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Sportlich vernünftig: VW Golf GTD Variant und Alltrack Variant

Der VW Golf GTD Variant vereint all das, was ein Großstadtwagen haben sollte. Der Alltrack wagt darüber hinaus einen Schritt ins Gelände.

27.04.2015 Press Inform

Spießiger als in einem VW Golf Variant kann Mann kaum auf den Hof der Schwiegereltern rollen. Wenn sich dann noch herausstellt, dass sich der praktische Wolfsburger mit Dieseltreibstoff zufrieden gibt, sind alle Vorurteile zum konservativ, bodenständigen Autofahrer erfüllt. Da spielt dann sein fast schon zu sportlich wirkendes Stahlkleid gar keine Rolle mehr. Ein Auto, das 4,4 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, die Umwelt mit nur 115 Gramm CO2 pro Kilometer belastet und sogar über die Effizienzklasse A verfügt, kann gar nicht zu sportlich sein. Naja. So ganz stimmt das beim GTD Variant dann doch nicht. Denn seine 184 PS und die 380 Newtonmeter Drehmoment können der Gesichtsfarbe der Schwiegermutter im Nu einen ordentlichen Grünstich verpassen. Ob Gerade oder Kurven, mit dem sportlichen Diesel aus dem Hause Volkswagen lassen sich immer noch ohne Probleme ausreichend Fliehkräfte erzeugen.

Erinnerungen an den ersten Golf GTD

Dass der 33.480 Euro teure Kombi den Spagat zwischen Bieder- und Sportsmann geschafft hat, zeigt sich schon auf den ersten Blick. Von außen sportlich mit dem unverkennbaren Schriftzug in der Front und auf dem Heck, überkommt einen beim ersten Innenraum-Check das Gefühl einer Stoff-Zeitreise. Typische GT-Karomuster und ein Golfball-Schaltknauf lassen die guten alten Zeiten vor das Geistige Auge rasen. Zeiten, genauer gesagt 1982, als der Liter Diesel noch umgerechnet 68 Euro-Cent kostete. Zu diesem Zeitpunkt startete der erste Golf GTD seine Erfolgstour. Er galt damals als das sparsamste Serienauto der Welt. Diesen Titel maßt VW seinem neuesten Spross zwar nicht an, doch dürfte dem aktuellen GTD erstmals im Kombikleid nicht viel dazu fehlen.

Golf GTD Variant: Autobahn is his Business

Dabei mutet nicht alles am 1.475 Kilogramm schweren Golf umweltbewusst an. Eine Höchstgeschwindigkeit von 231 Kilometern pro Stunde und eine Sprintzeit von 7,9 Sekunden bis Tempo 100 sind auch heute noch eher im sportlichen Segment zu finden. Doch allein diese gezeiteten Beweise belegen deutlich, dass der per manuellem Sechsganggetriebe im Zaum gehaltene Variant den Spagat mit Bravour meistert. Neben dem flotten Geradeauslauf bietet er verschiedene Fahrprogramme und eine sehr angenehme Lenkung, die kaum präziser und zugleich komfortabler sein könnte. Lediglich die Soundkulisse, die sowohl aus den beiden Endrohren am Heck als auch unter der Motorhaube aus dem 2,0 Liter großen Vierzylinder-Dieselmotor herrührt, ist nichts für echte Sportler. So zahnlos sein Klang auch sein mag, so überraschend dynamisch lässt er sich durch enge Kurven und geschwungene Landstraßen pilotieren.

Lademeister Golf Variant

Die Federung bietet gehobenen Komfort auch über lange Strecken – was unter anderem den bis zu drei Fond-Passagieren sehr zu Gute kommt. Übermäßig viel Beinfreiheit haben die zwar nicht, sollten ein großgewachsener Fahrer und Beifahrer die erste Reihe besetzen. Doch beschweren wird sich dank der guten Sitze und der ausreichenden Kopffreiheit niemand. Wesentlich mehr Platz findet sich für das Gepäck. Zwischen 605 und 1.620 Liter stehen hier zur Verfügung. Das sind fast 200 Liter mehr als im Audi A4 Avant. Zum großen Bruder Passat Variant fehlen an dieser Stelle 160 Liter.

Golf Alltrack Variant: DER Allrounder

Wer sich mit der Leistung des VW Golf GTD Variant anfreunden, sich aber ab und an mal im Gelände oder zumindest auf unbefestigten Straßen weiß, für den bietet sich im Zweifel der neue Alltrack an. Zwei Zentimeter mehr Bodenfreiheit machen zwar noch keinen Offroadspezialisten aus ihm. Doch mithilfe seines Allradantriebs ist der erste Alltrack als Golf Variant eine mehr als interessante Alternative. Seine Anhängelast von bis zu zwei Tonnen macht den 32.190 Euro teuren Leicht-Offroader auch für Pferdesportler attraktiv. Während die hinterradangetriebenen Luxuslimousinen oder Luxuskombis auf der nassen Weide feststecken, ist der Allradler-Golf schon längst auf dem heimischen Hof. Und auch für Großstädter ist er dank seines Antriebs sowohl eine sichere als auch praktische Wahl. Denn mit den Plastikapplikationen an den Radkästen schmerzen leichte Schrammen nicht allzu sehr. Vor allem aber im Skiurlaub werden seine bis zu fünf Insassen seine Vorzüge zu schätzen wissen. Der Mehrverbrauch von knapp einem halben Liter Diesel ist dank seiner zahlreichen Vorteile durchaus zu verschmerzen. Nur das im Alltrack verbaute Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe werkt mit seinen deutlich spürbaren Gangwechseln etwas ruppig.

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