elon musk
 

Teslas Autopilot: Elon Musk will „Möglichkeiten minimieren, dass die Leute verrückte Sachen anstellen“

Elon Musk reagiert auf Negativ-Berichte: „Zusätzliche Einschränkungen“ sollen verhindern, dass „die Leute verrückte Sachen mit Teslas Autopiloten anstellen“.

05.11.2015 Online Redaktion

Seit 3 Wochen ist Teslas Autopilot-Feature für die Besitzer eines Model S als Software-Update erhältlich. Im Internet kursieren zahlreiche Erfahrungsberichte, aber auch „Schock-Videos“: Eines davon trägt beispielsweise den Titel „Teslas Autopilot hat versucht, mich zu töten“ und zeigt, wie der Autopilot plötzlich auf die Gegenfahrbahn steuert und ein Crash nur durch das Eingreifen des Fahrers verhindert werden kann.

„Ziemlich verrückte Videos“

Wie Ars technica berichtet, nahm Tesla-CEO Elon Musk im Rahmen eines Events nun Stellung zu diversen „ziemlich verrückten Videos“, die seit dem Software-Update auf YouTube kursieren. „Das ist nicht gut“, fasste der 44-jährige die Situation zusammen. „[Der Autopilot] wurde als Beta-Version beschrieben. Das System wird mit der Zeit dazu lernen und besser werden, und das ist genau das, was es gerade tut. Es wird sich in einigen Monaten deutlich verfeinert anfühlen“, so Musk.

„Zusätzliche Einschränkungen“

Um die „Möglichkeiten zu minimieren, dass die Leute verrückte Sachen [mit dem Autopiloten] anstellen“, will Musk weiter einschränken, wann der Autopilot aktiviert werden kann. Zukünftig soll der Autopilot also nicht mehr in allen Situationen nutzbar sein, in denen dies derzeit möglich ist. Wann genau diese „zusätzlichen Einschränkungen“ in Kraft treten und wie genau sie aussehen werden, verriet Musk allerdings nicht.

„Viele Unfälle verhindert, keine verursacht“

In etwa 40.000 Tesla Model S sei der Autopilot-Modus derzeit verfügbar, so Musk weiter. Diese 40.000 Autos würden täglich etwa eine Million Meilen zurücklegen. Die ersten Daten, die nach der Einführung der Autopilot-Funktion gesammelt werden konnten, wären durchaus positiv: „Wir wissen von zahlreichen Unfällen, die vom Autopiloten verhindert werden konnten – aber wir wissen von keinen, die von ihm verursacht wurden.“ Tesla empfiehlt, bei aktiviertem Autopiloten stets die Hände am Steuer zu lassen – das System funktioniert aber auch, wenn der Fahrer das nicht tut.

  • Teki

    Der Lenkassistent funktioniert so gut, dass man fast keine Angst mehr haben muss. Unglaublich, bin selbst schon mehr als 100 km am Stück gefahren, ohne zu lenken oder Pedale zu benutzen.

    http://efahrungen.blogspot.co.at/2015/11/der-lenkassistent-des-autopilotenpakts.html

    Das obige Video scheint überhaupt gefakt zu sein und man sieht eigentlich nicht mal was er tut, weil plötzlich die Kamera wegschwenkt. Da gibt’s aber schon genug Kommentare beim Originalvideo auf You-Tube.

    • Marcus

      Man muss „fast keine Angst mehr haben“? Eine beeindruckende Funktion!

    • Teki

      Fast keine Angst mehr haben muss, das Lenkrad loszulassen, selbst wenn man es nicht darf/soll. Man gewinnt extrem schnell Vertrauen.
      Das Problem sind nur andere Fahrer, die keine Abstand halten, Drängeln, sich reinzwängen …. vollkommen autonomes Fahren wird nur funktionieren, wenn ALLE autonom fahren und die Geschwindigkeiten und Abstände passen. Mit Deutschen Verhältnissen, wo jemand von hinten mit 300 km/h kommen könnte, ist es eigentlich unmöglich und wird noch lange teilautonom bleiben. Aber das Tesla-System ist absolut überwältigend gut.

    • Marcus

      „dieser ‚Autopilot‘ würde nur funktionieren, wenn alle autonom fahren würden“: Dieser Satz ist das Eingeständnis, dass er nicht tauglich ist für den Straßenverkehr.
      Wenn das System in 99 von 100 Situationen adäquat reagiert, bedeutet das Folgendes: Auf 99 Fahrten wähnt Sie dieses System in Sicherheit, bei der statistisch 100. Fahrt bringt es Sie um (oder in eine SEHR brenzlige Lage). Deshalb ist bei sicherheitsrelevanten Funktionen 99 % halt einfach VIEL zu wenig. 99 % bedeutet, dass das Zeug überhaupt nicht taugt. Viel Glück! (oder besser: schalten Sie es aus!

    • Teki

      ich spreche nicht vom Lenkassistenten von Tesla, es gibt noch kein Autopilotsystem das funktioniert.
      Allgemein wird EIN Autopilotsystem vermutlich erst gut funktionieren, wenn alle so fahren – der Faktor Mensch ist das eigentliche Problem, wie ich jeden Tag im Verkehr sehe.
      Tesla bietet ein phänomenal gutes Lenk- und Spurhalteassistenzsystem im Rahmen eine „Autopilot“-Paktes an.
      Aber das menschliche Autofahren ist leider das gefährlichste, sonst würden nicht jährlich 1.250.000 Menschen im Verkehr getötet, Verletzte vermutlich noch mal 10 oder so.

    • Marcus

      Ihre ganz persönlichen Überlebenschancen sind höher, wenn Sie die Finger davon lassen. Im Video lenkt das System auf die Gegenspur, wo erst vier Sekunden vorher ein Auto entgegengekommen ist (ein Abstandsradar hätte das bemerkt, wenn es vernünftig programmiert wäre). Aber sogar Google’s wirklich ausgezeichnetes Autopilot System wurde statistisch 9x öfter in einen Unfall verwickelt, als ein menschlicher Fahrer. Ich bin gerne bereit, eines Tages das Kommando über mein Auto zeitweise einem ausgereiften System zu überlassen. Aber nur wegen des „Fortschritts“ heute als Versuchskaninchen? Nur bei einem ausgiebig getesteten System, das auch mit den Unbillen des realen, tagtäglichen Verkehrs klarkommt!

    • Teki

      In dem Video sieht man eigentlich gar nichts, nur ein abschweifen der Kamera. Der Kerl ist für sowas bekannt und eher ein Troll.
      Das System lenkt gar nicht. Da ich selbst viel so fahre um zu testen, vermute ich was möglicherweise passiert ist, er hat gespürt, dass das Auto nicht mehr nach rechts lenkt, als ihm lieb gewesen wäre und reißt das Lenkrad selbst ein wenig nach rechts.
      Ich sehe mich nicht als Versuchskaninchens, sondern als Teil eines gigantischen Projekts, das durch Schwarmintelligenz jede Minute besser wird. Und im Rahmen dessen, wie die Funktionen verwendbar sind, funktionieren sie einwandfrei.
      Ich bin ein Anhänger von Selbstverantwortung und freue mich, dass es sowas noch gibt. Dass dies ausgerechnet von einem amerikanischen Unternehmen wieder aufgegriffen wird, war fast nicht zu erwarten, ist aber um so erfreulicher.

    • Marcus

      Ist schon interessant, was für Wortschöpfungen sich die Marketing-Fritzen ausdenken, nur um das Fehlen von sauberer Entwicklung und ausgiebigen Tests zu entschuldigen: „Schwarmintelligenz“. Und das glauben Sie dem Schwindler Musk? Wenn Sie also jemanden im Straßenverkehr abräumen oder bei einem Unfall – durch das System mitverursacht – verletzt werden oder ums Leben kommen, dann soll dadurch die Entwicklungsarbeit (zum Teil) nachgeholt werden, für die der Milliardär Zeit und Geld nicht aufwenden wollte. Ich muss sagen: Dieser Musk ist wirklich ein Wohltäter!?

  • Marcus

    Um (wie bei Tesla üblich) die Entwicklungskosten gering zu halten (sonst müssten sie am Ende – wie alle anderen Hersteller – zusätzlich zur Frontkamera ein Abstandsradar einbauen), könnte Musk die Funktion ganz einfach umbenennen. Wie wäre es mit „send me to heaven“?

    • Abstandsradar ist doch eingebaut, die Funktion hatte das Auto ja schon vorher. Jetzt greift es eben zusätzlich in die Lenkung ein.

  • Nic Megert

    Es ist wie mit allem im Leben, 0,5% der Menschen sind nun mal Dämlich. Das Problem ist oft dieses, das alle anderen mit Verbote und Restriktionen belegt werden um diese 0,5% am Leben zu erhalten!
    Der Autopilot wurde für Autobahn und Schnellstrassen entwickelt. Hier funktioniert er absolut zuverlässig!
    Wenn dann Leute diesen auf Bergstrassen und Innerorts verwenden, ist klar das es vorkommen kann das er sich ausschaltet. Mit Versuchskaninchen hat dass nichts zu tun, man nennt es Vortschritt.

    • Marcus

      Ich würde Fortschritt mit „F“ schreiben.
      Aber ehrlich: Die hochtrabend „Autopilot“ genannte Funktion soll ja nur verwendet werden, während man die Hände am Lenkrad hat. Und man soll dabei aufmerksam bleiben. Und nur auf Richtungsfahrbahnen (Autobahn). Und auf tiefstehende Sonne reagiert es sehr empfindlich (weil rein optisch). Statt also ein Fahren mit geringerer Fahrer-Aufmerksamkeit zu ermöglichen, muss der Fahrer darauf gefasst sein, dass er Fehlfunktionen des Systems korrigiert (z.B. unerwünschte Spurwechsel). Der Einsatzbereich wird damit sehr schmal, um es höflich auszudrücken…
      Um es anders zu formulieren: Bei diesem Entwicklungsgrad würde z.B. Mercedes so etwas nicht auf den Markt bringen. Man würde darauf hinweisen, dass die Entwicklung des System noch nicht abgeschlossen ist, noch nicht markttauglich.

    • Teki

      dann wird Mercedes ewig warten … Autonomes Fahren kann nicht im Labor entwickelt werden und dann von einem Tag auf den anderen funktionieren.

    • Marcus

      Was spricht dagegen, eine sicherheitsrelevante Funktion wie diesen Spurhalte-Assistenten ausgiebig zu testen (im Labor und auf der Straße), bevor man sie auf den Kunden loslässt?
      Was meinen Sie, wie intensiv Bosch das ABS, Mercedes den Airbag und das ESP, Volvo den Seitenaufprallschutz, usw. usw. getestet haben?
      Aber wie kann jemand so bescheuert sein, einen Spurhalteassistenten (der, wie zig Videos beweisen, nur unter Idealbedingungen funktioniert) ‚Autopilot‘ zu taufen und ihn für 2000,- oder mehr als ‚Autopilot‘ zu verkaufen. Das kann keine seriöse Autofirma sein. Ach ja, wir reden ja von Herrn Musk…

    • Teki

      Der wurde ja getestet und funktioniert ja auch einwandfrei. Darum sind ja so dumme Videos unnötig, wo jemand sich auch nicht an die Vorgaben hält.
      So wie Sie im zweiten Absatz schreiben ist es ja auch nicht! Die Funktion nennt sich „Lenkassistent“ und ist ein Teil von mehreren im Rahmen des Autopilotpaketes. Sie können auch alle Funktionen im Menü einzeln aktiveren oder deaktivieren.
      Einen Spurhalteassistenten gibt es im Autopilotpaket auch, aber das ist die Funktion, die durch leises Brummen das Überfahren von Mittellinie anzeigt.
      Sie sollten sich vielleicht einmal informieren, bevor Sie schreiben. Aber klar, das tut kaum wer.
      Um EUR 2.000,00 wird das Autopaket mit allen auch zukünftigen Updates verkauft. Das ist eigentlich eine wahre Okkasion verglichen mit einzelnen (dafür aber nicht onlinefähigen) Techpaketen bei BMW & Co.
      Un

    • Marcus

      Mercedes testet bereits autonom fahrende Actros-LKW. Da muss man wirklich alle Eventualitäten abdecken, das ist ein sehr komplexes Thema. Grundsätzlich kann man Radar, Kameras, Infrarot-Kameras und noch einige mehr verwenden. Trotz all dieser Technik braucht es noch viel Erprobung, damit so ein Brummi wirklich sicher fährt. Wenn der ‚S‘ von Tesla doch wenigstens so weit wäre! Das ist denen aber wurscht. Was täten die nicht alles für die billige Schlagzeile/Lüge „wir fahren jetzt schon autonom“. Und wenn es jemand ausprobiert, heißt es „haben Sie das Kleingedruckte nicht gelesen?“.

  • a

    F. U. Mr. Musk !!!!
    Wir sind keine Versuchskaninchen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Gatanis

      Gott bewahre, dass der Mensch intelligent und eigenverantwortlich handelt. Aber nein, wegen ein paar Deppen, die alle Hinweise, die es bei erstmaliger Aktivierung des Autopiloten gibt, missachten, drehen alle durch und reden von so Blödsinn wie „Versuchskaninchen“.
      Ja, der Autopilot schaltet sich mit einem Warnton ab, wenn er die Straßenführung nicht mehr erkennt. Vornehmlich auf unübersichtlichen Landstraßen mit Berg- und Tal-Verlauf und schlechter Straßenbemalung. Wer in so einer Situation die Hände komplett vom Lenkrad nimmt und sich dann erschrickt, weil der Autopilot sich _abschaltet_ und dann auch noch glaubt, das Auto hätte versucht ihn umzubringen, nur weil es steuerlos Richtung Gegenspur gedriftet ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
      Natürlich lässt die deutsche Presse keine Gelegenheit aus, solche Ereignisse medienwirksam maximal negativ darzustellen, und so mancher Depp glaubt das auch noch.

    • Teki

      Noch dazu ist das ganze Video vermutlich fake. Man sieht ja nicht mal was passiert – er tut so als müsste er gegenlenken, damit er nicht „stirbt“, aber eigentlich sieht man nur eine wegschwenkende Kamera – sonst nichts – der Rest ist eigentlich Phantasie.

    • Konrad

      Vollkommen richtig!
      Herzlichen Dank für Ihren Beitrag, dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.
      Niemals sollte man glauben das etwas idiotensicher ist, denn Idioten werden immer einen Weg finden etwas zu Ruinieren.

    • Marcus

      Entschuldigung: Warum heißt es Autopilot, wenn es doch eine Art Spurhaltefunktion für Autobahnen sein soll? Die Straßenführung im Video ist nicht „brettel-eben“, aber von „unübersichtlich“ keine Spur! Waren Sie schon mal auf einer deutschen Autobahn? Dort sind ähnliche Kuppen keine Seltenheit! Dass die US Behörden es zulassen, dass sowas auf den Markt kommt, ist ein Skandal!

    • Gatanis

      Entschuldigen Sie, aber Sie haben das Video anscheinend nie vollständig gesehen, aus dem sehr wohl ersichtlich wird, dass es fast schon achterbahnmäßig bergauf, bergrunter und in Schlangenlinien links und rechts geht. Also weit, weit, weiiiit entfernt von autobahnähnlichen Zuständen. Genau genommen das krasse Gegenteil dazu.
      Was für Sie da „ähnlich“ sein soll, ist mir völlig schleierhaft.
      Natürlich wurden wesentliche Teile des Videos, die diesen Eindruck bestätigen, weggeschnitten, damit Leute wie Sie hübsch darauf reinfallen.

      Jetzt schauen Sie sich bitte erst einmal stundenlang Videos zu wirklichen Autobahn/Highway-Fahrten an (ja, so lange fährt man problemlos mit dem Autopilot: stundenlang!).

      Und dann reden wir weiter.
      P.S: Die ersten deutschen Erfahrungsberichten mit 4 Stunden und mehr Autobahnfahrt bei der nur zum Aufladen angehalten wurde, gibt es auch schon. Sogar 1000km wurden bereits durchgehend mit Autopilot abgespult. Ohne Probleme!

pixel