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Tesla gehackt – Sicherheitsupdate ausgeschickt

Chinesische Hacker konnten die Kontrolle über einzelne Funktionen eines fahrenden Model S übernehmen – Tesla reagierte mit Software-Update

21.09.2016 APA

Chinesischen Sicherheitsforschern ist es gelungen, einen Tesla per Wlan zu hacken. Die chinesische Gruppe Keen Security Lab konnte per Funk die Kontrolle über einzelne Funktionen eines fahrenden Model S übernehmen. So konnten die IT-Experten unter anderem die Türen entriegeln, Scheibenwischer, Licht und Schiebedach sowie in weiterer Folge sogar die Bremsen bedienen und Spiegel und Sitze verstellen.

„Geringes Risiko für den Kunden“ – trotzdem Sicherheits-Update ausgeschickt

Tesla schickte bereits ein Sicherheits-Update aus und betonte, dass die Hacker-Attacke nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgreich sein konnte. Unter anderem hätte das Auto mit einem präparierten WLAN-Hotspot verbunden sein müssen und der Webbrowser für die Attacke benutzt werden müssen. Dennoch habe Tesla die Schwachstelle zehn Tage nach der Benachrichtigung durch Keen Security geschlossen. „Unsere realistische Einschätzung war, dass das Risiko für unsere Kunden sehr gering war, aber das hielt uns nicht davon ab, schnell zu reagieren“, so ein Statement des Elektroauto-Pioniers. Die Experten vom Keen Security Lab rufen alle Tesla-Besitzer dazu auf, ihre Software ehestmöglich auf den neuesten Stand zu bringen, um die aufgezeigten Sicherheitslücken zu schließen.

Hacker-Angriffe sorgen für Aufsehen

In den vergangenen Jahren wurden mehrfach gravierende Schwachstellen in den Sicherheitssystemen vernetzter Autos offengelegt. Beim aufsehenerregendsten Fall gelang es zwei IT-Experten im Sommer 2015, über eine Sicherheitslücke im Unterhaltungssystem eines Jeep-Modells die Kontrolle über diverse Fahrzeug-Systeme zu übernehmen. Der Autobauer Fiat Chrysler schloss daraufhin die Schwachstelle in 1,4 Millionen Fahrzeugen. Die Kontrolle über Funktionen in einem Tesla wurde zuvor nur bei geringer Geschwindigkeit auf einem Parkplatz übernommen.

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