Tesla bei der Vienna Autoshow
2014 wird ein Absatzsprung von 55 Prozent für das Model S erwartet.
 

Tesla mit überraschend hohem Gewinn

Der US-Elektroautohersteller Tesla rechnet 2014 mit einem Absatzzuwachs von 55 Prozent für das Model S.

20.02.2014 APA

Beim US-Elektroautobauer Tesla läuft es derzeit prächtig, die Amerikaner überraschen mit höherem Gewinn, als erwartet und verkünden ehrgeizige Expansionspläne. Die Anleger freut’s. Im vergangenen vierten Quartal verdiente das Unternehmen nach Angaben vom Mittwoch vor Sonderposten 46 Mio. Dollar (33,47 Mio. Euro) – deutlich mehr als von Analysten erwartet. Einschließlich der Sonderposten ging der Nettoverlust von 90 Mio. auf gut 16 Mio. Dollar zurück.

Plus 55 Prozent bei Model S erwartet

Heuer erwartet das Management einen Absatzsprung von 55 Prozent für das Model S. 2013 verkaufte Tesla von dem E-Auto, das in der günstigsten Variante 70.000 Dollar kostet, knapp 22.500 Stück.

Kein Imageschaden durch Brände

Nicht einmal Berichte über Brände bei dem rund 200 Stundenkilometer schnellen Auto hielten die Fans vom Kauf ab. Bei Unfällen in den USA hatten Metallgegenstände auf der Fahrbahn die im Boden verbauten Batterien beschädigt. Musk hatte unter Berufung auf Statistiken erklärt, das Model S sei sicherer als Autos mit Verbrennungsmotor.

Tesla Model S seit Mitte 2012 auf dem Markt

Tesla hatte das sportliche Model S Mitte 2012 auf den Markt gebracht und im ersten Jahr 2.650-mal ausgeliefert. Für das vergangene Jahr hatte Musk ursprünglich 20.000 verkaufte Fahrzeuge angepeilt. Durch den besseren Absatz verfünffachte sich der Umsatz auf 2,0 Mrd. Dollar, der Verlust schrumpfte im gleichen Maße auf unterm Strich 74 Mio. Dollar.

Tesla ist knapp 25 Mrd. Dollar wert

Am Aktienmarkt reagierten Investoren begeistert. Im nachbörslichen Handel schoss die Tesla-Aktie um knapp zwölf Prozent in die Höhe. Am Dienstag waren die Titel auf ein Rekordhoch geklettert, nachdem die Zeitung „San Francisco Chronicle“ berichtete hatte, dass Firmengründer Elon Musk sich bereits 2013 mit dem für Übernahmen zuständigen Apple-Manager Adrian Perica getroffen habe. An der Börse ist Tesla mittlerweile fast 25 Mrd. Dollar schwer, das ist etwas weniger als halb so viel wie die Opel-Mutter General Motors. Analysten und Investoren diskutieren erhitzt darüber, ob dieses Volumen für das im Jahr 2003 gegründete Unternehmen gerechtfertigt ist.

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  • Ravenbird

    Vielleicht liegt es daran, daß der Führungsapparat schlank gehalten wird?
    Ich habe das Gefühl, daß besonders bei europäischen Autobauern die Dynastien an der Spitze das meiste Geld für private Lustbarkeiten abziehen und die Modelle künstlich verteuern, weil die Menschen hierzulande der irrigen Meinung sind, daß nur das gut wäre, das teuer ist?
    Das beweist die Preisgestaltung bei VW Golf und Opel Kadett-Astra. Nur wenn der Golf ein wenig teurer ist als der Opel, kaufen ihn die Leute – das hat eine Umfrage in den achtziger Jahren dvJ ergeben. Irre, aber es ist so.
    Und wenn ich bedenke, daß die Herstellung eines BMW 7ers nur ein paar Euro mehr kostet als die eines 3ers, wissen wir, welche Margen möglich sind, selbst wenn man die Entwicklungskosten abzieht.
    Wir könnten mit der europäischen Wirtschaftskraft alle Menschen in der EU gut ernähren, wenn an der Spitze der Konzerne und der Politik die Blutsauger sitzen würden, die das Kapital den Menschen vorenthalten.
    DAS beweist mir Tesla.

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