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Beinahe no Nonsense – Suzuki Swift Special Edition

Mit etwas Rahm zu neuen Höhen. Der Suzuki Swift kommt als Sondermodell „Special Edition“ mit Allrad und beinahe luxuriöser Ausstattung.

17.02.2015 Online Redaktion

Per Sondermodell „Special Edition“ macht sich der Suzuki Swift hübsch. Für die japanische Antwort auf die Fragen der Urbanisierung geht es mittlerweile ins fünfte Modelljahr, ohne das man ihm dieses Alter ansieht. Zur Erinnerung: der Vorgänger wurde im fünften Jahr schon abgelöst.

No-Nonsense Stadtfloh

Das liegt freilich am Gesamtkonzept. Der Swift versteht sich als sportlicher No-Nonsense Stadtfloh. Auf dessen Topausstattung baut das Sondermodell auf. Die zweckorientierte Attitüde lässt er damit freilich hinter sich. Plötzlich gibt es eine Klimaanlage samt Pollenfilter, ein MP3-fähiges CD-Radio samt USB-Anschluss und, besonders schön: lila Sitznähte. 16-Zoll-Alufelgen, Metallick-Lack, LED-Tagfahrlicht fertig ist der Beau.

Was taugt der 1,2 Liter?

Denn das war der Swift schon immer. Die sportlichen Linien gaben ein Versprechen, dass der Swift stets dank eines geringen Gewichtes halten konnte. Auch der Special Edition wiegt nur knapp über einer Tonne (bei 3850 Millimeter Gesamtlänge). Ein Ass, das vor allem in der Stadt aus dem Ärmel geschüttelt wird. 90 PS aus einem 1,2 Liter Benziner reichen dort aus, um die Duelle der Häuserschluchten für sich zu entscheiden. Auf der Autobahn verliert der Wagen dann aber schnell seinen Schmäh. Sprintwerte und Bergetappen sind nicht mehr seines.

Daran scheitert dann auch der Verbrauch. Die 4,8 Liter Werksangabe (4,3 Liter bei Frontantrieb) wären mit Sicherheit zu erreichen, wäre das klassische Anwendungsgebiet für den Swift nicht die Stadt und müsste man ihn, erst einmal raus aus der Stadt, nicht kräftig die Sporen geben. So kamen wir – anwenderbedingt – auf 5,8 Liter.

Kernkompetenz

Aber es geht immerhin auch um ein vollwertiges Auto. Die Special Edition ist grundsätzlich nur als 5-Türer mit Handschaltung zu bekommen. Beides erleichtert das Leben. Zum einen, weil die ersten beiden Gänge kürzer übersetzt sind, als bei der Automatik. Zum anderen, weil fünf Türen samt Isofix auf der Rücksitzbank die Anwendungsbereiche verdoppeln, die Zeit beim Rumschisteln aber halbieren.

Der Allradantrieb ist eine der Kernkompetenzen von Suzuki und grundsätzlich eine gute Sache. Nur muss jeder Kunde wissen, ob er tatsächlich einen braucht. In Tirol oder Salzburg mag das Geld gut angelegt sein, für Wiener ist der Komplettpreis von 17.490 Euro etwas überambitioniert. Mit klassischem Antrieb kommt der Suzuki Swift Special Edition schon um 14.690 Euro.

Technische Daten:

SWIFT 1.2 4WD Special Edition: € 17.490,–, 5 Türen, 5 Plätze, Kofferraum 211-902 l, Länge 3850 mm, 1675 kg, Vierzylinder-Benzin, 5-Gang-Schaltgetriebe, Allradantrieb, 1.242 ccm, 66 kW (90 PS), 118 Nm, 165 km/h, 0–100 in 13,4 sec, CO2 111 g/km, MVEG-Verbrauch: gesamt 4,8 l, AR-Verbrauch: 5,8 l.

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