Opel-Mutter GM hält mit 16 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Juli 2012 den Abstand zur Konkurrenz aufrecht.
Opel-Mutter GM hält mit 16 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Juli 2012 den Abstand zur Konkurrenz aufrecht.
 

Starker Zuwachs am US-Automarkt

Autobauer können die starke Nachfrage nur mit Mühe bedienen – Nachschubprobleme dämpfen das Wachstum

01.08.2013 APA

Die US-Wirtschaft erholt sich: General Motors, Ford und Chrysler konnten im Juli jeweils ein zweistelliges Verkaufsplus verzeichnen. Die Nachfrage ist allerdings schon fast zu groß – die Autobauer konnten angesichts von Nachschubproblemen die hohen Erwartungen der Analysten nicht erfüllen. „Wir arbeiten wirklich hart, um unsere Produktionskapazitäten so stark wie nötig auszubauen“, sagte Ford-Vertriebschef Ken Czubay am Donnerstag. Im Juli habe der fehlende Nachschub an Kassenschlagern wie dem Ford Fusion und dem Ford Focus das Wachstum „gedämpft“. Dennoch steigerte Ford wie auch der Konkurrent Chrysler den Absatz im vergangen Monat um elf Prozent.

GM nach wie vor an der Spitze

Ford übergab 193.715 Wagen an die Kundschaft, Chrysler 140.102 Fahrzeuge. Beide Autobauer sprachen vom besten Juli seit 2006. Das reichte allerdings nicht, um den Abstand zum größten US-Autobauer GM zu verringern. Die Opel-Mutter übergab 234.071 Wagen an die Kunden – 16 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Analysten zeigten sich auch hier enttäuscht: Sie hatten erwartet, dass GM gut 9.000 Autos und Pick-Ups mehr verkaufen würde. Beliebt waren bei den Amerikanern einmal mehr große Pick-Ups, die für die Autobauer besonders renditeträchtig sind. Diesen Markt dominieren die „Big Three“ GM, Ford und Chrysler.

Toyota vergrößert Abstand zu VW

Auch die meisten ausländischen Autobauer konnten in den USA kräftig zulegen. Toyota verkaufte 16,5 Prozent mehr und vergrößerte den Abstand zu Volkswagen. Der Absatz der Marke VW sank dagegen um 3,3 Prozent auf 35.779 Autos. Bereits im Juni waren die Verkäufe der Wolfsburger in den USA zurückgegangen. Gut lief es hingegen für die Tochter Audi, die den Absatz um 11,6 Prozent auf 13.064 Wagen steigerte und den 31. Monat in Folge einen Verkaufsrekord meldete.

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