Tesla Model S brennt – Foto Petrus Breedt/Peter Valdes-Dapena
Elon Musk beruhigt: Nur der Vorderwagen des Model S hat gebrannt, das Feuer-Präventionssystem Der Elektrolimousine hat nach Plan eingegriffen.
 

Tesla brennt: Statement von Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk beruhigt besorgte Kunden und Investoren: Das Model S ist sicher.

08.10.2013 Online Redaktion

Nachdem letzte Woche ein Youtube-Video aufgetaucht ist, in dem ein Tesla Model S brennt, hat sich nun Tesla-Chef Elon Musk in einem Statement zu Wort gemeldet.

Elon Musk zu Tesla-Brand: Feuer durch Feuerwehr?

Elon Musk erklärt, dass die Batterie des Tesla Model S aus sechzehn Akku-Bündeln besteht, die durch Feuerschutz-Wände getrennt sind. Im vorliegenden Fall wurde durch den Aufprall mit einem Lastwagenteil ein Loch in die Bodenplatte geschlagen, worauf hin der vorderste Sektor der Batterie Feuer fing. Musk betont, dass das Feuerschutz-System des Model S nach Plan angesprochen und die Flammen davon abgehalten hat, auf den Innenraum überzugreifen. Auch ließ sich das Fahrzeug noch vom Highway lenken, niemand wurde verletzt.

Die Standard-Prozedur der Feuerwehr sieht vor, sich zunächst einen Zugang zum Brandherd zu verschaffen. Dafür wurden Löcher ins Batteriegehäuse geschnitten – wodurch der vordere Kofferraum des Tesla Model S Feuer fing. Der Löschvorgang selbst – Wasser gefolgt von chemischen Pulverlöschern – konnte das Feuer dann rasch unter Kontrolle bringen.

Tesla Model S brennt: Weniger gefährlich als ein Benziner

Deutlich sind laut Elon Musk die Unterschiede zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, das im vorliegenden Fall womöglich vollkommen abgebrannt wäre. Musk rechnet vor, dass das Batteriemodul eines Tesla Model S nur 10% der Energie eines gefüllten Benzintanks enthält und daher entsprechend weniger brandanfällig ist. Dazu kommt die feuerfeste Struktur der Batterie, die die Brandgefahr weiter reduziert. Er zitiert auch Statistiken, denen zufolge bei gewöhnlichen Fahrzeugen auf 20 Millionen gefahrene Meilen ein Auto-Brand kommt, während bei Elektroautos nur auf 100 Millionen gefahrene Meilen ein Brand kommt.

Update: Drittes Tesla Feuer

Anfang November tauchen Fotos von einem 3. Tesla Model S Brand auf

  • Ravenbird

    Es gibt nichts besseres als Elektroautos, die Reichweite kommt in den nächsten Jahren noch. Bald werden wir 1000 km am Stück fahren und nur wenige Minuten zum „auftanken“ benötigen.
    ABER: Woher nehmen wir den Strom, wenn 1 Million Elektroautos aufgeladen werden?
    Wir haben keine Wasserkraft (Dank den Grünen und Dichand).
    Wir haben kein Erdöl (ist eben so)
    Wir haben keine Atomkraft (vielleicht besser so)
    Wir haben ein paar hochsubventionierte, die Landschaft verschandelnde und krankmachende Windradeln (gute Lobby)
    aber sonst nichts.
    Die einzige Lösung wären Gasgeneratoren an Tankstellen, die den nötigen Starkstrom liefern und kaum Abgase produzieren. Sind die schon vorhanden oder wenigstens in Planung?
    Ich sehe schon die alten Zeiten wieder kommen, als das Fernsehbild der Röhrenfernseher bei Strommangel zusammengefallen ist (Lintschi, tritt schnölla, ’s Büdl foit z’somm).
    Wer wird treten? Die Grünen?

    • Michael

      Gerade Elektroautos bieten sich an, für den tagtäglichen Gebrauch zu Überschusszeiten den Strom aus der Photovoltaikproduktion zu ziehen.

      Erst heult man bei Photovoltaik, dass man die Energie nicht speichern kann, und dann beim Elektroauto, woher die Energie kommen soll. Liegt die Lösung nicht auf der Hand?

      Und die paarmal, die man dann die 1000 km wirklich am Stück fährt und somit aus anderen Quellen laden muss, machen noch keine Öko-Katastrophe.

  • Georg

    Der Tesla ist das zurzeit das beste Serien E-Auto der Welt.

    Ich sehe das positiv für Elektrofahrzeuge. Ein Verbrennungsmotorfahrzeug wär mit großer Wahrscheinlichkeit voll abgebrannt bevor die Feuerwehr davon erfahren hätte.

    Was die Meinung von Marcus Lang angeht.
    Ich denke wenn alle die selben Erwartungen bzw. Anforderungen an ein Auto stellen würden, müsste es nur eine Fahrzeug-Type geben. Die Realität ist jedoch eine Andere.
    Ein „normales“ auf dem Markt erhältliches E-Fahrzeug mit einer durchschnittlichen Reichweite von rund 100-130km hat als zweit-Fahrzeug für den täglichen Gebrauch z.B. Einkaufen, Freizeitaktivitäten etc. absolut seine Berechtigung.
    Pendelt jemand z.B. täglich von Krems nach Wien, hat dort einige Kundenbesuche zu tätigen, keine Lademöglichkeit und möchte anschließend wieder zurück nach Hause fahren, dann wird man das zurzeit nur mit einem Tesla schaffen.
    Ein E-Auto mit einem sogenannten Range-Extender ist meiner Meinung nach eine sehr zweifelhaft Technologie.
    Ich fahre vermutlich fast nur Kurzstrecke mit dem Fahrzeug und schleppe das ganze Jahr für vermutlich 10 „Fernfahrten“ einen Verbrennungsmotor herum den ich einerseits teuer kaufen darf, für den ich Steuer zahlen muss und der Servicekosten verursacht wie bei jedem Verbrennungsmotor Fahrzeug. Obendrein hab ich die Sicherheitsrisiken eines Benzin und eines E-Autos in einem Fahrzeug vereint!?
    Sehr viele Nachteile, nicht?

    Da kauf ich mir doch lieber ein „normales“ E-Auto und für die paar „Fernfahrten“ nehme ich mir ein Leihauto.
    Oder Ich fahre ständig weitere Strecken, dann rechnet sich eh der Tesla in einigen Jahren.
    In diesem Sinne, der Tesla Model S ist zurzeit definitiv das beste E-Auto der Welt aber – nicht für jeden ;-)

    • Marcus Lang

      Danke für Ihre Meinung! Was die Entscheidung zwischen „riesengroßem Akku“ und „mittlerem Akku + kleinem Range-Extender angeht“ seht ich alle Vorteile bei zweiterem! Warum?
      Mit einem Auto mit 150 km reiner E-Reichweite kann ich 90 % meiner Fahrten erledigen; mit einem Auto mit 350 km Reichweite (und mehr hat der Tesla real nicht) kann ich 95 % meiner Fahrten erledigen.
      Mit einem Auto mit E-Reichweite 150 km + Range-Extender kann ich 100% meiner Fahrten abdecken! Nach 300 – 400 km tanke ich einfach den Range-Extender nach, bei Langstrecken.
      Das reine E-Auto mit 150 km Reichweite wiegt 1200 – 1400 kg; Das E-Auto mit 350 km Reichweite wiegt 2000 kg (Tesla); Das Auto mit 150 km E-Reichweite + RangeExtender wiegt 1300 – 1500 kg.

      Das Fahrzeug, mit dem ich 100% meiner Strecken ganz problemlos (und ohne Reichweiten-Sorgen) abwickeln kann (und mit dem ich trotzdem noch 90% meiner Jahreskilometer günstig elektrisch zurücklege), ist mit 1300 – 1500 kg nicht schwerer als die heutige Kompaktklasse.
      Das große schwere Elektroauto für 350 km Reichweite (Tesla) wiegt 2000+ kg, braucht pro km deutlich mehr Strom als die anderen, und ist trotzdem nur für 95 % meiner jährlichen Strecken gut. Meine Bewertung: 2 von 5 Sternen! Dazu ist er nämlich auch noch am teuersten!!

    • Marcus Lang

      Eines vielleicht noch: Soweit ich informiert bin, zahlt man für die meisten Range Extender keine Steuer; Sie müssen nämlich nicht so stark sein, dass sie die Spitzenleistung des Fahrzeugs abdecken. Mit z.B. 40 PS Range Extender fällt keine motorbezogene Steuer an. Deshalb können diese „Range-Extender“ so klein, leicht und verhältnismäßig günstig sein.
      Die ~40 PS reichen, weil kurzzeitige Verbrauchsspitzen aus dem z.B. noch 25 % vollen Akku gesaugt werden. Z.B. auf der Autobahn beschleunigen –> Strom kommt aus dem Akku; Gleichmäßig dahinfahren –> R.Ex. liefert Strom für den E-Motor und lädt nebenher auch noch Akku auf. Deshalb ist das Fahren der meisten E-Autos im R.Ex.-Betrieb ganz gleich wie im reinen E-Betrieb. Die Durchschnittsleistung eines Autos liegt nämlich ohnehin bei 30 – 40 PS (Autobahn, sonst noch niedriger).

  • Autojoe

    Wieder einmal eine gute Gelegenheit E-Autos schlecht zu machen. Wie viele benzinbetriebene Autos brennen so unbemerkt täglich.

  • Weber

    Alles ist in Relation zu sehen. Im Vergelich zu früher (z.B.vor 30 Jahren) brennen heute Autos viel weniger. Und im Vergleich zu Verbrennern brennen E-Autos viel weniger. Sicherheit ist ein Statistischer Wert. 100% Sicherheit gibt es nicht. Aber 98% Sicherheit ist besser als z.B. 80% oder 90%. Und nur das zählt. Der Tesla S ist und bleibt das innovativste und beste Auto derzeit der Welt.

    • Marcus Lang

      Sehr geehrter Herr Weber! Es stimmt, der Tesla „Model S“ hat keinen Auspuff. Aber: Auch bei einem Elektroauto ist es nicht egal, wieviel oder wie wenig Strom es verbraucht. Wenn ein Auto wie der „Model S“ 2100 kg wiegt, verwundert es nicht, dass er viele kWh pro 100 km verbraucht. 2,1 t durch die Gegend zu karren ist nie eine gute Idee – egal ob bei einem Elektroauto oder einem Auto mit anderem Antrieb
      Wenn ein Auto (wie z.B. der Model S im Winter) mit 80 kWh nur mehr 250 km weit kommt, dann muß im Kraftwerk zur Herstellung dieses Stroms mehr Treibstoff verbrannt werden, als bei einer Benzin-Limousine mit demselben Platzangebot. Dann bleibt noch der Nachteil, dass beim Model S ca. 500 kg Akku erzeugt, mitgeschleppt und nbei Verschrottung wieder entsorgt werden müssen.

      Andere E-Konzepte kommen mit weniger Akku aus, decken aber die 10% der Fahrten, die über die E-REichweite hinausgehen, mit einem Range-Extender ab. Warum ist das genial mMn (im Gegensatz zum „nicht so genialen“ Model S Konzept)? So ein E-Fahrzeug mit 150 km Reichweite + kleinem leichtem Range-Extender wiegt statt 2100 kg nur 1300 – 1500 kg, braucht pro km weniger Strom, es fällt nur ein Bruchteil der zu entsorgenden Batterie an; Bei den 5 Langstreckenfahrten, die man im Durchschnitt übers Jahr macht, brauche ich z.B. am Urlaubsort NICHT auf Steckdosensuche gehen – weil ich die paar Hundert km mit dem Range-Extender überbrücke; Ich brauche NICHT 80.000$ für so ein Elektroauto zahlen (wie beim Model S), sondern nur ca. 30.000 – 35.000 €.

      Das sind einige der Gründe, warum ich das „Model S“ persönlich nicht annähernd für das beste Auto halte!

  • Uli

    Was soll die Aufregung. Ein Unfall zieht Beschädigungen nach sich. Na und? Es gab keinen Personenschaden, und das Feuer konnte gelöscht werden. Ich verstehe nicht, was daraus abgeleitet werden könnte. Alles hat Vor- und Nachteile. Auch dieses Auto ist ein Kompromiss. Ein guter, wie mir scheint.

  • Marcus Lang

    Trotzdem seltsam, dass man einen Teil der Akkus in der Knautschzone platziert, wenn doch offenbar bekannt ist, dass im Fall einer Verformung ein Brand entsteht.
    Rein optisch hat der Brand nicht so ausgesehen, als wäre er von einem Vollbrand weit weg gewesen …
    Der Tank eines Fahrzeugs wird jedenfalls nicht in der Knautschzone platziert.

  • Roman

    http://www.wreckedexotics.com

    Lamborghinis brennen viel öfters und da regt sich keiner auf. Für die Erdöl-Lobby ist da natürlich ein gefundenes Fressen, wenn ein Elektroauto abbrennt.

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