Toyota Prius Plus Prius+ Prius Plus
99 PS aus einem 1,8 Liter Benzinmotor werden mit 82 PS aus einem Elektromotor kombiniert.
 

Ländersache

Und plötzlich ist er ein Van. Der Toyota Prius+.

02.07.2012 Online Redaktion

Auftritt Toyota Prius+. 13,5 Zentimeter länger, 8,5 Zentimeter höher, ein um acht Zentimeter gestreckter Radstand. Die schon zur Gewohnheit gewordene Hybridoptik ist verschwunden. Statt dessen steht ein vollwertiger Van vor einem.

Beim Antrieb setzt man auf Altbewährtes. Ein 99-PS-Benzinmotor wird mit einem 82-PS-Elektromotor kombiniert und von einem stufenlosen CVT-Getriebe filetiert. Heißt auf dem Papier: Höchstgeschwindigkeit 165 km/h, null auf hundert in 11,3 Sekunden und ein Durchschnittsverbrauch von 4,1 Liter auf 100 Kilometer.

In Summe gibt es 4,62 Meter Auto ab 31.500 Euro. Die direkte Konkurrenz benennt Toyota so: Renault Grand Scenic, VW Touran, Opel Zafira Tourer, Ford Grand C-Max. Die sind in der Einstiegsvariante zwar deutlich günstiger aber nicht so gut ausgestattet… oder hybridgetrieben. Was ja der eigentliche USP ist.

Neu ist das Ein- und Ausfederungssystem. Generell gilt: gibt der Fahrer Gas, hebt sich das Heck. Bremst er, federt es ein. Das ist in jedem Auto. Toyota nutzt dieses Prinzip, um unebene Straßen auszugleichen. Erkennen die Sensoren an den Vorderrädern, dass das Auto wegen einer Unebenheit einfedert, gibt der Elektromotor mehr Drehmoment ab, um diese Nickbewegung auszugleichen. Erhebt sich das Auto, wird Drehmoment weggenommen. Das System hilft bei der Stabilität des Autos, stellt aber die Physik nicht auf den Kopf.

Die wahre Revolution ist beim Prius+ natürlich die Karosserieform. Ein Van mit Hybridantrieb und Lithium-Ionen-Akku. Sieben Sitze gibt es serienmäßig. Je nachdem, wie man die klappt, verschiebt und besetzt ergibt sich ein Laderaum von 200 bis 1750 Liter.

Und jetzt wird es interessant für Toyota. Die Förderung alternativer Antriebe ist natürlich auch Ländersache. Soll heißen: jedes Bundesland darf Geld verschenken so viel es will oder kann. Für Elektroautos, Hybridantriebe, usw.

Und fast jedes Bundesland hat einen entsprechenden Fördertopf. Privatkunden wissen das nur selten, Oft sind nicht einmal die Händler richtig informiert. Was auch an der Schnelllebigkeit dieser Fördertöpfe liegt. Meist ist das Budget sehr schnell ausgeschöpft.

Der Prius+ fällt in viele Raster für diese Fördertöpfe. Das macht das Auto für Taxi-Unternehmen und andere Firmen interessant. Angeblich ist Toyota in Verhandlungen mit IKEA. Wer ein Auto braucht um sein Regal nach Hause zu transportieren, aber nicht gleich einen ganzen Lkw, könnte alsbald einen Prius+ bekommen.

Toyota Prius Plus Prius+ Prius Plus

So sieht es derzeit mit der Förderung aus:

In Eisenstadt – Gefördert wird der Ankauf oder die Umrüstung von Elektrofahrzeugen sowie gasbetriebenen PKW’s. Klick.
Hier geht es zu den Details.

Salzburg – 1000 Euro bei Anschaffung von Fahrzeugen der Klasse M1 oder N1 mit einem Erdgasantrieb oder Elektro-Hybrid-Antrieb, deren normierte CO2-Emission (im NEFZ – Neuer Europäischer Fahrzyklus) laut Herstellerangaben nicht mehr als 100 g/km beträgt.

Oder: 2000 bis 4000 Euro für die Anschaffung von bis zu zwei mehrspurigen Elektrofahrzeugen pro Förderwerber. Die Fahrzeuge müssen in Salzburg zugelassen sein und der Klasse M1 oder N1 entsprechen.

Oder: 2000 bis 4000 Euro für die Anschaffung von bis zu zwei mehrspurigen Elektrofahrzeugen der Klasse M1 oder N1 (bzw. von bis zu 15 Fahrzeugen für Leasingunternehmen).

Oder: 1000 Euro für die Anschaffung eines mehrspurigen CNG-Fahrzeugs als Umwelttaxi.
Hier gibt es mehr Details.

Graz: 3500 Euro gibt es für Taxiunternehmen, die sich ein Vollhybrid-Auto kaufen und 1000 Euro gibt es, wenn ein solches Auto für die Flotte gekauft wird. Außerdem gewährt das Land Steiermark, die Förderung des Ankaufs von neuen elektrisch betriebenen 2-spurigen Fahrzeugen, die keine behördliche Zulassung benötigen. Hier die Details.

Bewegte Bilder vom Toyota Prius+ gibt es selbstverständlich auch:

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