Das ist Teslas „Master-Plan, Teil 2“

Elektro-Busse und -Lkw, Solardächer, Car-Sharing und Autopilot: Das ist Elon Musks „Master-Plan“ für Teslas Zukunft

21.07.2016 Online Redaktion

Vor ziemlich genau 10 Jahren veröffentlichte Tesla-Chef Elon Musk den ersten Teil seines „Master-Plans“. Tesla wolle nach dem Sportwagen „Roadster“ noch weitere Modelle bauen – zuerst ein leistbares, und dann ein noch leistbareres. Mit Model S, Model X und Model 3 hat Musk diese Vorhaben bereits in die Tat umgesetzt. Auch die Erzeugung von Solarstrom wurde im ersten Teil des „Master-Plans“ bereits erwähnt.

Vor etwa zwei Wochen versprach Musk auf Twitter, der Öffentlichkeit demnächst des zweiten Teil seines „Master-Plans“ vorzustellen. Mit einigen Tagen Verspätung wurde Teslas aktualisierte Zukunftsvision nun in einem Blog-Eintrag veröffentlicht. Kurz gesagt umfasst diese folgende Punkte:

Solardächer

Musk plant, Solardächer mit integriertem Batteriespeicher zu kreieren, die auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen sollen. Musk spricht sich in diesem Rahmen erneut dafür aus, die „Grenzen zwischen SolarCity und Tesla niederzureißen“ und die beiden Unternehmen zusammenzuführen.

Elektro-Busse und -Lkw

Im Bereich der Elektrofahrzeuge will Tesla seine Produktpalette massiv erweitern. Neben einem Komapkt-SUV und einem „neuartigen Pickup-Truck“ plant das Unternehmen, auch elektrische Busse für den öffentlichen Nahverkehr sowie Lkw zu produzieren. Ein noch günstigeres Auto als das heuer präsentierte Model 3 sei allerdings nicht geplant.

Autonomes Fahren

Trotz der aktuellen Debatte um die Sicherheit von Teslas Autopilot nach einem tödlichen Unfall will Musk die Entwicklung des Systems weiter vorantreiben. Der Tesla-CEO rechnet damit, dass das System nach 10 Milliarden unter echten Straßenbedingungen gefahrenen Kilometern so weit sei, die Steuerung von Fahrzeugen im Alltag komplett zu übernehmen. „Ich sollte erklären, warum Tesla die teilweise Autonomie schon jetzt einsetzt, anstatt damit zu warten“, schreibt Musk. „Der wichtigste Grund ist dass, wenn es korrekt genutzt wird, das System bereits jetzt signifikant sicherer ist als wenn eine Person selbst fährt. Daher wäre es moralisch verwerflich, die Veröffentlichung zu verschieben, nur weil man Angst vor Negativ-Schlagzeilen hat.“

Car-Sharing

Wenn vollautonome Fahrzeuge von den Behörden auf den Straßen zugelassen wurden, bedeutet das, dass man seinen Tesla mit dem Summon-Feature von jedem beliebigen Ort zu sich zu rufen kann. Darauf basierend soll man zukünftig entscheiden können, ob man sein Auto auch anderen Menschen zur Verfügung stellen möchte, wenn man selbst es gerade nicht nutzt. So soll das Auto für seinen Besitzer „Geld verdienen“, während dieser bei der Arbeit oder auf Urlaub ist. In Städten mit entsprechender Nachfrage will Tesla eine eigene Car-Sharing-Flotte etablieren.

„Kein blödes Hippie-Ding“

Mit den in seinem Master-Plan definierten Zielen will Tesla dazu beitragen, die Energiewende – also die Abwendung von fossil-nuklearen Energieträgern und die Etablierung einer flächendeckenden Versorgung mit erneuerbaren Energien – schneller herbeizuführen. Nachhaltigkeit sei in der heutigen Zeit das Maß aller Dinge.  „Das bedeutet, dass das Leben in weiter Zukunft immer noch gut ist“, schreibt Musk. „Das ist kein blödes Hippie-Ding – es ist wichtig für uns alle.“

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