Kia Optima stat VoRe
Ein Kia wie nie zuvor: Optima
 

Some sort of surprise

Was Kia uns in Paris anzubieten hat

01.10.2010 Online Redaktion

„Wir haben ein Fahrzeug geschaffen, das niemand von uns erwartet hat – und genau das wollten wir schaffen“, so kommentiert Chefdesigner Peter Schreyer die neue Mittelklasselimousine Optima. Selbstvertrauen ist also da. Und immerhin: man traut sich was.

Von der Außenhülle waren ja schon Bilder im Umlauf, der Innenraum ist neu und wirklich weit weg von dem, was man von Kia an sich gewohnt ist. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den ersten Fahrkontakt – voraussichtlich Frühjahr 2011. Dann kommt der Kia mit zwei Motoren bei uns an, der 2-Liter-Benziner wird dabei naturgemäß weniger eine Rolle spielen als der Diesel mit 1,7 Litern Hubraum, den wir schon aus dem neuen Sportage kennen. Dank Start/Stopp-Automatik soll letzterer nur 113 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Später wird auch ein stärkerer Dieselmotor das Angebot komplettieren.

„Später“ ist überhaupt ein gutes Stichwort, wenn man auf die Pop-Studie zu sprechen kommt. Der zeigt nämlich, wie Kias in den übernächsten Jahren aussehen könnten. Was man dem Vehikel denn auch ansieht. Durch die Keilform ergeben sich vollkommen neue Möglichkeiten in Sachen Parkraumbeschaffung (z.B. Parken unter einer Abfahrtsrampe), der Innenraum gibt sich in elegantem Rosa und der Rücksitz ist überhaupt schräg eingebaut. Ein interessantes technisches Detail ist das TOLED-Display, welches in Betrieb alle fahrrelevanten Informationen liefert und bei Nicht-Gebrauch durchsichtig ist. Diese Konstruktion bietet den Komfort eines Head-Up-Displays, spart aber Platz und Gewicht eines Projektors ein. Betrieben wird die Studie von einem E-Motor mit 68 PS, eine Lithium-Polymer-Gel-Batterie liefert Strom für bis zu 160 km. Nettes Detail der technischen Datentabelle: „Emissionen: 0 g/km“. Man möge sich dazudenken, dass dies nur für den laufenden Betrieb gilt, wenn der Strom von der Steckdose produziert wird (oder von der Sonne).

Etwas mehr Emissionen stoßen die realitätsnächsten Fahrzeuge aus, die auf der Messe zu sehen sind: mit CO2-Werten ab 94 g/km sind die EcoDynamics-Modelle von cee’d, Venga und Sportage aber immer noch ziemlich sparsam unterwegs. Der angegebene Wert verweist auf das Konzeptfahrzeug Eco cee’d, dessen 1,4-Liter-Diesel dank vieler Spritspar-Spezerien (Unterbodenverkleidung, entkoppelbare Nebenaggregate,…) auf dem Papier 9% weniger emittiert als der bislang sparsamste cee’d. Noch in diesem Jahr zu haben ist der Eco Venga mit demselben Motor und Leichtlaufreifen. 114 lautet hier die magische Gramm-Zahl. Das Sportage-Konzeptmodell schließlich verfügt über ein Diesel-Hybrid-System, hier greift ein 7 PS-Stromer dem 115 PS-Diesel unter die Arme, ein Mild-Hybrid also. Magische Kohlendioxid-Nummer: 117 g/km. Geht doch.

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