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Mazda CX-3, 10.000 Kilometer später

Die Eindrücke nach 10.000 Kilometer im neuen Mazda CX-3 sind durchwegs positiv, sehr sogar. Wo das Kompakte-SUV punkten kann und wo es leider Abstriche gibt.

10.01.2016 radical mag

Während vier Monaten stand der Mazda CX-3 im «radical»-Dauerkurztest. Oder war es ein Kurzdauertest? In dieser Zeit hat er über 10.000 Kilometer absolviert – ohne sich auch nur den geringsten Aussetzer zu leisten. Angesichts der komplexen Elektronik an Bord von modernen Autos ist bereits diese Tatsache eine Erwähnung wert – und wirklich geschont haben wir ihn ja auch nicht. Und auch sonst hat das Kompakt-SUV aus Japan überzeugt. Der 427 cm lange Fünfsitzer bietet nicht nur fürs Auge etwas, auch für die Freunde der Fahrdynamik ist der CX-3 durchaus interessant.

Mazda CX-3 ohne Turbolader

Unser Testwagen war mit einem Zweiliter-Vierzylinder ausgerüstet, der 150 PS leistet. Und der, heute schon eher selten, ohne Turbolader auskommt. Das hat zwei Effekte. Der Motor spricht unglaublich spontan an, dreht sehr willig hoch und ist trotzdem extrem vibrationsarm. Der Nachteil: Man vermisst das Drehmoment im untersten Drehzahlbereich, welches moderne Turbomotoren bieten, in manchen Situationen also schon so ein bisschen. Doch weil der Wagen nur 1.350 kg wiegt ist die kleine Drehmoment-Baisse durchaus verschmerzbar. Zumal sich das manuelle Sechsganggetriebe wunderbar leicht und exakt bedienen lässt.

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© Bild: Peter Ruch

Eine einfache Bedienung gibt’s auch im Innenraum

Ob bei einem Kompakt-SUV allerdings ein großer Drehzahlmesser als Hauptinstrument das Richtige ist, darüber kann man diskutieren; fesch sieht es allerdings aus. Das Tempo wird relativ klein angezeigt, aber der CX-3 hat ein Head-up-Display, welches die wichtigsten Infos, also auch die aktuelle Geschwindigkeit, in die Frontscheibe projiziert. Daran gewöhnt man sich schnell.

Nichts knarzt oder scheppert

Die Bedienung des CX-3 ist auch sonst sehr einfach aufgebaut, man braucht keinen Informatikkurs, um die wichtigsten Einstellungen vorzunehmen. Und natürlich kann man sein Smartphone mit dem Auto verbinden, hat alle möglichen Apps zur Verfügung und darf natürlich seine eigene Musik streamen. Aber das können ja die meisten seiner Konkurrenten auch. Die Verarbeitung erscheint uns auch nach vier Monaten als hervorragend. Nichts knarzt oder scheppert, auf der Autobahn im sechsten Gang ist der Mazda ein ruhiges, sehr angenehmes Auto.

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© Bild: Peter Ruch

Wo es dann aber leider Abstriche gibt

Bei Fahrzeugen mit einer speziellen Optik ist es meist um die Übersichtlichkeit nicht besonders gut bestellt. Das gilt auch für den CX-3 von Mazda. Die winzige Heckscheibe, die massive C-Säule und die kleinen Seitenscheiben hinten führen dazu, dass man eigentlich nichts sieht. Da hilft oft nur der Blick auf den Bildschirm, auf welchem der Film der hochauflösenden Rückfahrkamera angezeigt wird. Trotzdem, im Alltag ist das nicht sonderlich praktisch, überhaupt bei Schlechtwetter, wenn die Linse beschlagen oder verschmutzt ist, dann ist die Sicht gleich Null. Von diesem Problem sind jedoch alle Hersteller betroffen.

Der Verbrauch

Beim Verbrauch ist der CX-3 eigentlich überzeugend. Im Testschnitt verbrauchte er nur 4 dl mehr, als das Werk verspricht. Allerdings sind 6,8 Liter pro 100 Kilometer auch nicht richtig wenig. Es gibt in diesem Segment sicher sparsamere Fahrzeuge, doch wer Leistung ernten will, muss halt Treibstoff säen. Zudem hat Mazda auch deutlich schwächere, aber auch sparsamere Triebwerke im Angebot.

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© Bild: Peter Ruch

Überhaupt, die Auswahl!

Den CX-3 kann man sich wirklich auf den Leib schneidern, Benziner oder Diesel, kombiniert mit Automatik oder Handschaltung, Vorderradantrieb oder 4×4, fast jede Kombination ist möglich. Diese Vielfalt hilft dem Käufer vielleicht auch darüber hinweg, dass der Kofferraum keine 290 Liter fasst. Das ist im Alltag schon sehr knapp bemessen, auch wenn sich der Laderaum durch das Abklappen der Sitze auf fast 1.200 Liter erweitern lässt.

Fazit und Preis

Trotzdem, in der Summe ist der CX-3 ein sehr gelungenes Auto, welches nicht nur in Sachen Optik eine gute Figur macht. Allerdings ist das kleine Sahnestück auch nicht ganz billig. Zwar starten die Preise bei 18.090 Euro, unser bestens ausgestatteter Testwagen war hingegen schon mit 27.690 Euro angeschrieben. Wie man aber bereits jetzt auf den hiesigen Straßen sieht, tut dies dem Erfolg keinen Abbruch, wie sein größerer Bruder, der CX-5, ist auch der kleinefeine CX-3 auf einem guten Weg in der Verkaufsrangliste.

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com

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