Subaru Impreza GT Generation Drivestyle Gebrauchtwagen Drift
Pendeln ist die Geißel wahrer Autofans.
 

Ein Winter im Subaru Impreza GT

Original ist er nicht, ein Original sehr wohl. Der Subaru Impreza GT von Yvonne Wituschek (22). Und wenn nichts mehr hilft, wird eine Corvette geholt.

02.04.2013 Online Redaktion

Zur Einnordung des inneren Kompass folgende Angabe: 90 Stundenkilometer. Eine Zahl, die an Dramatik gewinnt, wenn der Fahrer sie im Drift abfeiert. Ab dieser Geschwindigkeit nämlich fühlt sich Yvonne Wituschek unwohl am Steuer des Subaru Impreza GT, wenn es quer geht. In den kommenden Wochen und Monaten wird sie daran arbeiten, diese Höchstgeschwindigkeit nach oben zu verschieben.

Und weil das mit legalen, straßentauglichen Mitteln sehr schwer ist, plant sie derzeit den Einstieg in den Rallyesport. Noch ist sie keinen Wettbewerb mitgefahren. Sie will erst einmal als Beifahrerin starten. In den kommenden Wochen hat sie ein Treffen mit einem Fahrer, um zu sehen, ob die Chemie stimmt. Später will sie selbst den Job übernehmen.

Ein Hobby, das lange Zeit brach lag. Yvonne musste sich ihre Autos selbst erarbeiten und finanzieren. Erst ein Ford Fiesta, dann ein Opel Astra. Das war nötig, weil sie zwar in Schwarzenberg am Böhmerwald wohnte, aber nach Linz zum Arbeiten pendeln musste. Das sind 140 Kilometer jeden Tag. Erst als sie nach Linz ziehen konnte, der Ar

beit hinterher, war auch ihr Traumauto finanziell zu stemmen, auf das sie schon seit Jahren hingespart hatte. Allradantrieb und 218 PS um 10.500 Euro. Der Subaru Impreza GT. Geld war da, der Opel brachte noch 7.000 Euro. Am Subaru Impreza GT musste ­außerdem nichts repariert oder verbessert werden. Na gut, ein neues Motor-Mapping wurde aufgespielt. Aber sonst?

Subaru Impreza GT Generation Drivestyle Gebrauchtwagen Drift

Mit der Schrauberarbeit geht es jetzt erst los. Der Winter hat neue Ansprüche reifen lassen (stärkere Bremsen müssen rein) und ein paar Spuren hinterlassen (Roststellen müssen ausgebessert werden. Das ist nötig,

weil ihr Subaru Impreza GT im Winter erst richtig warmläuft.)  Yvonne ist nämlich Mitglied bei SCS Motorsports – der Steyregger Car Society. Einmal im Jahr veranstaltet die Gruppe einen Drift-Tag, regelmäßig finden Ausfahrten statt. Neben mehreren Subaru Imprezas (von GT bis WRX STI) sind auch Mitsubishi Lancer Evolution am Start. Hecktriebler? Fehlanzeige. Auch Audi quattros sind Randerscheinungen. Auf dem Parkplatz beherrschen japanische Marken das Bild.

Aber das nächste Traum­auto hat sich bereits in Yvonnes Pläne eingeschlichen. Auch wenn man ohnehin schon mit Tempo 90 um die Kurve kommt, träumen ist erlaubt. Im Fall von Yvonne handeln die Gedankenspiele von einer Chevrolet Corvette C3 Sting­ray (1976 bis 1982) oder einem Nissan Skyline GTR R33. 30.000 Euro werden für ihre Wunschmodelle aufgerufen. Vielleicht helfen ja bald Siegprämien beim Sparen.

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