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Der neue Opel Astra, garantiert hutlos

Auto des Jahres in der Schweiz, Kompaktwagen des Jahres in Deutschland, der neue Opel Astra ist in aller Munde. Aber wie fährt sich der Kompakte und was ist dann doch nicht ganz perfekt?

07.12.2015 radical mag

Opel-Fahrer tragen Hut. Sagt der Volksmund. Tempi passati, der neue Opel Astra hat uns schon bei den ersten Testfahrten überzeugt. Naja, zumindest bis auf die immer noch zu hakelige Schalthebelführung. Es ist wohl Zufall, dass wir als Testwagen einen mit der Sechsstufen- Automatik bekommen haben… Als Antrieb war ein 1600er-Diesel eingebaut, 136 PS leistet dieser, dazu gibt’s ein maximales Drehmoment von 320 Nm. Schon klar, ein Schleudertrauma werden wir von der Beschleunigung nicht davontragen. Aber, echt jetzt, der Automatik-Opel geht ganz gut. Und er verbraucht: fast nix. Wieso das so ist? Sicher auch, weil der Diesel-Astra ganz schön leicht ist. Nach DIN sind es 1.275 kg. Das sind bis zu 200 kg weniger als beim bisherigen Astra, und das merkt man. Nicht nur beim Verbrauch. Und leise ist er auch noch. Also zumindest beim Gleiten, wenn man die volle Leistung abfordert lässt der Astra dann schon verlauten, dass er ein Selbstzünder ist.

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© Bild: Werk

Der neue Opel Astra, sportlich auf seine Art

Natürlich wird der neue Astra beim Spritsparen auch vom Umstand unterstützt, dass die sportliche Gangart nicht die größte Stärke des geprüften Fahrzeugs ist. Dafür ist das Fahrwerk zu sehr auf Komfort getrimmt. Wer es sportlich mag, sollte eher zur 200-PS-Version greifen – der starke Benziner ist deutlich straffer gefedert und dennoch nicht so unkomfortabel wie ein Corsa OPC zum Beispiel. Entsprechend der komfortablen Abstimmung der Federelemente animiert der Opel dann auch nicht zum schnellen Fahren. Aber, wem die erhöhte Wankneigung des Aufbaus nichts ausmacht, der kann auch den Diesel-Opel ordentlich treten.

Beinfreiheit hat ihren Preis

Schön auch, wie viel Raum Fahrer und Beifahrer haben. Und sogar hinten wird es nicht eng, erstaunlich ist hier die generöse Kopffreiheit trotz der sportlich nach hinten abfallenden Dachlinie. Klar, mit dem Kofferraumvolumen ist es dann so eine Sache. Wenn die Passagiere so viel Platz bekommen. Da bleibt meist nicht sehr viel Raum fürs Gepäck, beim Astra sind es immerhin 370 Liter. Damit gehört der neue Astra nicht zu den Lademeistern, aber immerhin lässt sich das Gepäckabteil auf 1.210 Liter erweitern. Wem das nicht reicht, muss auf den kürzlich vorgestellten Astra Sports Tourer warten.

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© Bild: Werk

Auto des Jahres in der Schweiz

Gerade wurde der Astra zum Schweizer Auto des Jahres gewählt, auch wir hatten in weit vorne auf der Liste, allerdings war er nicht unser Favorit. Aber wir können nach den ausgiebigen Testfahrten sehr gut damit Leben, dass der Opel diesen Titel nun trägt. Und, vielleicht wählt die internationale Jury den Astra ja auch auf den ersten Platz. Das wird sich am Eröffnungstag des Salon Genf im März 2016 zeigen.

Preislich liegt der neue Opel Astra gut im Rennen

Einen neuen Astra gibt’s ab 16.990 Euro, unser Diesel in der höherwertigen Ausstattung «Innovation» und mit Automatik kostet genau 10.000 Euro mehr. Da bekommt man ziemlich viel Auto fürs Geld, aber man kann auch noch viel Geld zusätzlich ausgeben. Für zertifizierte Sitze mit Massagefunktion zum Beispiel. Wir arbeiten ja nicht im Außendienst, sitzen zuweilen aber auch sehr lange in den Testwagen. Uns hat sich der Sinn dieser Systeme noch nicht richtig erschlossen. Und für die 480 Euro Aufpreis kann man sich einige konventionelle Massagen gönnen…

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© Bild: Werk

Was wir am neuen Opel nicht mögen?

Naja, irgendwie ist die Automatik etwas eigenartig abgestimmt, macht viel über den Wandler. Das fühlt sich etwas eigenartig an, scheint aber keinen negativen Einfluss auf den Verbrauch zu haben. Denn, mit einem Schnitt von 5,1 Liter Diesel ist der 1,6 CDTi ein echter Kostverächter. Wir sind erfreut und ziehen den Hut. Also, wenn wir einen auf hätten…

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com

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