Tesla untersucht weiteren tödlichen Unfall

Ein Chinese kam im Jänner ums Leben, nachdem sein Model S in eine Straßenkehrmaschine gekracht war – ob dabei die Autopilot-Funktion aktiviert war, ist derzeit noch unklar

15.09.2016 APA

Anfang Mai kam der Fahrer eines Tesla Model S bei einem Crash ums Leben. Sein Auto war in einen quer zur Fahrbahn stehenden Lastwagen gekracht. Vor dem Zusammenstoß hatte der 40-jährige die Autopilot-Funktion in seinem Model S aktiviert. Bisher war man davon ausgegangen, dass es sich dabei um den ersten Unfall mit Teslas Autopilot gehandelt habe.

Tödlicher Unfall in China bereits Anfang Jänner

Nun wurde bekannt, dass der Elektroauto-Pionier einen weiteren tödlichen Unfall mit einem seiner Fahrzeuge untersucht, der sich bereits Anfang des Jahres in China ereignet hatte. Ob der Autopilot auch bei diesem Crash eine Rolle gespielt hat, sei aber nicht festzustellen, wie Tesla mitteilte. Wegen des Schadens an dem Wagen seien keine Daten an die Server von Tesla weitergeleitet worden.

Familie des Verunglückten verklagte Tesla

Zuvor hatte der chinesische Sender CCTV darüber berichtet, dass ein 23 Jahre alter Chinese ums Leben gekommen sei, nachdem er mit seinem Tesla in ein Straßenkehrfahrzeug gefahren war. Er war auf einer Autobahn in der nordöstlichen Provinz Hebei unterwegs gewesen. Die Familie des Fahrers verklagte Tesla und den in Peking ansässigen Autohändler im Juli. Der US-Autobauer erklärte, die Familie mehrfach um ihre Mithilfe bei der Aufklärung des Unfalls gebeten zu haben. Diese habe aber keine weiterführenden Informationen zur Verfügung gestellt.

Autopilot unter Kritik

Tesla war in China schon im Sommer in die Kritik geraten. Das Unternehmen musste sich Vorwürfen erwehren, die Autopilot-Funktion der Wagen sei aggressiv als autonomes Fahren angepriesen worden. Es war zu einem Unfall gekommen, allerdings bei Blechschaden geblieben. Auch in den USA steht Tesla nach dem eingangs erwähnten Unfall in der Kritik, obwohl der Autobauer laufend betont hatte, dass es sich bei der Autopilot-Funktion um eine Beta-Version handle, die stets die volle Aufmerksamkeit des Fahrers erfordere.

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  • Marcus Lang

    Warum wundert es mich jetzt nicht, dass Tesla über diesen früheren Unfall nicht informiert hat und wir erst jetzt, 9(!) Monate später, davon erfahren?

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