Weil schnell schon fad ist.
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Toyota Prius TRD: Der etwas andere Nürburgring-Rekord

Schluss mit schnell. Toyota stellt in einer Verbrauchsfahrt mit dem Prius Plug-in-Hybrid um die Nordschleife einen neuen Spritsparrekord auf.

16.07.2014 Online Redaktion

Seit den 1920er-Jahren war der Nürburgring der Ort, an dem tapfere Männer und Frauen im Geschwindigkeitsrausch immer niedrigeren Rundenzeiten nachjagen. Diesmal ging es Toyota aber nicht um einen Rundenrekord, sondern um einen Verbrauchsrekord. Mit Prius Plug-in-Hybrid schafften sie ihn. Wohl auch, weil sonst noch kein Hersteller auf die Idee gekommen war.

_toyota prius plug in hybrid trd nordschleife 2

Vollgas geht’s in der Hälfte der Zeit

In 20 Minuten und 59 Sekunden schlich sich der Prius mit einer Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h (Die Vollgas-Runde schafft ein Prius in etwa 10:30 min) um den Kurs der Grünen Hölle. Laut Toyota ist der Prius, gefahren vom britischen Autoredakteur Joe Clifford, lediglich mit ein paar kosmetischen Aufbesserungen von TRD und Leichtlaufreifen ausgestattet.

_toyota prius plug in hybrid trd nordschleife

Joe Clifford: „Wir haben keine speziellen Tricks für diesen Test angewandt. Um die Nordschleife zu erleben, haben wir einfach einen voll geladenes Auto, ausgerüstet mit Leichtlaufreifen, genommen und nutzten die Gelegenheit unter all den anderen öffentlichen Fahrern.“
Die Runde dauerte 20 Minuten und 59 Sekunden. Nun ja, ein Porsche 918 Spyder, ist es nicht, aber auch dafür brauch man Nerven aus Stahl.

Der Rekord: 0,4 l/100 km

Im Trockenen unter windigen Bedingungen, kam der TRD-Prius mit ein paar Esslöffeln Sprit aus. Nach Abschluss seiner Runde standen 698mpg (0,4 l/100 km) an. Der Wert liegt bei weitem unter der Herstellerangabe mit 2,1 l/100 km.

Wir werden sehen, ob andere Hersteller mitziehen.

Trailer zur Rekordfahrt des Toyota Prius TRD am Nürburgring:

Kommentar zum Video aus den Weiten des Internets:
„Not surprisingly (and thankfully), the video was’t the full lap in real time. Ain’t nobody got time for that.

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  • Johann Lang

    Der Spritverbrauch eines Elektroautos oder eines Plug-in Hybrid ist eine Hausnummer, die nichts sagt.
    Dass Toyota in Sachen Hybrid den anderen um Jahre voraus ist, das müssen sie nicht beweisen, das weiss man auch bei Mercedes, Volkswagen, BMW, Opel, Renault,

  • Peter Schmidt

    0,4 Liter Sprit, und wie viel (nicht) grünen Strom?
    Wetten der BMW i3 oder der Tesla schaffen das mit 0,0 Liter. Ziemlich blöder Rekord.

    • Marcus

      Finde ich auch, Plug-in ist genausowenig „Null-Emission“ wie rein Elektro. Aber die Idee ist super!

      Vom Tesla Model S gibt es – meines Wissens – auch noch keine Rundenzeit. Nach dem ersten Beschleunigungsstück drosselt der Model auf halbe Leistung, später drosselt er die Leistung dann noch weiter. Das Problem hat der i3 nicht in dem Ausmaß, der würde die Leistung erst nach längeren Beschleunigungsphasen ein wenig reduzieren.
      (Bisher) ungeschlagen ist der AMG SLS Electric Drive – das einzige Serien-Elektrofahrzeug, dass die Nordschleife in unter 8 min geschafft hat!! Der kostet aber deutlich mehr (500!!!!)

    • Florian

      Hallo Marcus,

      das ist interessant mit der Leistungsdrosselung, das wusste ich noch nicht.
      Ist das nötig wegen der Temperaturentwicklung der Akkus?

      Danke!
      lg Florian

    • Marcus

      Tesla hat offenbar die Leistung, mit dem sie das Auto bewerben, nur kurzzeitig zur Verfügung (Normalerweise, wenn ich mit meinem Auto 180 auf der deutschen Autobahn erreicht habe, beschleunige ich nicht weiter, da reichen dann 90 PS Dauerleistung). Das 270 kW Modell drosselt nach einem solchen Beschleunigungsvorgang offenbar auf 135 kW, was ja immer noch ok ist. Aber auch diese Leistung kann der Model S nicht längere Zeit durchhalten. Die Dauerleistung, für die das Auto ausgelegt wurde, beträgt 90 oder 100 PS. Damit gehen sich die 180 oder 190 ohne zusätzliche Abbrems-/Beschleunigungsvorgänge durchaus gut aus. Die frage ist nur, wie fair diese Art der Leistungsangabe jemand findet, der sich für 90 000 ein 400 PS Auto erwartet hat. Ob der Akku oder die E-Maschine zuerst zu heiß wird, weiß ich leider nicht.

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