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Die Technik im neuen Porsche Panamera

Viel Technik gibt’s im neuen Porsche Panamera. Das Topmodell kommt mit 550 PS daher und zeigt was es heißt eine richtig starke Luxuslimousine zu sein.

20.07.2016 Press Inform

Nach 7 Minuten und 38 Sekunden war die Fahrt dann zu Ende und die schnellste Runde für den neuen Porsche Panamera auf der Nordschleife eingefahren. Von hinten wirkt der 5,05 Meter lange Panamera ohnehin wie ein 911er und beinahe fährt er sich sogar so. Und das, obwohl hinter dem auf Wunsch auf Massagesitzen thronenden Fahrer und seinem Beifahrer noch zwei weitere Fahrgäste auf komfortablen Sportsitzen um jedes Eck gezirkelt werden.

Hinterachslenkung beim neuen Porsche Panamera

Der von Anfang an mit drei verschiedenen Motorisierungen erhältliche Porsche Panamera lässt in seinem Topmodell 550 PS per Allradantrieb auf die Straße. Allein der Sprint auf Tempo 100 per Launch Control zimmert den Insassen innerhalb von 3,4 Sekunden einen Ausdruck ins Gesicht, der entweder pure Ekstase oder eine herannahende Ohnmacht beschreibt. Das ist allerdings völlig egal, da die Gesichtsmuskeln bereits in der ersten scharf gefahrenen Kurve dank der hohen Querbeschleunigung Mühe und Not haben, die Haut und alles was daran hängt, von der Seitenscheibe fern zu halten. Die optionale Hinterachslenkung sorgt im Zusammenspiel mit der auf Sport Plus eingestellten Traktionskontrolle für eine ungeahnte Kurvenstabilität während es den Gasfuß schon wieder nach dem nächsten Einsatzbefehl dürstet.

Acht Zylinder in V-Formation
© Bild: Werk

Acht Zylinder in V-Formation

Der Heckspoiler

Wann Tempo 90 beziehungsweise 205 erreicht sind, lässt sich von den Beifahrern nicht nur auf dem digitalen Tacho ablesen, sondern viel leichter auf dem 12,5 Zoll großen berührungsempfindlichen Bildschirm in der Mittelkonsole. Denn genau dann erhebt sich der filigran und zugleich aber auch irgendwie martialisch wirkende Heckspoiler aus seinem Versteck – was wiederum auf dem Display angezeigt wird. Erst, um den Spritverbrauch durch eine ökonomischere Aerodynamik zu senken – dann um den Hintern und seine beiden 315er-Walzen auf den Asphalt zu pressen. 20 Kilogramm Abtrieb werden hier unterm Strich erreicht.

Porsche-Panamera-spoiler
© Bild: YouTube

Premiere bei den Bremsen und Motor(sound)anlage

Sowohl die Serienbremse, als auch die optionale Keramik-Zehnkolben-Bremsanlage verzichten zum ersten Mal auf die Verwendung von Kupfer innerhalb der Bremsbeläge. Gleichzeitig ist das Bremsgefühl verbessert und der Pedalweg verkürzt worden. Wem unterdessen der Sound der vierflutigen Abgasanlage nicht reicht, der kann, wie schon zuvor, per Fingerbefehl ein wenig nachhelfen. Dafür muss der Panamera-Fahrer allerdings erst einmal wissen, wo er denn die eindrucksvoll klingende Burmester-Soundanlage aktiviert. Dieser Schalter, beziehungsweise nahezu alle Schalter sind aus dem Cockpit verschwunden. Das neue Infotainmentsystem mit der Möglichkeit aktuell sich nur mit einem Apple-Smartphone zu verbinden, beherbergt neben Google Maps und zahlreichen weiteren Applikationen jetzt auch eben jene, für viele Porschefahrer existentielle Sportabgasanlagen-Aktivierung. Nur gut, dass diese Taste als Shortcut im 12,5 Zoll-Touchscreen konfiguriert werden kann und somit stets bedienbar ist.

Ein Dreikammer-Luftfederbein der Adaptiven Luftfederung
© Bild: Werk

Ein Dreikammer-Luftfederbein der Adaptiven Luftfederung

Vorübergehende Zylinderabschaltung

Neben den neuen Motoren, die aus Spritspargründen entweder vier von acht Zylindern ab und an pausieren, oder bei drei von sechs Zylindern einfach mal die Ventile geschlossen lassen, sorgen noch weitere Neuheiten für staunende Blicke. Da wäre zum einen das erste Porsche-Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe im Panamera, das sowohl in der aktuellen Motorenpalette, als auch bei den kommenden Hybridversionen zum Einsatz kommen wird. Die Höchstgeschwindigkeit wird hier bereits im sechsten Gang erzielt. Der siebte und achte Gang sind als drehzahlsenkende Overdrive-Stufen ausgelegt. Zum anderen zeigt der neue Panamera anhand seiner InnoDrive-Technik schon jetzt auf, wie sich Porsche als Sportwagenschmiede dem Thema autonomes Fahren nähert. Ob ein Sportwagenfahrer tatsächlich seinem Fahrzeug das Abbremsen und Beschleunigen sowie die korrekte Gangwahl nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auf der Landstraße überlassen möchte, sei einmal dahingestellt.

  • Sam

    Funktioniert die Hinterachslenkung (oben am Bild) nicht eigentlich anders herum? also rechts langsam, links schnell?

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