Tesla Model S steht am Strand
Die neue Ikone des amerikanischen Automobilbaus: Tesla Model S.
 

Unser Kampf gegen den Einheitsbrei

Mit Tesla zeigen wir Amerikaner wieder einmal der ganzen Welt, wie man Autos baut.

15.05.2013 Online Redaktion

Corvette, Chevy Suburban, Dodge Ram – ja, das sind Charaktertypen! Keine weichgespülten Plüschhasen oder angepasste Langeweiler, sondern Autos mit Ecken und Kanten. Leider verstehen viele Leute in Europa und Asien das nicht. Aber jetzt haben wir ein neues Auto, das auch den Europäern gefallen könnte: den Tesla. Tesla könnte so etwas wie der neue Botschafter für unsere Fähigkeiten im Automobilbau werden. Er hat zwar weder einen V8, noch einen Leiterrahmen, aber wer braucht Traditionen, wenn man die Nummer 1 sein kann? Eben.

Tesla baut Elektroautos, und zwar die besten Elektroautos auf dem Markt. Toyota hat bei seinen Hybridautos ja vollkommen vergessen, dass ein Auto immer auch etwas Emotionales sein muss, damit die Leute es lieben. Sie haben den Fehler erkannt und sind bei Tesla eingestiegen. Zusammen mit Daimler wollen sie sich das Know-How der Kalifornier zu Nutze machen. Tesla hat angefangen mit dem Roadster, der noch auf einem Lotus basierte. Aber die Jungs von Tesla wussten, dass sie es allein noch besser können (das haben sie auch unumwunden zugegeben) und jetzt machen sie richtig Stückzahlen mit dem Model S, einer fetten Limousine mit bis zu 421 PS und 500 Kilometern Reichweite.

Tesla macht schon Gewinn

Und obwohl Tesla erst 2008 mit dem Verkauf von Autos angefangen hat, machen sie jetzt schon Gewinn: Über 11 Millionen Überschuss sind sich im ersten Quartal dieses Jahres ausgegangen, nachdem im Vorjahr noch 90 Millionen Verlust geschrieben wurden – no wonder, damals hatten sie auch noch keine Autos zu verkaufen und waren von Investoren, Förderungen und großzügigen Early Adoptern abhängig.

Über 5000 Model S hat Tesla heuer schon verkauft – da schauen die Europäer mit ihren Mercedes und BMW und wie sie alle heißen, mit ihrem ewig gleichen Design und ihren Dieselmotoren. Tesla wird ihnen allen um die Ohren fahren, weil jetzt gerade geht der Börsenkurs durch die Decke und das sorgt bekanntlich für Innovationskraft – damit haben wir Erfahrung. Und bald soll ja das Model X kommen, ein fancy SUV mit Flügeltüren, und darauf stehen sie ja auch Deutschland. Und wenn nicht, dann bleibt uns immer noch Russland, China und Saudi-Arabien (obwohl die jetzt pissed sind, weil wir bald ihr Öl nicht mehr brauchen).

Was auch toll ist: Der Tesla hat bei einem Test von den Consumer Reports 99 von 100 Punkten eingefahren, das ist das beste Ergebnis, das je ein Auto eingefahren hat, abgesehen von irgendeinem Lexus – ein Lexus! Was ist den Jungs da nur eingefallen. Aber jetzt ist wieder alles in den richtigen Händen, wir haben wieder einmal das beste Auto der Welt gebautgod bless America!

Apropos Bee-Am-Dub: Ein Model S fährt auch auf der Straße einem M5 um die Ohren, schaut euch das an:

  • heinz renner

    Ok, man kann im Netz ja recht viel über den Tesla S lesen, aber wann endlich in der besten Autozeitung der AUTOREVUE?
    Bin neben all den technischen Berichten schon sehr an der emotionalen Seite interessiert. Und wann es dieses Auto endlich bei uns in Österreich erhältlich gibt. Gut, Ihr habt über BMW’s 3er e-baby geschrieben. Aber trifft dieses kleine Auto denn wirklich die breite Masse? Nun all diese und mehr Fragen hätte ich wirklich gerne beantwortet. Bitte bald!
    Liebe Grüsse von Eurem vermutlich besten Stammleser…

  • Affentranger

    Ich hoffe das reisst auch die letzten Automarken aus dem Tiefschlaf.

  • Theo

    Das Größte seit dem Ford T-Model

  • bebop

    leider geil! ich will auch so einen….

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