Starker Schneefall in Tokio
Starker Schneefall sorgt bei Toyota zu einem Produktionsstopp.
 

Schneechaos sorgt bei Toyota für Produktionsstopp

Japan machen derzeit die schwersten Schneefälle seit 45 Jahren zu schaffen, Toyota musste die Produktion in vier Werken stoppen.

17.02.2014 APA

Die Autoproduktion von Toyota musste aufgrund von starken Schneefällen in Japan in vier Werken unterbrochen werden. Betroffen sind Fabriken, in denen unter anderem die Verkaufsschlager CorollaToyota Prius und Lexus gefertigt werden, teilte der Autobauer am Montag mit. Die Betriebe könnten nicht ausreichend von Zulieferern versorgt werden. Wie lange die Produktionsbänder stillstehen, sei noch nicht entschieden.

Schwerste Schneefälle seit 45 Jahren

Japan machen derzeit die schwersten Schneefälle seit 45 Jahren zu schaffen. Allein am Wochenende kamen in Tokio und anderen östlichen Landesteilen zwölf Menschen infolge des ungewöhnlich strengen Winters ums Leben. Mehrere Hunderttausend Haushalte waren ohne Strom.

Honda produziert wieder

Honda hat inzwischen eines von zwei auf Eis gelegten Werken wieder hochgefahren. Der komplette Betrieb dürfte dann wahrscheinlich wieder am Dienstag wie gewohnt laufen, sagte eine Honda-Sprecherin. Beim Subaru-Produzenten Fuji Heavy Industries fielen zwei, bei Suzuki drei Fabriken aus. Beide Unternehmen haben noch nicht beschlossen, wann dort die Arbeit wieder beginnen soll.

Yen-Schwäche kurbelt Absetze an

Die japanische Autobranche profitiert derzeit von der Yen-Schwäche, die von Regierung und Notenbank zur Ankurbelung der Wirtschaft forciert wird. Die billigere Währung macht die Autos im Ausland erschwinglicher. Die Wirtschaft kommt dank der aggressiven Konjunkturpolitik von Ministerpräsident Shinzo Abe auch mittlerweile wieder etwas auf Touren. Mit einem Plus von 0,3 Prozent wuchs sie zuletzt das vierte Quartal in Folge. Eine so lange positive Serie gab es seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Richtig in Schwung kommt die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt aber immer noch nicht. Experten hatten einen stärkeren Zuwachs erwartet.

Exporte als Bremse

Da die Importe schneller zulegten, verhinderte der Außenhandel ein höheres Plus. Für das kräftigere Import-Wachstum ist zum Teil auch die Yen-Schwäche verantwortlich. Denn seit der Abschaltung von Kernkraftwerken nach der Atom-Katastrophe von Fukushima wird zunehmend Energie teuer aus dem Ausland eingeführt. Die Kosten dafür erhöhen sich durch den Yen-Rückgang noch zusätzlich. Denn die Rohstoffe werden meist in Dollar bezahlt.

pixel