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Ssangyong Tivoli, Press Presentation & Drive, May, 2015 - Rome/Tivoli
 

SsangYong Tivoli: Förderer der Vielfalt

Endlich ein wirklich neues Auto, das sich die Kundschaft auch leisten kann. Der SsangYong Tivoli versucht sich als Förderer der Vielfalt.

29.05.2015 Online Redaktion

SsangYong ist die viertgrößte Automarke Südkoreas. Hyundai, Kia und Daewoo-Chevrolet reiten vorneweg, dann kommt auch schon SsangYong. Diesen Platz an der Sonne (immerhin ist die Marke ein Global Player) verdankt man einem Irrgarten aus Übernahmen, Fusionierungen und Besitzerwechseln. So gingen Marken wie Dong-A Motor, Geohwa, Teile von Daewoo und Shinjin Automobiles in SsangYong auf. Aber auch, man höre und staune, Panther Westwinds. Einst Jaguar-Konkurrent mit Hang zur Schrulligkeit.

SsangYong Tivoli (8)
© Bild: Werk

SsangYong hat seine Probleme gelöst

SsangYong ist nach Jahren der Vertriebsprobleme endlich in ruhigem Fahrwasser und die Modellpalette nimmt zeitgemäße Züge an. 141.000 Fahrzeuge wurden 2014 abgesetzt, das Händlernetz soll stark ausgebaut werden. Zu kaufen gibt es den Rexton, das Topmodell der Marke mit Mercedes-Motor, einen überarbeiteten Korando, der stärker in Richtung Massengeschmack getrimmt ist und einen ebenfalls geschliffenen Rodius. Das es sich dabei um ein hässliches Auto handelt, muss in Zeiten eines BMW X6 auch wieder relativiert werden.

Außerdem und nagelneu: der Tivoli. Ein Auto, das SsangYong endgültig aus der Ecke der belächelten Exoten rauskatapultieren soll. Der Tivoli bedient genau jenen Trend, an dem sich schon Opel mit dem Mokka gesund gestoßen hat und dessen berauschende Welle Renault mit dem Captur absurft. B-Segment-Dimension mit SUV-Charakter, Offroadlook und Lifestyle-Flair.

Ssangyong
© Bild: Werk

Auf 4,2 Meter Länge erstreckt sich ein fesches SUV, das den Zeitgeist geatmet hat ohne high zu werden. Denn trotz klarer Linien und scharfem Design blieb die Rundumsicht erhalten und der Kofferraum auf praktischem Niveau. Obwohl er sich auf dem gleichen Größenniveau bewegt wie Mazda CX-3, Opel Mokka, Fiat 500L und Jeep Renegade überbietet er mit 423 Litern deren Ladevolumen.

Die Preise des SsangYong Tivoli

Echte Schnappatmung dürfte die Konkurrenz  bei der Preisleiste bekommen. Für Österreich ist die zwar noch nicht fixiert (stay tuned, wir reichen sie nach), doch in Deutschland beginnt der Wagen bei 15.490 Euro – hierzulande dürfte die 16.000-Euro-Marke knapp gerissen werden. Der Einstiegspreis dient allerdings nur als Richtwert. Kontrastlackierung, gekühlte Sitze, bunte Stoffe… SsangYong möchte sicher gehen, nicht als Billigheimer definiert zu werden.

Eine Motivation, die auch für die Basis des Tivoli gilt. Kein Konkurrent ist bei der Konfiguration flexibler. So gibt es das Kompakt-SUV als Front- und Allradler, mit Automatik oder manueller Schaltung, mit Diesel- oder Benzin-Motor. Die Triebwerke haben jeweils 1,6 Liter Hubraum. Der Benziner kitzelt 128 PS und 160 Newtonmeter aus diesem Brennraum, der Diesel ist ab Herbst verfügbar und wird dann 115 PS und 300 Newtonmeter leisten. Der Innenraum war noch nie eine Schwäche von SsangYong und wird es auch beim neuen Preisbrecher nicht. Die Optik ist modern, die Verarbeitung ordentlich, Ablagen sind reichlich vorhanden, navigiert wird per TomTom und gesteuert wir die multimediale Vielfalt über ein Sieben-Zoll-Display.

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© Bild: Werk

Die Überraschung des Jahres

Der SsangYong Tivoli wird keine Revolution einleiten, aber er ist vielleicht die positive Überraschung des Autojahres 2015. Das Straßenbild wird dank dieses südkoreanischen Farbkleckses endlich wieder ein wenig bunter.

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