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Ab 20.11. gilt in weiten Teilen Tirols: runter vom Gas. © BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
 

Ab morgen dauert’s auf Tiroler Autobahnen etwas länger: Tempo 100 kehrt ein

Maßnahme der Grünen soll helfen, das „Sektorale Fahrverbot“ für Lkw wiederzuerlangen.

19.11.2014 APA

Auf weiten Teilen der Tiroler Inntalautobahn (A12) und der Brennerautobahn (A13) gilt ab Donnerstag die permanente Tempo-100-Beschränkung für Pkw. Die Geschwindigkeitsbeschränkung besteht auf der A12 von Kufstein bis Zirl bzw. von Karrösten bis Zams im Tiroler Oberland sowie auf der Brennerautobahn von Innsbruck bis Schönberg.

Grüne wollen sektorales Fahrverbot für Lkw zurück

Die Maßnahme war im Vorfeld heftig umstritten. Die Tiroler ÖVP hatte sich lange gegen ein solches generelles Tempolimit ausgesprochen. Der Grüne Koalitionspartner drängte jedoch darauf. Der „100er“ soll mithelfen, das vom Europäischen Gerichtshof aufgehobene „Sektorale Fahrverbot“ für Lkw mit bestimmten Gütern wiederzuerlangen.

Die Meldung von der Homepage der Tiroler Grünen: 

„Dass der Anteil des Schienentransits durch Tirol im Jahr 2014 stärker steigt als jener auf der Straße, ist ein gutes Zeichen“, sagt heute der GRÜNE Verkehrssprecher Hermann Weratschnig zu den veröffentlichten Zahlen zur Rollenden Landstraße. Ziel der GRÜNEN sei aber selbstverständlich neben dem Plus auf der Schiene ein Minus auf der Straße. „Dafür haben wir im Juni ein Paket vorgelegt, dass die größte Transitentlastung der TirolerInnen seit dem EU-Beitritt ermöglicht.“ Die Halbjahresbilanz der Rail Cargo, die für die Abwicklung der Rollenden Landstraße zwischen Wörgl und Brenner bzw. Wörgl und Trento verantwortlich ist, hat eine Steigerung der Gütertransporte auf der Schiene um 14% ausgewiesen, gleichzeitig ist im Vergleich der ersten Halbjahre 2013 und 2014 der Straßentransit um 7% gestiegen. 

„Der Turbo gegen den Tiroler Transit ist gezündet“, betont Hermann Weratschnig. Im Oktober 2014 wird als Vorleistung ein fixes Tempo 100 auf Teilen der Inntal- und der Brennerautobahn eingeführt, Ende 2015 ist die Wiedereinführung des sektoralen LKW-Fahrverbots vorgesehen. Tirol habe sich an die Vorgaben gehalten, die die EU-Kommission für die Wiedereinführung des sektoralen Fahrverbots gehalten. Im Dezember 2010 war das sektorale LKW-Fahrverbot unter anderem deswegen vom EUGH gekippt worden, weil nicht alle gelinderen Maßnahmen im Kompetenzbereich des Landes ergriffen worden sind. Das sektorale Fahrverbot soll gemeinsam mit einem Stufenplan für LKW-Euroklassen-Verbote und mit einer Umrüstungsförderung die Verlagerung von der Straße auf die Schiene bzw. auf umweltschonendere Fahrzeuge vorantreiben. „Wir haben die Rezepte für bessere Luft in den Tiroler Tälern“, so Hermann Weratschnig abschließend.Quelle: Die Grünen Tirol

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  • Ch.V.

    Absolut schwachsinnig und nur ökofaschistoid. Beim PKW bringt’s wirklich nichts und die LKW erreichen 100 niemals. Aber es ist symptomatisch, daß nunmehr sogar auch ein Elektroauto den Luft-100er überschritten hat und der Fahrer bestraft wird. Weil er damit aus einem Kraftwerk zu viel Strom gezogen hat?
    Daß die Europäischen Bahnverwaltungen endlich einmal zusammengeschlossen werden, um einen effektiven Güterverkehr als Alternative zu organisieren, darauf kommt bei den Kleinbahnspielern auch wohl keiner?
    Dafür werden uns immer wieder pseudoökologische Verbote und Unterdrückungsmaßnahmen aufgedrückt, obwohl die Mehrheit diese solches vertetende Partei nicht gewählt hat – siehe Wien, das nun systematisch unbewohnbar gemacht wird.
    Wie früher von den Hohepriestern werden dem Volk unter Androhung von biblischen Strafen (Klima-Sekte) sinnlose Verbote und Opfer auferlegt. Und dann wundert man sich, wenn keiner Autos kaufen und die Wirtschaft ankurbeln will. Ich erinnere an den Finanzminister, der vor einigen Jahren sagte, daß er sich zwar über den Rückgang des Rauchens freue, aber daß ihn die Raucher mit ihren beitragen zum finanhaushalt nicht im Stich lassen sollten… So wird Österreich ruiniert und wenigstens in Folge das Sozialempfänger-Kartenhaus schneller zusammenfallen.
    Wenn ihr die letzte freie Straße zu Tode reglementiert habt, dann werdet ihr erkennen, daß es sich nicht lohnt, in eurer „schonen, neuen pseudoökologischen Welt zu leben – und es sich eh keiner mehr leisten kann.

    • Ch.V.

      Wer bei Nacht und Schlechtwetter nicht normal fahren kann, darf auch langsam rechts (bitte nicht ewig in der Mitte) fahren, man braucht aber nicht die aufhalten, die normal und umsichtig autofahren können.
      Schon wieder soll man nach unten nivellieren, sehr kakanisch.

  • Roman Reisinger

    Sollte man in ganz Österreich einführen die 100 auf Autobahnen und 80 auf Bundesstrassen, zumindestens bei Nacht oder Schlechtwetter gehörte das – so wie in Italien.
    Aus reinen Sicherheitsüberlegungen heraus !
    Die 50er Feinstaubbeschränkung auf Überlandstrassen, beispielsweise im Bundesland Wien wo auch noch 30er Zonen verordnet werden, wenn links und rechts ein Acker liegt, das ist schon purer populistischer Unfug.

  • SBG

    Wer, bitte gibt dieser „Fahrradpartei“ solche Macht, dass solche widersinnigen Maßnahmen gesetzt werden können???
    War da nicht gerade vor ein paar Monaten auch so ein „Grün“-Spatz in Salzburg-Stadt, welcher sich da mit Tempo 80 auf der Autobahn – neben dem sinnlosen IGL-100-er – äußerst unbeliebt gemacht hat.
    Bis auf ein paar € mehr an zusätzlicher Strafgelder und verärgerten Autofahrern ist da nichts verbessert worden!)

    • Rudolf Hawaranek

      Es ist gut, wenn der sinnlosen Raserei auf Autobahnen wenigstens sektoral Einhalt geboten wird. Die Umwelt wird durch weniger Abgase und die Brieftasche durch geringere Spritkosten geschont. Obendrein wird die Häufigkeit und Schwere von Unfällen reduziert, also letztenendes Menschenleben gerettet. Schauen wir nach Amerika. Nehmen wir uns ein Beispiel, wie man dort mit 50 Meilen pro Stunde stressfrei mit Automatik und Tempomat unterwegs ist. Bei uns hingegen, ein Volk von undisziplinierten Rasern die unter dem Stress der vielgeliebten manuellen Schaltgetriebe, dauernd unnötig dumm herumkuppelnd, schaltend, gasgebend und bremsend die Straßen unsicher machen und sich in derlei Foren mit Argumentationsweisen von vorgestern tummeln.

  • Thomas K

    Was bitte bringt Tempo 100 für LKW? Die dürfen eh nur 80 fahren! Das trifft wiedermal nur den PKW Verkehr. Es gibt mind. genau so viele Studien gegen Tempo 100 auf Autobahnen wie die Grünen dafür erfinden.
    Berufliche Vielfahrer wie ich müssen dann auf extra bezahlten Autobahnen mit neuen, modernen, spritsparenden Autos dahinzuckeln …
    In den Städten darf man nicht mehr fahren, geschweige denn parken, außer man zahlt zusätzlich in irgendeinen Topf – willst fahren (dann aber nur mehr Bio), zahlst … willst parken, zahlst … nur mehr zahlen, zahlen, zahlen, … und die Verkehrsclubs schauen weg! Bei denen darfst auch nur mehr zahlen!
    das beginnt ja schon beim Autokauf, zahlst … zur Erhaltung des lieben Kfz, zahlst …
    Da sieht man wieder wie gut durchdacht die Grünen ihre Themen angehen.

    Ganz ehrlich – macht sich keine Sau mehr in Österreich darüber Gedanken wohin all dieses viele, viele, viele Geld fließt!!!???

    Unsere Politiker scheffeln fürs nix tun (oder nur populistischen Sch…) Geld wie Heu und wir haben außer 70 Stunden Arbeitswochen und Steuerbelstungen kein Geld mehr für zB Ausbildung der Kinder, Familienurlaub, geschweige denn zu sparen, denn das, was nach Steuer übrig bleibt, kostet der Alltag – selbst mit 2fachem guten Familieneinkommen!

    … gibt es in diesem Land nur mehr ja sager??????
    …wachts doch endlich auf!!!

  • Christian A.

    Weniger Verkehr auf den Straßen?

    Und was macht die ÖBB mit den Autoresezügen Wien-Innsbruck-Feldkirch; Wien-Lienz
    Antwort: Sie werden alle gestrichen und eingestellt.

    Da bringt Tempo 100 auch keinen Vorteil mehr

  • Franz A.

    Tolle Aktion!
    Die Tiroler haben den Verkehr auf Ihren Strassen um wenigstens ein Auto reduziert: meines.
    Wir werden gut aufeinander verzichten koennen.

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