Teslas Model S parkt jetzt selbständig ein und aus

Nach dem jüngsten Software-Update kann das Model S selbständig in die Garage und wieder zurück zu seinem Besitzer fahren – in 2 Jahren sollen Teslas alleine von New York nach Los Angeles fahren

12.01.2016 Online Redaktion

Tesla-Mastermind Elon Musk hat sich fest vorgenommen, seine Autos so schnell wie möglich so selbständig wie möglich zu machen – und mit jedem Software-Update kommt der US-amerikanische Elektroauto-Pionier seinem Ziel näher. Mit der neuen Software-Version 7.1, die per Download ins Auto kommt, ist das Model S nun in der Lage, selbständig sowohl in Quer-Parklücken als auch die hauseigene Garage zu fahren – inklusive Öffnen der Garagentür. Das Ganze ist auch umgekehrt möglich – drückt man den entsprechenden Knopf am Autoschlüssel oder der Smartphone-App, parkt das Model S von selbst aus und kehrt zu seinem Besitzer zurück. Diese Funktion trägt den Namen „Summon“ (herbeirufen).

Die Einpark-Funktion im Test

Die „Summon“-Funktion im Test

In zwei Jahren selbständig von New York nach Los Angeles

Diese beeindruckenden neuen Features bezeichnete Musk in einem Tweet als „erste kleine Schritte“ in der Entwicklung der „Summon“-Funktion. Wie immer ist der Tesla-Chef in Gedanken bereits zwei Schritte weiter: Geht es nach Musk, soll das Auto in etwa zwei Jahren auch dann selbständig zu seinem Besitzer zurückkehren können, wenn dieser sich in einer anderen Stadt befindet. „In etwa 2 Jahren sollte „Summon“ überall funktionieren, sofern das Ziel per Landweg erreichbar ist und nicht durch Landesgrenzen blockiert ist, beispielsweise wenn man selbst in Los Angeles und das Auto in New York ist“, so Musk. Dafür müsste das Model S immerhin eine Strecke von 4.500 Kilometern zurücklegen, für die es über 40 Stunden benötigen würde. Dafür soll das Auto auf dem Weg auch die Ladestationen selbständig aufsuchen.

Einschränkungen der Autopilot-Funktion

Die jüngste Software-Version beinhaltet aber nicht nur Erweiterungen, sondern auch Einschränkungen für die Autopilot-Funktion, über die das Model S bereits verfügt. Nachdem einige Tesla-Besitzer das Feature überstrapaziert, sich selbst in gefährliche Situationen manövriert und Videos davon online gestellt hatten, wollte Musk „die Möglichkeiten minimieren, dass die Leute verrückte Sachen damit anstellen“. Nach dem neuen Software-Update wird das Tempo in Wohngebieten und auf Straßen ohne Mittelstreifen nun automatisch auf die Höchstgeschwindigkeit plus maximal 5 Meilen pro Stunde (ca. 8 km/h) reduziert. Zudem sollen die Autos jetzt auch bei Autobahn-Abfahrten oder abgenutzten Fahrbahn-Markierungen besser die Spur halten können.

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