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Seat Veine-Veinte: „Sportler mit einem definierten Körper“

E-Bike im Kofferraum, Iron Man-Technologie im Schlüssel: Die Seat-Studie Veinte-Veinte weist den Spaniern den Weg in eine orange Zukunft.

31.03.2015 Online Redaktion

Seats SUV-Studie Veinte-Veinte feierte unlängst beim Genfer Autosalon Premiere. Schon damals hat er uns beeindruckt. Aber wir stellen fest: Abseits des künstlichen Lichts der Messehalle sieht er sogar noch besser aus. Der Veinte-Veinte ist – wie Seat-Chef-Designer Alejandro Mesonero-Romanos es ausdrückt – „ein Sportler mit einem definierten Körper.“

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© Bild: Werk

E-Zweirad „Hovertrax“ immer dabei

Der durchtrainierte Athlet hat die eine oder andere Überraschung in petto. Im Kofferraum des Seat-Prototypen Vision Veinte-Veinte (20V20) befindet sich das beispielsweise das E-Zweirad „Hovertrax“, das für eine komfortable Fortbewegung sorgen soll, wenn der Veinte-Veinte steht.

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© Bild: Werk

Ausblick in die Zukunft

„Den Namen Veinte-Veinte haben wir mit Bedacht gewählt, denn jedes Designelement dieses Fahrzeuges wird bis 2020 in unseren zukünftigen Serienmodellen zu sehen sein“, erklärt Mesonero-Romanos und ergänzt: „Das ist der logische Schritt nach dem Leon.“ Die Verwandtschaft zu dem „spanischen Golf“ ist unübersehbar. Unter dem ansehnlichen Äußeren steckt die Technik der nächsten Generation des VW Tiguan.

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Die Zukunft fährt sich jetzt schon gut

Der 265-PS-Motor aus dem Seat Leon Cupra passt hervorragend zu dem Prototypen Veinte-Veinte, der sich erstaunlich gut fährt. Auch Kurven bringen den Technologieträger nicht aus der Ruhe, das 4,66 Meter lange Auto folgt willig den Lenkbewegungen des Piloten, während das Doppelkupplungsgetriebe für unmerkliche Gangwechsel sorgt.

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Innenraum mit Italo-Flair

Das Cockpit erinnert mit seinen polygonen Formen gar ein wenig an das des Lamborghini Aventador. „Wir wollen mit dem Interieur Robustheit und Räumlichkeit vermitteln, ohne rustikal zu wirken“, sagt Mesonero-Romanos. Das Vorhaben ist gelungen. Man fühlt sich auf Anhieb wohl in dem Cockpit des Veinte-Veinte. Platz ist genug, und dank der hohen Sitzposition auf den gut aussehenden, aber etwas harten Sitzen hat man die Umgebung gut im Blick.

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Seat setzt auf Schlüssel

Die gestochen scharfen Displays erstrahlen bernsteinfarben, der sprechende Bordrechner begrüßt den Fahrer mit Namen und versorgt ihn mit allerlei Informationen. Angefangen vom Wetter bis hin zur letzten Rundenzeit auf einer Rennstrecke. Dieser personalisierte Empfang ist ein Teil des futuristischen Bedien- und Infotainment-Konzepts des Veinte-Veinte, dessen zentrales Element der Schlüssel ist. In Zukunft wird der weit mehr können, als nur die Türen zu verschließen und Autos zu starten. Der Schlüssel wird zu einem Multimedia-Begleiter, der unter anderem die Position des Fahrzeugs speichert und per Navi den Weg durch den Großstadtdschungel zurück zum Veinte-Veinte weist.

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Mit Iron Man zum Super-Schlüssel

Der Schlüssel, der in Kooperation mit Samsung entstanden ist, hat auch ein kleines Display, das dem Eigentümer bei Bedarf den Weg zu seinem Auto zeigt. Plastikgriff und Schlüsselbart sind passé. „Die Idee für diesen Schlüssel ist mir gekommen, als ich mit meiner Tochter den Film „Iron Man“ angeschaut habe“, erzählt Alejandro Mesonero-Romanos. In der Comic-Verfilmung kann das Tony Stark nur dank eines Minikraftwerks in Form einer Scheibe, das sich in seiner Brust befindet, überleben.

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Frühreif

Die ganze Technikvielfalt ist umso erstaunlicher, wenn man in Betracht zieht, dass der Veinte-Veinte noch ein Prototyp ist. Eigentlich sollte die Studie erst im September auf der IAA zu sehen sein. Doch dann änderten die Manager die Pläne und bestimmten, dass das Fahrzeug bereits auf dem Genfer Autosalon vorgestellt werden soll. In nur sechs Monaten haben die Techniker die Studie auf die Räder gestellt. Der übliche Zeitrahmen sind neun bis zwölf Monate. Und die Arbeit hat sich gelohnt: Wenn der Veinte-Veinte die Zukunft der spanischen VW-Tochter symbolisiert, sieht diese ziemlich gut aus.

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