Mit 691 PS geht’s in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Mit 691 PS geht’s in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h
 

Tesla Model S P85D: 691 PS und 3,2 Sekunden auf Tempo 100

Das Tesla Model S P85D: Tesla präsentiert mit dem „D“ Model S seinen Sedan mit Allradantrieb, zwei Motoren, knapp 700 PS und mehr Reichweite als bisher

10.10.2014 Online Redaktion

Was seit längerem vermutet wurde hat Elon Musk nun bestätigt. Das Tesla Model S kann künftig mit Allradantrieb geordert werden. Die allradgetriebenen Model-S-Varianten sind mit einem zweiten E-Motor und dem Nameszusatz „D“ versehen. Im Falle des Tesla Model S P85D bedeutet das: zusätzlich zum herkömmlichen Elektromotor im Heck bekommt das Fahrzeug einen kleineren Elektro-Frontmotor. Die Gesamtleistung steigt um 221 PS von den bisherigen 470 PS auf 691 PS. 0 auf 100 km/h werden in sensationellen – wir reden von immerhin 2.200 kg Lebendgewicht – 3,2 Sekunden abgehandelt. Um 1 Sekunde schneller als der P85 mit Heckantrieb.

Elon Musk bei der Präsentation des Allradantriebs.

Elon Musk bei der Präsentation des Allradantriebs.

Beim Tesla Model S P85D bringt der Allrad mit zwei Motoren mehr Reichweite

Im Gegensatz zu allradangetriebenen Autos mit Verbrennungsmotor schafft es Tesla seine Reichweite zu steigern. Mit dem Dual-Motor soll es möglich sein die Reichweite um 16 km auf insgesamt 440 km zu schrauben. Der Allrad-Tesla wird in den USA 121.000 Dollar kosten, um knapp 14.000 Dollar mehr als das Modell mit Hinterradantrieb. Die Preise für Europa sind noch nicht bekannt.

Video: Erste Vorführfahrten mit dem Tesla Model S P85D

  • Teki

    Also wenn ich mir all die Kommentare hier durchlese, gibt es eigentlich nur ein Problem: die noch fehlende Geschwindigkeitsbeschränkung auf deutschen Autobahnen :) Dann lösen sich alle Reichweitenraunzereien.

    Zum Kommentar Marcus 29.10.2014:
    Ich fahre mit 130 km/h ohne Zwischenladung und bin 3,08 Stunden dort.
    http://www.teslamotors.com/goelectric#range
    Sie sind vermutlich mit 200 km/h auch nicht in 2 Stunden dort, weil Sie eine 400 km lange Strecke nie mit 200 km/h fahren werden können, sondern dann in 2,95 Stunden. Dass Sie in 0,1 Stunde früher ankommen, gönne ich Ihnen :)

    Das Model S als P85 ist eigentlich eine für den Normalfahrer sinnlose Optimierung auf Leistung, bestellt den S85D und – ich glaub das Auto ist jetzt nicht als Rennwagen konzipiert und ich glaub man stellt auch nicht den Anspruch daran bei Tesla.

    Auf US-Highways nehmen die Leute das viel relaxter als in Mitteleuropa :)

    • Marcus

      Bei Tempo 130 gehen sich selbst bei der akku-schädigenden ‚Range‘-Ladung nur 350 km aus – im Sommer. Im Winter knapp 250, leider.
      In den USA werden – speziell auf den Interstate-Highways – bis zu 80 mph, also auch 128 km/h gefahren. Speziell in den kälteren Bundesstaaten ist die schlechte Winter-Reichweite auch schon in den Medien gewesen.

  • eddie

    Mit solchen Werten gibt es nur eins, ab auf die Nordschleife und mal Rundenzeiten folgen lassen. ….

    • Marcus

      Genau, das wäre mal lustig …
      Der AMG SLS Electric Drive (der zugegeben 500 kEuro kostet), bringt seine angegebene Leistung über längere Zeit. Er ist das erste Serien-Elektroauto, dass die Nordschleife unter 8 min geschafft hat. Das Model S P85 mit einer maximalen Dauerleistung von 90 – 100 PS wird da nicht so eine gute Figur machen. Wo da der P85D liegt, wäre interessant! 120 PS? P85: Nach einem Beschleunigungsvorgang bis etwa 200 wird die Leistung bei einem weiteren Beschleunigungsvorgang auf 190 PS gedrosselt. Nach den nächsten 1-2 Kurven dann auf 90-100 PS. Deswegen erreicht er auch kurzzeitig 215 km/h, um dann mit etwa 190 bei ebener Strecke weiterzufahren.

    • Marcus

      D.h. auf der Rundstrecke (z.B. Nordschleife) müßte der Model S nach dem ersten Beschleunigungsvorgang in etwa gleichauf liegen mit einem Diesel-Golf (und ich denke da nicht an den GTD, sondern eher an den 1,6 TDI mit 105 PS und 1300 kg). Das ist kein Witz! Das dürfte ca. herauskommen.

    • eddie

      Ja das wahrscheinlich auch.
      Ich glaub eher, dass die Fuhre spätestens beim Karussel mit der weißen Fahne wachelt weil das System überhitzt.
      Ich warte noch immer drauf, dass die Motorjournaliten das Ding mal ordentlich rannehmen, so wie sie es mit allen anderen auch tun. Aber scheinbar hat die Klage von Tesla gegen Top Gear die anderen verschreckt. Obwohl die Klage nicht gewonnen wurde…

  • SteakIT99

    Wie sehr dieses Auto nach Das ist die Zukunft schreit tut schon fast weh in den Ohren! Effizienter trotz mehr Allrad, 3,2s von 0-100, es gibt nichts offensichtlicheres, als dass der Verbrennungsmotor ausentwicket ist und der Elektroantrieb die Zukunft ist

    • SteakIT99

      *trotz allrad

    • Marcus

      Und warum wird dann der ‚S‘ in der Autorevue „Übersicht aller Elektroautos“ mit 24 kWh/100 km angeführt, und der E-Golf oder i3 (denen nicht nach 3 Beschleunigungsvorgängen die Puste ausgeht) mit 12 -13 kWh/100 km, wenn doch der Tesla ach so effizient sein soll? 100% Mehrverbrauch? Ganz einfach: Weil der selbstverliebte Herr Musk ganz am Anfang, am Zeichenbrett, einen Konzeptfehler hatte: Ein E-Auto muss, damit es mit der hochwertigsten Energieform „Strom“, die schon so viele Verluste hinter sich hat, sparsam umgeht, besonders leicht sein – und das geht eben nicht bei 500 km Reichweite (die in Wirklichkeit nur 350 sind). Die gute Gesamteffizienz erreicht man nur, wenn das Auto max. 250 kg Akku hat und die Langstrecken (z.B. 10x im Jahr) ganz souverän per Range-Extender absolviert. Ebenso wichtig: Dass der Rest des Autos auch noch auf geringes Gewicht und geringen Luftwiderstand getrimmt ist. Kanpp daneben, beim Tesla, würde ich sagen.

    • Michi

      @Marcus: Jede technische Lösung ist immer ein Kompromiss.
      So hat man bei Tesla vielleicht nicht das energieeffizienteste Elektroauto gebaut aber eines das aufregend und begehrenswert ist. Eines das Leute haben wollen und nicht eines das Leute in kauf nehmen würden weil sie glauben sie tun der Umwelt damit etwas gutes und das hat bis jetzt leider noch kein anderer Hersteller geschafft.
      Ein e-golf oder diese Möchtegern futuristische Liftgodel i3? Nein danke, dann lieber ein Auto mit Verbrennungsmotor.

    • Marcus

      Marketingtechnisch ist Tesla 1a (vermutlich das, was Herr Musk gut kann). Wenn das Ding aber im Kern nicht das hält, was es verspricht, bezeichne ich es als Marketing-Lüge.
      Marketing: grüne Ikone vs. Realität: Stromfresser, dessen viel zu fetter Akku alle 6-7 Jahre so sehr an Kapazität eingebüßt hat, dass man ihn tauschen müsste, würde er nicht soviel kosten. Leider: Auch nach 6 Jahren, wo die Akkukapazität schon arg gesunken ist, wiegt die Schüssel immer noch 2200+ kg.

  • Marcus

    Also statt leichter und günstiger ist der jetzt schwerer und noch teurer geworden? Schafft er dann mehr als die 90 – 100 PS Dauerleistung, die der ’normale‘ hatte (Drosselung nach 1 bis 3 Beschleunigungsvorgängen, also nach der dritten Kurve auf der Rundstrecke)?
    Um wieviel ausgefeilter und auch ökologisch sinnvoller ist da ein (von mir aus starker) Benzin Hybrid, z.B. i8: 1490 kg gegenüber 2200+ kg beim Tesla?
    Bis der Strom vom Kraftwerk im Tank ist, ist der Gesamtwirkungsgrad bei 35%, beim reinen Elektro. Dann kommen noch 10% Verluste in Leistungselektronik und E-Maschine dazu (macht <32% Gesamtwirkungsgrad). Und dann kommt Sommer (Akku verliert Kapazität) oder Winter (Heizleistung muss auch aus dem Fahrakku kommen, weil Abwärme bei der Stromgewinnung ja im Kraftwerk geblieben ist). Und nach ein paar Jahren liefert der Akku nur noch 80 % der ohnehin schon knapp bemessenen Reichweite von 350 Autobahnkilometer (@120 km/h).

    • Bernhard

      Es sind Allrad-Varianten dazugekommen. Diese sind moderat teurer geworden (4000 US Dollar nur für den Allrad), nur das Spitzenmodell kostet 14.000 Dollar mehr, leistet dafür aber auch um über 200 PS mehr.
      Im Gegensatz zu Audi, BMW, Mercedes, Porsche etc. sind die Allradvarianten sparsamer als der Einachsantrieb!

      Bezüglich des Gewichts bitte nicht Kürbisse mit Kirschen vergleichen, vergleichbar wäre vielleicht ein Audi RS7, der wiegt 1995 kg und kostet (in Deutschland) 114.000 EUR.

      Wirkungsgradrechnungen, die rein fossile Brennstoffe als „Primärenergie“ für ein Elektroauto verwenden, sind unsinnig. Genauso wie „Null“ CO2 bei reinem Ökostrom.
      Die Wahrheit liegt dazwischen, und damit ist der Elektroantrieb eindeutig besser als jeder erhältliche vergleichbare (!) Verbrenner.

    • SteakIT99

      Es ist keine Frage ob der Elektroantrieb effizienter ist als der Verbrennungsmotor wenn man sich folgendes überlegt

      Es ist effizienter einen Verbrennungsmotor im Keller stehen zu haben, mit optimalen Wirkungsrad betrieben, der immer mit der selben Drehzahl läuft, und ein Elektroauto lädt. Zusätzlich spielt das Gewicht des Motors und der Abgasnachbehandlung keine Rolle, da das ganze nicht beschleunigt werden muss. Der Elektroantrieb ist um häuser besser als alles andere, ob mit Batterien oder Wasserstoff betrieben wird sich noch zeigen!

    • Marcus

      Einen ebenso effizienten Verbrenner im Auto mit möglichst gutem Wirkungsgrad möglichst gleichmäßig zu betreiben, hätte m.M.n. folgenden Vorteil: Ich benötige keinen 200 oder 400 kg (oder noch mehr) Akku (der nach 6 Jahren an Leistung verliert), der Motor wiegt inkl. Getriebe nur etwa 150 kg. Ich würde sowas mit einem kleinen Pufferakku im Fahrzeug kombinieren – der aktuell schon in den USA erhältlich Accord Hybrid fährt so ein System (bis 70 km/h wird er elektrisch getrieben mit Strom, den bei Bedarf der Benziner+ Generator nachliefert). Ab 70 km/h ist es aber noch effizienter, die Kraft direkt vom Verbrenner an die Räder zu schicken, dort würden schon die 10% Verluste in Leistungselektronik und E-Maschine einen unnötigen Mehrverbrauch bedeuten. Ab 70 treibt der Verbrenner direkt, und der Elektro boostet aus dem Akku dazu: 166 PS und bei flotter Gangart 5 L Verbrauch (sonst 4L). Und der Akku ist, leicht, muß nur Puffern und hält vermutlich (wie bei Honda, Toyota üblich) ein Autoleben lang.

    • Marcus

      @Bernhard: Warum sollte man mit dem Anteil des Stroms, der sauber aus Wasserkraft gewonnen wird, weniger sparsam umgehen? Warum sollte man mit Solarstrom, der aus aufwändigen, teuren Solarpaneelen kommt, weniger sparsam umgehen?
      Die Norweger machen es sich leicht: Die haben 100% Strom aus Wasserkraft, verdienen ihr Geld aber mit dem Verkauf von Öl aus der Nordsee.
      Wenn ich mit Strom fahre, bin ich nicht automatisch grün! Nur dann macht es Sinn, wenn ich mit wenig Strom auskomme (und der Akku mindestens 200.000 km hält, bis er eingestampft und ein neuer produziert werden muss)!

    • Marcus

      @Bernhard: Wenn die Tesla-Werber behaupten, der ‚S‘ wäre auch für die deutsche Autobahn hervorragend geeignet: Inwieweit wäre er dann mit dem RS7 vergleichbar? Der RS7 ist bei 250 km/h abgeregelt. Angenommen ich fahre zu einer verkehrsarmen Zeit Tempo 200 (weil 250 auf Dauer zu stressig sind, und auch wirklich zuviel Sprit kosten). Ich kann so etwa 400 km in zwei Stunden zurücklegen.
      Beim „S“ liegt die max. Dauergeschwindigkeit bei 190 km/h. Bei dieser Geschwindigkeit (oder sagen wir: 180 km/h) sinkt die Reichweite (im Sommer!!) auf etwa 170 – 180 km (bei der wenig akkuschonenden Range-Ladung mit 85 kWh; Die Standardladung, die der Akku täglich aushält, sind ja nur 67 kWh). Nach etwa 55 min @ 180 ist der Akku auf 0. Nehmen wir einmal an, dass zu dem Zeitpunkt eine Raststation mit einer Schnell-Lade-Säule aus dem Boden sprießt: In 35 min haben Sie den Akku auf 80% (das sind die 67 kWh) aufgeladen. Sie können jetzt weiterfahren und kommen bei Tempo 180 aber nur noch 145 km weit, wegen der 67 kWh. Angenommen es schießt wieder eine Schnell-Lade-Säule aus dem Boden: Es fehlen Ihnen noch 75 km bis zum Ziel der 400 km Reise. Mit dem „480 km“ Tesla stehen Sie nun schon das zweite Mal an einer extrem günstig gelegenen Ladesäule. 25 min nach dem Ende Schnellladung sind Sie auch am Ziel angekommen. Sie haben die 400 km in 3h 25 zurückgelegt, das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 118 km/h. Inwiefern ist das vergleichbar mit einem RS7? der hat für die Strecke 2 h (oder sagen wir realistisch) 2h 10min gebraucht, das entspricht 185 km/h.
      Das ist der optimale Fall im Sommer, im Winter geht dann er Akku in die Knie, beim ‚S‘.
      Mit einem sparsamen Benziner oder auch Benzin-Hybrid hätten Sie mit Tempo 120 die 400 km abgespult ohne Tankstopp, da wäre zum Schluss der Tank noch halb voll, mindestens. Deswegen ist es durchaus realistisch, den „S“ mit anderen 4 oder 5 Sitzer Kombis zu vergleichen. Oder bin ich Ihnen zu pragmatisch?

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