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Tesla Model 3: Livestream und Bilder zum neuen Modell 2016

Die Erwartungen ans neue Tesla Model 3 sind riesig. Elon Musk präsentierte das Mittelklasse-Elektroauto im Live Stream. Wir haben die ersten Bilder zum neuen Tesla-Modell.

31.03.2016 APA

Mit Spannung wird der Präsentation des neuen Tesla Model 3 entgegengefiebert. Kunden, Fans, also eigentlich Jünger der Marke stehen – noch bevor es erste Bilder des Mittelklasse-Elektroautos gibt – Schlange um ihre Bestellung abzugeben. Kommt jetzt die Revolution des Automarkts oder verbrennt sich Tesla mit dem Massenmodell die Finger?

Livestream der Tesla Model 3 Präsentation – ab 1.4.2016 5:30 (MEZ)

Video der Präsentation des Tesla Model 3

Tesla Model 3: Präsentation am 1.4.2016 ab 5:30

Diese Präsentation ist nicht nur entscheidend für das Unternehmen, sondern möglicherweise für die Zukunft der Elektromobilität insgesamt: Erstmals wird Elon Musk, der schillernde Chef des Branchenpioniers Tesla, der Weltöffentlichkeit am 31. März um 20:30 Uhr (ACHTUNG! Ortszeit – nach MEZ: Freitag 05:30 Uhr) in Los Angeles ein Modell für den Massenmarkt aus seinem Hause vorstellen. Die Erwartungen an das „Model 3“ sind riesig.

Bank rechnet mit 100.000 Vorbestellungen für das Tesla Modell 2016

Nicht nur bei den Tesla-Fans, auch bei einigen Analysten ist die Aufregung bereits groß. Der Wagen habe „das Potenzial, den Gesamtmarkt für Elektroautos dramatisch auszuweiten“, frohlockte die Investmentbank Goldman Sachs kurz vor der Premiere. Die Schweizer Credit Suisse kalkuliert schon einmal mit 100.000 Vorbestellungen für das „Model 3“, das nicht vor 2017 in die Produktion geht – damit würde sich die Zahl der Tesla-Besitzer schlagartig fast verdoppeln.

VIDEO: Tesla Model 3 – Was bisher bekannt ist

Tesla wird den Automarkt neu ordnen

Wie ist die Euphorie zu erklären? „Mit dem Tesla 3 hat das Elektroauto die Chance, in die Mittelklasse vorzudringen“, erklärt Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Uni Duisburg Essen. Das Besondere an der Premiere: Bisher ist Tesla mit der Limousine „Model S“ und dem Luxus-SUV „Model X“ ausschließlich mit Premium-Angeboten für dicke Geldbeutel am Markt. Der Fahnenträger des Elektro-Antriebs liefere im Grunde nur Spielzeug und Status-Symbole für Reiche, spotten Kritiker. Das ändert sich nun.

Der Preis des neuen Tesla Model 3

Denn statt Preisen von mehr als 100.000 Dollar soll das „Model 3“ für 35.000 Dollar (rund 31.000 Euro) zu haben sein – und zwar vor Abzug staatlicher Vergünstigungen. Damit würde Tesla sogar den bisher schärfsten Wettbewerber Chevrolet Bolt EV aus dem Hause der Opel-Mutter General Motors unterbieten, der nominal gut 37.000 Dollar kosten soll. Der Standard-Förderrabatt in den USA liegt bei etwa 7.500 Dollar. Die Reichweite pro Batterieladung liegt bei mehr als 300 Kilometern.

Tweets von Tesla verfolgen


Stiefkind Elektroauto

Bisher fristen Stromer ein Nischendasein im Automarkt. Insgesamt hatten im vergangenen Jahr nur 0,3 Prozent der insgesamt knapp 17,5 Millionen verkauften Neuwagen in den USA einen E-Antrieb. Das sind nur wenige Zehntausend. Durch regulatorische Vorschriften ist allerdings programmiert, dass die Bedeutung zunimmt. Teslas „Model 3“ und der Chevy Bolt von GM stellen eine Art Nagelprobe für die Massenmarkt-Tauglichkeit des Batterie-Antriebs dar.

Elon Musk, der Mann hinter dem Tesla-Erfolg

Auf Tesla setzt die Fachwelt vor allem wegen der Strahlkraft der Marke. Self-Made-Milliardär Elon Musk, der ein Vermögen als Mitgründer des Bezahldienstes Paypal gemacht hat, ist ein Superstar des Silicon Valley, bei Fans genießt er Kultstatus und auch die Investoren feiern ihn. Das Unternehmen gebe dem Elektroauto eine wirkliche Bühne, sagt Dudenhöffer. „Dabei hat Tesla gezeigt, dass man als Start-up der Branche wirklich einen innovativen Impuls geben kann.“

Riskantes Spiel von Tesla

Wie groß der Hype ist, zeigte sich schon vor der mit Spannung erwarteten Präsentation. Auf Twitter machten bereits einen Tag vor dem Event Fotos von Tesla-Anhängern die Runde, die vor den Showrooms warten, um sich als Erste in die Listen für die Vorbestellungen eintragen zu können. Doch der Vorstoß in den Massenmarkt ist für Tesla und seine Aktionäre auch ein großes Wagnis. Das Unternehmen, das seit Gründung 2003 noch keinen Jahresgewinn geliefert hat, nimmt hohe Kosten in Kauf. Der riskante Plan muss aufgehen.

Tesla Gigafactory kostet Unsummen

Das „Model 3“ ist ein wichtiger Mosaikstein, um in Zukunft einmal richtig Geld zu verdienen. Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Aufbau einer riesigen Fabrik für Batterien, mit denen die Fahrzeuge eines Tages betrieben werden sollen. Diese „Gigafactory“ entsteht in Nevada und verschlingt Milliarden. Bisher ist Tesla für Aktionäre ein großes Versprechen. „Ob sich das langfristig auszahlt, weiß heute noch niemand“, sagt Experte Dudenhöffer.

  • Teki

    Ich glaub die 100.000 Vorbestellungen werden am ersten Tag geknackt.

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