im Jahr, 2013 wurden nach Konzernangaben aber lediglich rund 174.000 Wagen gebaut.

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