Besucher schauen sich auf einer Automesse den Toyota Prius Alpha Hybrid an.
Toyota führt das Ranking an. Hier das neue Hyprid-Auto von Toyota, der Prius Alpha Hybrid.
 

Toyota hat die höchste Gewinnspanne pro Auto

Der japanische Autobauer Toyota hat laut einer Studie den höchsten Gewinn pro verkauftem Fahrzeug. Porsche rangiert unter den Luxusautos auf Platz eins.

07.08.2013 APA

 

Nach einer Untersuchung des Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen zu schließen verdient der japanische Konzern Toyota pro verkauftem Auto 1.801 Euro (vor Zinsen und Steuern), eine Gewinnmarge von exakt neun Prozent. Das geht aus den Zahlen für das erste Halbjahr 2013 hervor.

Premiumhersteller mit weit höherem Gewinn

Generell noch erhebliche höhere Gewinne strichen allerdings die Premiumhersteller ein. Bei ihnen führte Porsche mit einem Plus von 16.590 Euro je Auto, was einer Gewinnmarge von 18,4 Prozent des Umsatzes pro Einheit entsprach. Für die Studie konzentrierte sich Dudenhöffer auf die Bilanzkennziffern im rein operativen Kerngeschäft – also jenen Zahlen, die für die Profitabilität der Produktionssparten selbst entscheidend sind. Andere Bereiche wie Finanzdienstleistungen, Immobilien oder Sondereffekte und Abschreibungen, die die Gesamtbilanz eines Konzerns stark beeinflussen können, wurden nicht berücksichtigt.

Toyota kann sich aus Negativ-Lauf befreien

Demnach steigerte Toyota nach mehreren Rückruf-Debakeln und dem Einbruch des heimischen japanischen Automarkts seine Profitabilität zuletzt enorm. Im vorigen Jahr hatte der Konzern pro Neuwagen nur 707 Euro verdient und eine Gewinnmarge von nur 3,5 Prozent einstreichen können. Toyota kehre zu „alter Stärke“ zurück, habe aber auch von der Yen-Abwertung profitiert, was die Gewinne habe steigen lassen, heißt es weiter.

VW an neunter Stelle – ohne China-Geschäft

Der größte deutsche Hersteller VW lag bei der Profitabilität mit einem Gewinn von 629 Euro je Neuwagen bei einer Gewinnmarge von drei Prozent global an neunter Stelle – hinter Toyota, Hyundai, Kia, Nissan, Honda, Chrysler, Ford und der eigenen Tochter Skoda. Im Vorjahr hatte VW noch 751 Euro pro Auto verdient. Der Konzern liege beim Ertragspotenzial „deutlich“ hinter seinen internationalen Wettbewerbern, urteilte Dudenhöffer. Bei den Zahlen sei indes auch zu beachten, dass das China-Geschäft von VW aufgrund von Bilanzierungsregeln nicht einfließe.

Porsche steigert Gewinn

Bei der Bewertung von VW betrachtete die Studie nur die Kernmarke VW. Außen vor blieben andere Marken des VW-Konzerns, zu dessen operativem Gewinn die Töchter Porsche und Audi Dudenhöffer zufolge im ersten Halbjahr gut 60 Prozent beitrugen. Porsche gelang es als einzigem Hersteller im Premiumsegment, seine Gewinn-Marge je Auto im Vorjahresvergleich zu steigern.

Unternehmen haben richtig auf die Krise reagiert

Wie die Untersuchung weiter feststellt, konnten viele der vom europäischen Markt abhängigen Autobauer ihre Situation im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Den von einer Absatzkrise gebeutelten Marken wie Fiat, Peugeot-Citroën und Opel-Vauxhall sowie der VW-Tochter Seat gelang es, ihre Verluste einzudämmen. Opel-Vauxhall etwa halbierte sein Minus je Einheit auf 414 Euro (Vorjahr: 834 Euro). Die Unternehmen hätten mit Restrukturierungen richtig auf die Krise reagiert. Es sei zu erwarten, dass sich ihre Situation in der zweiten Jahreshälfte und 2014 weiter verbessere.

 

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