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Streiks lähmen Autobauer in Südafrika

Rund 30.000 Beschäftigte der Automobilbranche haben am Montag in Südafrika die Arbeit niedergelegt – sie fordern eine Lohnerhöhung um 20 Prozent, die Arbeitgeber haben lediglich 6 Prozent angeboten.

19.08.2013 APA

Bei den meisten Autobauern in Südafrika standen am Montag die Bänder still.Rund 30.000 Beschäftigte streikten, um Löhnerhöhungunen von 20 Prozent durchzusetzen. Die Unternehmen haben bisher lediglich eine Lohnsteigerung von 6 Prozent angeboten.

Zu den Streiks aufgerufen hatte vergangene Woche die Metallgewerkschaft NUMSA. Stark betroffen sind unter anderem BMW und Toyota. Ein BMW-Sprecher sagte, die Produktion ruhe und eine Wiederaufnahme sei noch nicht abzusehen. Bei Toyota kamen laut Firmenangaben 80 Prozent der rund 8.000 Beschäftigten in Südafrika nicht zur Arbeit. Insgesamt teilten fünf von sieben Autokonzernen mit, von den Ausständen betroffen zu sein. Dazu zählten ferner Ford und General Motors. Auch Mercedes und VW haben Fertigungsstätten im wirtschaftlich stärksten Land Afrikas.

Die Autobranche trägt mindestens sechs Prozent zur Wirtschaftsleistung und steht für zwölf Prozent der südafrikanischen Exporte. Der Produktionsausfall kostet nach Angaben des Herstellerverbandes NAAMSA täglich umgerechnet 44 Mio. Euro. Dem Land droht damit ein weiterer Rückschlag für die Konjunktur. Arbeitskämpfe in der Bergbauindustrie waren in den vergangenen eineinhalb Jahren zu gewaltsamen Protesten eskaliert, bei denen mehr als 60 Menschen ums Leben kamen. Dies bremste das Wirtschaftswachstum und alarmierte ausländische Investoren. Im kommenden Jahr wird in Südafrika gewählt.

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