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Stadttauglicher Abenteurer: Der neue Land Rover Discovery Sport

Der neue Land Rover Discovery Sport überzeugt im Test mit Modernität und Alltagstauglichkeit.

10.12.2014 Press Inform

Anfang September konnten wir erstmals einen Blick auf den neuen Land Rover Discovery Sport werfen. Der erste Eindruck war durchwegs positiv: Eine neue Mehrlenker-Hinterachse, ein neues, intuitives Infotainmentsystem und ein erstmals im SUV-Segment verbauter Fußgänger-Airbag sollen den Briten attraktiv machen. Und das mit Erfolg.

Land Rover Discovery Sport (106)

Stadttauglicher Land Rover

Dank seiner weiterhin kompakten Abmessungen ist er auch in seiner neuen Generation für die Stadt geeignet. Dabei muss gesagt werden, dass er von außen kleiner wirkt, als von innen. Zum einen liegt dies an den großen Fensterfronten und dem optionalen, riesigen Panorama-Glasdach. Zum anderen an seinem sehr windempfindlich kantigen Design. Mit seiner Länge von 4,59 Meter und seiner Breite von 2,17 Metern gestaltet sich die Parkplatzsuche noch in einem vertretbaren Rahmen – die 360-Grad-Rundumsicht und ein Einparkassistent greifen dem Fahrer dabei gern unter die Arme. Und auch der Einkauf findet im 829 Liter großen Kofferraum ausreichenden Raum. Werden die beiden aufpreispflichtigen Notsitze in der dritten Reihe genutzt, schrumpft der Platz zwar auf 194 Liter, doch können so insgesamt sieben Personen von A nach B transportiert werden. Wird lediglich die erste Reihe genutzt passen 1.698 Liter Gepäck hinein.

Land Rover Discovery Sport

Intuitives Infotainmentsystem

Erst einmal in Fahrt kommen den Insassen des neuen Land Rover Discovery Sport vier Zwölf-Volt-Anschlüsse, sechs USB-Ladebuchsen sowie die InControl Apps-Lösung zu Gute. Letztere sorgt dafür, dass geeignete Smartphone-Apps direkt und intuitiv auf dem Acht-Zoll-Touchscreen bedient werden können. Insgesamt wirkt die Verarbeitung im Interieur sehr hochwertig.

Land Rover Discovery Sport

Benziner oder Diesel?

Bis zu sieben bequeme Ledersitze, viel Elektronik und eine Karosseriestruktur aus hochfestem Stahl und Aluminium haben natürlich nicht nur Vorteile. So müssen im leeren Zustand schon 1.841 Kilogramm in Schwung gebracht werden. Bemerkenswert ist dabei jedoch die Tatsache, dass trotz des hohen Eigengewichts bis zu 734 Kilogramm zugeladen werden dürfen. Die zwei Tonnen Anhängelast des Si4 Benziners hingegen sind nicht gerade umwerfend. Wer mehr, in Zahlen 2,5 Tonnen, ziehen möchte, muss den 190 PS starken Dieselantrieb wählen – doch auf welchen typischen Großstädter mit SUV-Wunsch trifft das schon zu? Hier zählen normalerweise Sprintzeiten und Höchstgeschwindigkeit. Und da kommt wieder der 2,0 Liter große Vierzylinder-Benzinmotor mit seinen 240 PS ins Spiel.

Land Rover Discovery Sport

In 8,2 Sekunden von 0 auf 100

Allerdings lassen die 199 Kilometer pro Stunde Spitze keine Sport-Vorfreude aufsteigen. Bei den 8,2 Sekunden bis Tempo 100 und dem Spritverbrauch von 8,3 Litern sieht das schon etwas anders aus. Und auch das Neungang-Automatikgetriebe sorgt mit seinen kaum spürbaren Gangwechseln für gute Laune. Der Motorenklang fällt zwar harmlos aus, doch reicht der Vortrieb per permanentem Allradantrieb und dem fünfstufigen Terrain Response-System alle Male. Die Gasannahme dürfte allerdings im auswählbaren Sportmodus noch ein wenig reaktiver sein. Hier vergehen ein paar Gedenksekunden, bis die 340 Newtonmeter auf der Straße ankommen. Im Zusammenspiel mit der elektrischen Servolenkung, die über eine vertretbare Präzision verfügt und sehr leichtgängig ist sowie dem adaptiven MagneRide-Stoßdämpfer-System wird jede Fahrt zum komfortablen Kinderspiel. Selbst steile Bremshügel werden einfach weggebügelt. Etwas schade ist, dass ab rund 70 Kilometer pro Stunde starke Windgeräusche in den Innenraum eindringen, die durch die großen Seitenspiegel verstärkt werden. In der Stadt fällt das natürlich nicht ins Gewicht.

Der Land Rover Discovery Sport ist für jedes Gelände gemacht.

Der Land Rover Discovery Sport ist für jedes Gelände gemacht.

Fußgänger-Airbag

Mit 60 Zentimetern Wattiefe, von der dank des Wade Sensing-Systems auch tatsächlich Gebrauch gemacht werden kann, zeigt der Großstädter, dass auch er seinem Familiennamen keine Schande in puncto Offroadtauglichkeit macht. Der Tatsache geschuldet, dass die meisten Land Rover dann aber doch in Städten verkehren, haben sich die britischen Ingenieure etwas im SUV-Segment völlig Neues einfallen lassen: den Fußgänger-Airbag. Bei Geschwindigkeiten zwischen 24 und 48 Kilometer öffnet sich im Falle eines Unfalls innerhalb von 60 Millisekunden ein an der Basis der Windschutzscheibe montierter Airbag.

Dank an press-inform

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