Der Tesla S innen
In Norwegen liegt der Tesla S in der Zulassungsliste vor dem VW Golf
 

Norwegen: Tesla S vor VW Golf

Im erdölreichen Land Norwegen ist weiterhin der Tesla S auf Platz eins der Zulassungsliste gefolgt vom VW Golf.

09.10.2013 APA

 

Tesla ist es mit seinem Modell S in Norwegen gelungen vor dem Allrounder VW Golf auf Platz eins der Zulassungsliste zu stehen. Dank großzügiger Steuervergünstigungen und einem Wegfall von Mautgebühren lag der Marktanteil der strombetriebenen Limousine im September bei 5,1 Prozent, während das deutsche Erfolgsmodell nur auf 4,6 Prozent kam. Der Tesla S ist so begehrt, dass Norweger für Gebrauchte mehr Geld zahlen als für Neuwagen, um nicht fünf Monate warten zu müssen. „Die Nachfrage ist extrem“, sagte der Bergener Tesla-Händler Joar Tenfjord.

Hohe Steuern auf große Verbrennungsmotoren

Ein Grund für den Tesla-Erfolg in dem skandinavischen Land sind die vergleichsweise hohen Steuern auf Autos mit großen Verbrennungsmotoren: Wer einen Wagen kaufen will, der sich mit den Fahrleistungen des Tesla S messen kann, muss etwa doppelt so viel Geld ausgeben. Die Regierung fördert Elektroautos zudem mit kostenlosen Parkplätzen und Aufladestationen. Fahrer dürfen auch Busspuren nutzen. Die finanziellen Anreize kann sich Norwegen leisten, weil durch die Ölvorkommen des Landes verlässlich Geld in die Staatskassen kommt. Nach Berechnungen des Statistikamtes zahlt Norwegen bis zu 10.500 Euro im Jahr zur Vermeidung von einer Tonne Treibhausgas.

Tesla S auch in den USA beliebt

Auch in den USA gibt es eine große Nachfrage nach dem Tesla S. In diesem Jahr sind dort nach Schätzungen 14.300 Wagen verkauft worden. In Norwegen lassen sich Interessenten auch nicht von einem Brand eines Tesla S in der Nähe von Seattle abschrecken. Es gebe zwar Fragen danach, sagte Händler Tenfjord. Aber die Nachfrage sei nicht zurückgegangen.

 

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