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Tigerchen: Kia Picanto 1.2

Kia hat seinen Kleinsten aufgefrischt, der Picanto bekam vor allem ein sportlich-frischeres Außendesign. An der Motorisierung hat sich wenig geändert.

02.06.2015 Press Inform

Jetzt ist endgültig Schluss mit niedlich: Kia hat seinen Picanto nach dem Generationswechsel 2011 nun mit einem Facelift noch einmal einen Tick sportlicher und aggressiver im Auftreten gemacht. Vor allem mit dem optionalen Sportpaket sieht der in Korea gebaute Kleine gar nicht mehr so knuddelig und freundlich aus, wie er vor zehn Jahren mal angetreten war. Ein neues Design bekam dabei neben dem schmaler gewordenen Kühlergrill (im Kia-Sprech „Tigernase“) auch der Stoßfänger an der Front. Er hat nun einen größeren Lufteinlass und eine neue Einfassung für die Nebelscheinwerfer.

Auch das Heck bekam kräftigere Stoßfänger und einen optisch angedeuteten Diffusor. Ein bisschen LED muss mittlerweile auch im Kleinwagen-Segment sein – wenigstens als aufpreispflichtige Option oder zur Not auch optisch gefaket. Der Picanto bekommt jedenfalls LED-Tagfahrlicht und – je nach Ausführung – Rückleuchten im LED-Design.

Die Stadt ist sein Revier

Die Sportlichkeit ist freilich eher Show. Wie bisher gibt es den Picanto in zwei Motorisierungen, die Einstiegsvariante mit drei Zylindern und einem Liter Hubraum leistet 49 kW/66 PS, drei PS weniger als bisher. Der Verbrauch kletterte von 4,2 Litern Super pro 100 Kilometer auf nun 4,5 Liter. Und auch der Antritt ist mit wenig berauschenden 14,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 noch einen Tick beschaulicher geworden. Dafür ist das maximale Drehmoment von 95 Nm gleich geblieben und die erreichbare Höchstgeschwindigkeit um fünf auf nun 158 km/h gestiegen. Deutlich flotter ist man mit dem Vierzylinder unterwegs, der nach wie vor 63 kW (85 PS) leistet und laufruhig seine Arbeit verrichtet. Von 0 auf 100 km/h läuft es dann immerhin schon mal in 11,9 Sekunden und in Sachen Höchstgeschwindigkeit sind 175 km/h drin.

Aber das Picanto-Revier ist ohnehin die Stadt. Was überland als relativ gefühllose und leichtgängige Lenkung eher nervt, macht innerorts jedes Rangieren in eine Parklücke zur lässigen Übung. Und dass die straffe Federung auf schlechten Straßen eher poltrig arbeitet, fällt in der Stadt kaum noch auf. Die Fahrsicherheit ist ohnehin kein Thema, spätestens das ESP hält den Kleinwagen stoisch in der Spur. Der Geradeauslauf ist trotz 3,6 Metern Länge und einem Radstand von 2.385 mm erstaunlich stabil. Die Bremsen – rundum Scheiben – verzögern zuverlässig.

Der Einstieg beginnt bei nicht mal 11.000,– Euro

Innen ist der Kia Picanto aus dem Holz seiner Klasse geschnitzt, viel Hartplastik, aber sehr schmuck arrangiert. Das Lenkrad lässt sich allerdings nur in der Neigung und nicht in der Tiefe verstellen. Das Platzangebot ist ausreichend, mit einem Gepäckraum-Volumen zwischen 200 und 870 Litern liegt der Picanto im Mittelfeld seiner Fahrzeugklasse.

Die Listenpreise starten nun bei 10.890,– Euro, was auch daran liegt, dass die dreitürige Version aus dem Programm geflogen ist. Schon die Einstiegsversion kommt mit Klimaanlage, Bluetooth, Radio, Zentralverriegelung und elektrischen Fensterhebern, damit liegt der Kia Picanto rund 1000,– Euro unter dem Klassenschnitt. Die mittlere Ausstattungsstufe Silber (plus 1.100,– Euro) bringt eine Stop/Start-Automatik, Alu-Felgen und Klimaautomatik, etwas Luxus verströmt die Gold-Variante mit Lenkradheizung, abgedunkelten Scheiben und Tempomat. Letztere ist immer mit dem stärkeren Motor gekoppelt und kostet 14.390,– Euro. Der 1,2 MPI Silber kostet 12.790,– Euro.

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