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Studie: Ältere Autofahrer fühlen sich am Steuer sicher

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Autofahrer über 70 stufen nicht sich selbst, sondern andere Verkehrsteilnehmer und das Wetter als Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr ein

02.02.2016 Online Redaktion

Die Diskussion über eine Altersgrenze beim Autofahren wird nicht alt (ha, ha). Das Hauptargument der Befürworter einer solchen Grenze lautet, dass gewisse Alterungserscheinungen wie eine abnehmende Reaktionsfähigkeit die Fahrsicherheit in einem Ausmaß gefährden können, dass es nicht vertretbar ist.

Ältere Autofahrer fühlen sich sicher

In einer Umfrage untersuchte die Allianz nun, wie die älteren Menschen selbst zu dem Thema stehen. Das Ergebnis: „Autofahren bereitet den meisten Menschen auch in höherem Alter noch Vergnügen, sie fühlen sich am Steuer ihres Wagens bestens aufgehoben“, So Kurt Benesch, Geschäftsführer des Allianz Kundenservice.

95 % der älteren Autofahrer fahren regelmäßig

95 Prozent der älteren Führerscheinbesitzer sind mindestens ein Mal pro Woche unterwegs, die durchschnittliche Fahrleistung beträgt rund 10.000 Kilometer im Jahr. Am stärksten ist das subjektive Sicherheitsgefühl auf Autobahnen ausgeprägt, relativ am schwächsten im Stadtverkehr. Erstaunlich: Seltenfahrer unterscheiden sich hinsichtlich ihres Risikobewusstseins kaum von Vielfahrern, auch mit über 70 Jahren gehen die meisten sehr entspannt ans Autofahren heran.

Hauptrisiken: Andere Verkehrsteilnehmer, Wetterbedingungen

„Generell werden eher äußere Umstände als Risiken beim Autofahren wahrgenommen“, berichtet Benesch. 73 Prozent halten das Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer für gefährlich, 63 Prozent (überwiegend Frauen) fürchten sich ein bisschen vor Glatteis und schlechter Witterung, 43 Prozent meiden beim Fahren gerne die Dunkelheit. Hingegen sehen nur 29 Prozent Müdigkeit, 23 Prozent Ablenkung und gar nur 6 Prozent den eigenen Alkoholkonsum als Risiken an.

Sichere Autos gewinnen an Bedeutung

Bei der Ausstattung eines Autos steht für Lenkerinnen und Lenker über 60 die Sicherheit an oberster Stelle und gewinnt mit zunehmendem Alter noch weiter an Bedeutung. Erst dahinter rangieren Bequemlichkeit und Fahrkomfort sowie die Unterstützung durch Einparkhilfen und ähnliches. PS-Leistung und Design des Autos spielen für die ältere Generation praktisch überhaupt keine Rolle.

Öffis als Option

Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, im täglichen Leben auf das Auto angewiesen zu sein, 93 Prozent fahren gerne und wollen dies auch noch mindestens bis zum Alter von 80 Jahren tun. Dennoch können sich immerhin 57 Prozent der Befragten – insbesondere in Wien und Niederösterreich – vorstellen, bei einem entsprechend attraktiveren Angebot auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen und das Auto auch einmal stehen zu lassen. Car-Sharing ist hingegen nur für die wenigsten eine ernst zu nehmende Option. Übrigens: Ein Viertel der älteren Verkehrsteilnehmer hält das selbständig fahrende Auto für erstrebenswert, sogar 40 Prozent wären neugierig, einmal mit einem solchen zu fahren.

Die Umfrage wurde als Online-Befragung vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der Allianz durchgeführt. Befragt wurden 500 Österreicherinnen und Österreicher über 60 Jahren, die einen Führerschein der Klasse B besitzen.

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  • Alois N.

    I war`s ned. Des muaß a ondara gwesn sei – der blede Bua mitn Golf da drübn. Zuerst hat er mi gschnittn und donn no – pass auf – war des a derjenige Hundert Prozent, der mia in die Windlhosn gschi …. hat !

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