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Der 1. glückliche Vorbesteller eines nigelnagelneuen - aber noch nicht gebauten - Tesla Model XX. Wir gratulieren recht herzlich.
 

Tesla Model XX: Neuausrichtung bei Elektroautos

Frei nach der Methode „trial and error“ wendet sich Tesla nach 13 Jahren vom Elektromotor ab und lässt mit einer Neuausrichtung aufhorchen.

01.04.2016 Online Redaktion

Elon Musk gilt als einer der größten Visionäre der Neuzeit. Mit PayPal systematisierte er das Online Bezahlen, und sein Projekt SpaceX soll die Raumfahrt auch für ärmere Multimillionäre leistbar machen. Doch mit seiner bislang rein elektrischen Autofirma Tesla scheint sich das Genie erstmals verkalkuliert zu haben. Zwar könnte der Imagewert kaum besser sein, gilt in Hollywood ein Tesla mittlerweile sogar als inoffizielle Voraussetzung für eine Oscarnominierung – doch in der Realität ist das Unternehmen auch nach 13 Jahren noch weit von grünen Zahlen entfernt.

++ 1. April 2016 ++ Knalleffekt bei Tesla

Lange genug, um das Projekt Elektromobilität ad acta zu legen, wie Elon Musk findet, der sich mit seiner Finanzspritze von 53 Millionen Dollar an den bankrotten US-Rapper Kanye West offenbar übernommen hat. Dieser bat ihn um ein Darlehen, damit er seine revolutionären Geschäftsideen umsetzen könne. Die Ideen des Rappers beeindruckten Musk derartig, dass dieser an seinen eigenen zu zweifeln begann. In einem Interview mit der New York Times erklärte Musk, dass es nach 13 Jahren Zeit wäre, einen neuen Weg einzuschlagen – gerade jetzt, wenn der Benzinpreis so niedrig sei und die Smart Meter die Gemüter in der Stromdebatte erhitzen würden.

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© Bild: Brendan Smialowski/Getty Images

Elon Musk im Interview mit der New York Times

Im Interview mit der New York Times zeigte Musk sich enttäuscht und angewidert vom Elektromotor: „I was looking forward to electromobility at first, but let’s face it: The people don’t want to pay for silent cars boring them to death. They want excitement, and I want to deliver. When all the other big car companies are trying to be eco-friendly, this is Tesla’s time to show the world we actually don’t give a shit. And we will be rewarded.“

Tesla setzt auf neunzylindriger Sternmotor

So twitterte Musk am 30. März, dass eine Neuausrichtung von Tesla auf „huge, orgasmic motors“ endlich die gewünschte Rendite bringen soll. Musk wird auch diesmal seiner Vorreiterrolle gerecht. Laut Tesla-Presseabteilung soll aus Kostengründen zwar zunächst auf Motoren von Lamborghini zurückgegriffen werden, die schrittweise in die bestehenden Tesla-Modelle, das 2016 erscheinende Model X und das 2017 erscheinende Model 3 implementiert werden. Aber bereits Ende 2017 mache man sich an die Entwicklung eines eigenen, revolutionären Motors. Ein neunzylindriger Sternmotor sei angedacht, der ein neues Kapitel in der Automobilgeschichte schreiben würde.

Der neunzylindrige Sternmotor

Probleme mit dem Urheberrecht

Die passende Karosserie dafür müsste erst noch gezeichnet werden, aber Musk spricht bereits euphorisch von der nächsten Evolutionsstufe des SUV, die als Nachfolger des Model X konsequent als Model XX präsentiert werden soll, sobald die urheberrechtlichen Streitigkeiten mit der Indie-Band The XX beigelegt wären. Musk lässt das ohnehin kalt, er möchte die durch Öko-Allüren geschwächte Konkurrenz ausbremsen und setzt sich ehrgeizige Ziele: Bis 2020 soll das Model XX erscheinen, angestrebt sind höchstes Fahrvergnügen und ein Verbrauch von „3 gallons per mile.“ Dass das ambitioniert ist, weiß Musk. Aber er sei nicht so erfolgreich geworden, weil er klein denke.

++ 2. April 2016 ++ Update im Fall Model XX

Okay, die ganz Wiffen unter euch haben es womöglich schon vermutet: Kleine Teile im Artikel, wie die Neuausrichtung von Tesla auf Benzinmotoren durch die Enttäuschung des Elektromotors, Musks Geldspende an Kanye West, oder die Entwicklung eines neuen Models XX entsprechen momentan vielleicht nicht hundertprozentig der Wahrheit. Wir können eine derartige Entwicklung in der Zukunft aber auch nicht ausschließen. Und wenn sie passiert, waren wir die ersten, die sie vorausgesagt haben. Außerdem müssen wir dem Frühlingsbrauch des ‘Einelegns’ ja irgendwie Tribut zollen. Wer sich nach gewagten Zukunftsprognosen auch mit der realen Gegenwart von Tesla auseinandersetzen möchte, der kann den tatsächlichen Artikel zum Model 3 lesen. Der ist weniger, sagen wir… spekulativ, aber nicht minder interessant.

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  • Matthias Schuster Scharmer

    Ist das jetzt ein Aprilscherz oder so?

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