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Für die neue GM-Chefin Mary Barra werden die erneuten Probleme mit dem Zündschloss zur Bewährungsprobe.
 

Tödliche Unfälle: GM hatte bereits 2001 Probleme mit Zündschloss

Bereits 2001 hatten Zündschlösser bei GM nicht richtig funktioniert – durch eine Änderung der Konstruktion sei das Problem aber gelöst worden – US-Behörden leiten Untersuchung ein

13.03.2014 APA

Nach dem Rückruf von 1,6 Mio. GM-Fahrzeugen – es war wegen Problemen mit dem Zundschluss zu tödlichen Unfällen gekommen – räumte der Opel-Mutterkonzern nun ein, dass bereits im Jahr 2001 Zündschlösser in der Vorproduktion nicht richtig funktioniert hätten. Eine Änderung der Konstruktion habe das Problem aber gelöst, zitierte der Konzern in einem am späten Mittwoch veröffentlichten Dokument aus einem damaligen internen Bericht. General Motors hatte im Februar den Rückruf mehrerer Modelle aus den Jahren 2003 bis 2007 gestartet, bei denen der Zündschlüssel während der Fahrt in die „Aus“-Position zurückspringen kann. Dies könnte zu schweren Unfällen mit nach neuesten Zahlen zwölf Toten geführt haben. Bei ausgeschalteter Zündung funktionieren in der Regel weder Bremskraftverstärker noch Servolenkung oder Airbags.

Bewährungsprobe für neue GM-Chefin Barra

Der US-Kongress, Verkehrsaufsichtsbehörden und die Justiz untersuchen nun, ob der größte Autobauer des Landes zu spät auf Berichte über die fehlerhaften Zündschlösser reagiert habe. Der Fall ist die erste Bewährungsprobe für die seit Jahresbeginn amtierende Konzernchefin Mary Barra. Die betroffenen Modelle – zumeist Kompaktwagen – wurden vor allem in den USA verkauft. Opel-Fahrzeuge sind von dem Problem nicht betroffen.

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