E-Auto Stecker
Norwegen ist ein Vorzeigemarkt in Sachen Elektromobilität. Wir zeigen, welche Elektroautos dort am beliebtesten sind.
 

Die 10 meistverkauften Elektroautos in Norwegen

3,4 % aller Neuzulassungen in Norwegen entfallen auf Elektroautos. Das reicht für einen Weltrekord.

20.08.2013 Online Redaktion

Schon jetzt ist Norwegen weltweit das Land mit der höchsten Elektroauto-Dichte pro Einwohner: 3,4 Prozent aller neu zugelassenen PKW von 2013 können an der Steckdose aufgeladen werden, die meisten davon sind reine Elektroautos. Zum Vergleich: Fiat hat in Österreich einen Marktanteil von 3,3 Prozent. Die Beliebtheit kommt nicht von ungefähr, Norwegen fördert Elektroautos wie kein zweites Land.

Elektroautos: Interessante Neuigkeiten stehen erst bevor

Dabei stehen einige spannende Neuerscheinungen erst in den Startlöchern: Die ersten Renault Zoe etwa beschnuppern die Welt, 225 Stück wurden weltweit seit dem Marktstart im Juni verkauft – ein achtbarer Erfolg. Der Ford Focus Electric steht in den Startlöchern, die ersten Tesla Model S surren langsam über den Teich, und auch der BMW i3 und vielleicht sogar der VW e-up! werden heuer im Herbst starten. Damit dürfte (zumindest in Norwegen) der Elektro-Markt endgültig abheben und wohl bald die 5-Prozent-Marke knacken. Bevor der große Stromkrawall losgeht, wagen wir einen Blick auf den norwegischen Automarkt, sozusagen als Vorzeige-Elektromarkt: Was wird dort (schon jetzt) gekauft? Die 10 meistverkauften Elektroautos in Norwegen im 1. Halbjahr 2013.

Platz 10: MIA und Smart Electric Drive

Smart ED statisch vorne links

 

Mia Electric von rechts

Auf Platz 10 liegen ex aequo der Elektro-Smart und Mia, eine Art Jausenbox mit Schiebetüren. Der Leichtbau-Microvan wird in Frankreich von Heuliez hergestellt. Die Verkaufszahlen sind ernüchternd: Beide verbuchten je 4 Neuzulassungen in Norwegen. Der Smart hat eine Reichweite von 145 Kilometern und kostet hierzulande 19.420,- Euro mit Batterie-Leasing beziehungsweise 24.590,-, wenn man die Batterie dazukauft. Allerdings ist das Österreich-Kontingent für dieses Jahr bereits ausverkauft. Der Mia wird in Österreich von der Firma Neussl in Schönering vertrieben, 19.720,- Euro werden für die Basis-Version fällig. Die Reichweite beträgt je nach Preis 90 bis 130 Kilometer.

Platz 9: Th!nk City

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Einige Restposten tummeln sich noch: Th!nk ist nach diversen finanziellen Strudeln seit 2011 am Ende. Dennoch wurden im ersten Halbjahr 2013 in Norwegen noch 7 der zweisitzigen Elektro-Kleinwägen zugelassen. Für 160 km soll eine Batterieladung gut sein.

Platz 8: Buddy

Buddy Electric von Links

Auch der Buddy kommt aus Norwegen und hat zwei Sitze, sieht allerdings nach abenteuerlichem Selbstbausatz aus. Zur weiteren Infantilisierung werden die Modelle von den Besitzern auch bemalt, bei 60 bis 80 Kilometern Reichweite bleibt dafür auch Zeit. 2007 stellte der Buddy noch 20% aller verkauften Elektroautos in Norwegen, heute muss er sich mit Platz 8 begnügen: 10 Stück im ersten Halbjahr, immerhin zweistellig.

Platz 7: Renault Twizy

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Die französische Knallerbse kann auch in kälteren Teilen der Erde überzeugen: Immerhin 30 Stück wurden in Norwegen heuer schon neu zugelassen. Der Renault Twizy ist frech, klein und in der Stadt nur Rollern unterlegen. Er hat eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern und ist auch bei uns zu haben für 6.990,- Euro zzgl. Batteriemiete (50,- Euro pro Monat).

Platz 5: Citroën C-Zero und Renault Kangoo Z.E.

Citroën C Zero statisch hinten

 

Renault Kangoo Z.E. dynamisch

Zwei Franzosen teilen sich den fünften Platz. Zunächst der Renault Kangoo Z.E.: Hier kann man die Billy-Regale fast senkrecht einladen, das Ambiente im Innenraum wirkt auch herzlich rustikal. Aber die Abstimmung des Antriebs ist tadellos und die Reichweite mit 170 Kilometern auch alltagstauglich. Hierzulande ist der Kangoo Z.E. als Familienauto ab 26.760,- Euro zu haben, für den Lieferwagen werden 24.360,- Euro fällig. In Norwegen haben im ersten Halbjahr 2013 61 Käufer und Käuferinnen zugegriffen. Ebenso viele Leute entschieden sich für einen Citroën C-Zero, Drillingsbruder des Mitsubishi i-MiEV. Die Daten sind denn auch ebenbürtig: 150 Kilometer Reichweite sind möglich. Die Preise wurden mittlerweile gesenkt: 27.588,- sind in Österreich angeschrieben. Immer noch viel für einen schmalhüftigen Kleinstwagen.

Platz 4: Peugeot iOn

Peugeot iOn dynamisch

Gleiches Thema, anderes Logo: auch der Peugeot iOn ist ein Mitusbishi i-MiEV. Startet in Österreich bei 29.640,- Euro, hat sich in Norwegen bislang 72 Mal verkauft.

Platz 3: Ford Transit Connect Electric Drive

_ford-transit-electric

Ja, das gibt’s, und zwar sogar von mehreren Herstellern. Im Bild die Variante des amerikanischen Herstellers Azure Dynamics, aber der ist letztes Jahr flöten gegangen. Ein anderes Modell kommt vom Britischen Hersteller Smith Electric, der schon in den 20er-Jahren wertvolle Erfahrungen mit Milchwagerln sammeln konnte. Ford selbst wird aber bald zum Halali blasen in Sachen Elektroauto: Diverse Elektro-, Plug-In- und Hybrid-Modelle sind schon in den Startlöchern (oder überhaupt schon auf dem Markt, in den USA zum Beispiel). In Norwegen bringt es der Umbau-Transit auf 86 Stück im 1. Halbjahr 2013.

Platz 2: Mitsubishi i-MiEV

Mitsubishi i-MiEV statisch vorne links

Fairerweise bleibt das Original das meistverkaufte Modell im Bunde, damit bleibt das innovative Image von Mitsubishi gewahrt. Was das Auto selbst aber nicht hübscher macht. Also abermals: 150 Kilometer Reichweite, Startpreis in Österreich: 29.500,- Euro. Dank der Incentives in Norwegen griffen ganze 257 Leute zum Mitsubishi i-MiEV.

Platz 1: Nissan Leaf

Nissan Leaf dynamisch

Das dritte Jahr in Folge und mit deutlichem Vorsprung führt der Nissan Leaf das Ranking der meistverkauften Elektroautos in Norwegen an: 2477 Stück hat Nissan im 1. Halbjahr 2013 verkauft. In Österreich im gleichen Zeitraum: 28.

Mit der zarten Modellauffrischung heuer wurde das Geschäftsmodell gelockert: Wer sich für das Basismodell entscheidet (das beileibe nicht armselig ausgestattet ist) und die Batterie mietet, zahlt für das Auto nur 23.390,- Euro plus 79,- Euro pro Monat – da ist ein VW Golf schon nicht mehr weit. Inklusive Akku werden 29.290,- Euro fällig. Die Reichweite beträgt nun schon 199 Kilometer – und wehe, einer schafft 200.

Quellen: best-selling-cars.com, gronnbil.no, ofvas.no

  • Manuel

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    Von Manuel Ferreira
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  • Günter Populorum

    Die sind alle schiach wie die Nacht. Wenn das die Zukunft ist, na danke!

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