Das dritte Model S fing Anfang November in Tennessee Feuer - Tesla versucht sich in (Image)schadensbegrenzung
Das dritte Model S fing Anfang November in Tennessee Feuer - Tesla versucht sich in (Image)schadensbegrenzung
 

Tesla Model S: NHTSA-Untersuchung nach Bränden

Nach drei Bränden innerhalb weniger Wochen wird das Tesla Model S nun von der NHTSA untersucht – Elon Musk: Vorfälle wurden in den Medien hochgespielt, es gäbe „kein sichereres Auto auf der Straße als das Model S“

19.11.2013 APA

Nach drei Bränden eines Tesla Model S innerhalb weniger Wochen nimmt die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA das Elektroauto erneut unter die Lupe. Ursprünglich hatte das Model S beim NHTSA-Crashtest die Bestnote erhalten und sogar das Testequipment zerstört – die nun eingeleitete Voruntersuchung könnte letztlich zu einem Rückruf führen. Teslas Image hatte in den vergangenen Monaten schon stark gelitten: Die Brände hatten die Aktie des Senkrechtstarters einbrechen lassen. Am Montag fiel der Kurs um weitere 10 Prozent. Seit seinem Höchststand von 194,50 Dollar vor eineinhalb Monaten hat das Papier annähernd 40 Prozent an Wert eingebüßt.

Elon Musk bat um Untersuchung – der Tesla S sei das sicherste Auto, die Vorfälle seien hochgespielt worden

Tesla-Chef Elon Musk bestritt am Montag im Firmenblog erneut, dass die Elektro-Sportlimousine besonders feuergefährdet sei. Gegenüber Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren sei das Risiko sogar geringer, erklärte er und führte entsprechende Statistiken an. Es gebe „kein sichereres Auto auf der Straße als das Model S“. Musk betonte, die NHTSA selbst um eine Untersuchung gebeten zu haben. Er wolle verhindern, dass sich „eine falsche Wahrnehmung der Sicherheit von Elektroautos festsetzt“. Er kritisierte die Berichterstattung in den Medien, die die Vorfälle hochgespielt hätten.

Lithium-Ionen-Batterien sorgten schon andernorts für Probleme

Bei den Unfällen in Tennessee und Washington hatten Metallgegenstände auf der Fahrbahn die im Boden verbauten Batterien beschädigt. In einem dritten Fall in Mexiko löste eine Kollision das Feuer aus. Alle drei Fahrer konnten die Wagen unverletzt verlassen. Die verwendeten Lithium-Ionen-Batterien sorgten allerdings schon häufiger für Ärger, etwa in Laptops oder Mobiltelefonen. General Motors verbesserte die Konstruktion seines Elektroautos Chevrolet Volt, nachdem die Akkus sich nach Crashtests überhitzt hatten. Auch Boeing überarbeitete die Batteriekonstruktion in seinem „Dreamliner“ nach Bränden und einem daraus resultierenden Flugverbot.

Bodenfreiheit des Model S wird erhöht, zudem erweitert Tesla die Garantie auf Feuer

Tesla hat bisher gut 19.000 Model S ausgeliefert. Um die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls zu senken, wird der Hersteller nun die Bodenfreiheit der luftgefederten Autos erhöhen. Tesla dehnt als vertrauensbildende Maßnahme zudem seine Garantie auf Feuer aus. Einen freiwilligen Rückruf hatte Firmenchef Musk zuvor ausgeschlossen.

  • Markus Dahmann

    Solange die Unfallsicherheit von Batterien nicht verbessert wurde, ist so ein Auto überhaupt keine Alternative. Musk ist auch nicht der Steve Jobs der Autoindustrie, sein „meine Autos brauchen keine Wartung, wir wollen die Kunden icht abzocken“-Geschwätz ist bezeichnend. Oder leidet ein Tesla auch nicht an Verschleiß der Bremsen, des Fahrwerks und sonstigen wartungsbedürftigen Teilen wie Klimaanlage? Der will also ernsthaft keinen planmäßigen Wechsel der Bremsflüssigkeit???

    Scharlatanerie nenne ich so was!

    Markus

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