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Intelligent Drive Experience with the Mercedes-Benz research car F 015 Luxury in Motion in San Francisco 2015
 

Mercedes F 015: Mercedes‘ autonomes Alien

Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion kann nicht fliegen, obwohl er so aussieht. Aber wie er sich fährt, erfahrt Ihr hier.

19.03.2015 Online Redaktion

Wer bei dem Aussehen erwartet, dass der Mercedes F 015 Luxury in Motion durch die Gegend fliegt, wird leider enttäuscht. Auch das spacige Zukunftsmobil bewegt sich „nur“ auf der Straße. Aber das tut es mit Klasse.

Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion in San Francisco
© Bild: Werk

Zu Gast bei Mercedes

Peter Neumann ist bei Mercedes Herr über das visionäre Zukunftsmodell F 015 Luxury in Motion, 5,22 Meter lang, knapp drei Tonnen schwer und mit allem vollgepackt, was die Daimler-Verantwortlichen glauben, dass man für die automobile Zukunft braucht. Neumann drückt auf sein Smartphone und das geheimnisvoll schimmernde Raumschiff der Zukunft rollt aus dem Parkhaus lautlos heran. Die sich gegenläufig öffnenden Türen geben den Blick frei auf den gigantischen Innenraum mit vier Einzelsitzen in Lounge-Atmosphäre.

Mercedes F 015 Luxury in Motion (21)
© Bild: Werk

Maybachs geräumiger Bruder

„Der Radstand ist rund ein Meter länger als beim Maybach“, sagt Peter Neumann und setzt sich auf den Fahrersitz während sich die Türen lautlos schließen. Der Innenraum mutet an, wie ein Zukunftslabor – hell, visionär und klinisch. Kleine Glasflächen geben den Blick über dem endlosen Armaturenbrett frei nach vorne. Mehr sieht man aus den Seitenfenstern. In den Türtafeln erstrahlen unterhalb gigantische Flachbildschirme und der Zukunfts-Benz rollt an. Erst langsam, dann flotter, ehe Peter Neumann das autonome Fahrprogramm gestartet hat.

Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion in San Francisco
© Bild: Werk

„Das Auto wird zum mobilen Lebensraum“

Er dreht sich in seinem Sitz nach hinten um und tippt auf dem Flachbildschirm seiner Türtafel herum, während der Mercedes F 015 mit 60 km/h Richtung Skyline von San Francisco rollt. „Wer nur an die Technik denkt, hat noch nicht erkannt, wie das autonome Fahren unsere Gesellschaft verändern wird“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der CES, „das Auto wächst über seine Rolle als Transportmittel hinaus und wird endgültig zum mobilen Lebensraum.“ Dafür spricht vieles.

Autonomes Fahren für 2030 prognostiziert

Der Prototyp des Mercedes F 015 Luxury in Motion ist noch längst nicht reif für den Straßenverkehr. Der schicke Proband ist frei von Radarsensoren, Kameras und Lasertechnik, denn das Zukunftsmodell soll auf dem abgesperrten Navy-Gelände Alameda in der San Francisco Bay als Gedankenspiel allein zeigen, wohin die automobile Reise in den nächsten 10 bis 15 Jahren gehen könnte. Fest steht für die Daimler-Entwickler, dass viele Strecken im Jahre 2030 vollautonom zurückgelegt werden können.

Mercedes F 015 Luxury in Motion (7)
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Autofahren als Freizeit-Nutzung

„In 15 Jahren wird sich die Welt noch schneller als heute drehen“, soMercedes-Designer Holger Hutzenlaub, „wir werden mehr unterwegs sein und die Zeit wird noch mehr als jetzt zu einem Luxusgut werden.“ Die gilt es effizienter denn je zu nutzen, und hierbei soll dem Auto eine entscheidende Bedeutung zu kommen.

Mercedes F 015 Luxury in Motion (25)
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Humanoide überflüssig

Der glitzernde F 015 dreht in der kalifornischen Mittagssonne weiter seine Runden auf dem perfekt kartographierten Flughafengelände vor den Toren von Oakland. Das Lenkrad hat sich längst ins Armaturenbrett zurückgezogen und durch blaue LED-Module ist von außen für jedermann zu erkennen, dass der mächtige Zukunfts-Benz ohne Zutun eines humanoiden Fahrers seinen Weg findet. Kommunikationsflächen sind neben dem autonomen Vortrieb das A und O der S-Klasse von übermorgen. So zeigt der F 015 über LED-Flächen und Laserprojektionen an, ob Gefahr am Stauende droht oder er Fußgängern Vortritt gewährt, indem er einen Zebrastreifen auf die Fahrbahn projiziert. Im Hintergrund ist während der Fahrt nicht viel mehr als Fahrtwind und eine Armee von Lüftern zu vernehmen. „Allein für die zahlreichen vernetzen Displays haben wir zehn Rechnereinheiten an Bord“, erklärt Peter Neumann, „die gilt es zu kühlen.“

Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion in San Francisco
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200 Kilometer Reichweite bei 163 PS

Der Antrieb ist derweil nahezu lautlos. „An sich ist für den Mercedes F 015 eine Brennstoffzelle vorgesehen. Aktuell treibt nur der Elektromotor mit einer Leistung von 200 kW / 272 PS die Hinterachse an. Wir können das Triebwerk jedoch problemlos mit einer solchen Brennstoffzelle kombinieren“, ergänzt Neumann, während sich der F 015 wieder von der Skyline von San Francisco verabschiedet. Die Dauerleistung des Systems liegt trotz üppiger Dimensionalen und einer Luxusausstattung gerade einmal bei 163 PS. 200 Kilometer kann der millionenschwere Forschungsträger allein mit seiner Batteriereichweite zurücklegen; weitere 900 Kilometer würde die imaginäre Brennstoffzelle ermöglichen, die auf 100 Kilometern 0,6 Kilogramm Wasserstoff verbraucht.

Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion
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Individuelle virtuelle Welt

Das Fahrtempo lässt sich über einen virtuellen Schieberegler auf der Türtafel variieren und die Macht über Tempo und Destination auch an jeden anderen Passagier auf den Einzelsitzen übergeben. Die Bedienung der endlosen Fahrzeugfunktionen geschieht dabei nicht nur über Touchfunktionen, sondern auch Gestensteuerung und Eyetracking. „Man kann die reale Fahrzeit völlig anders als bisher nutzen“, legt Mercedes-Designer Holger Hutzenlaub nach, „jeder kann für sich entscheiden, wieviel der virtuellen Welt er ins Auto lässt.“

Mercedes F 015 Luxury in Motion (24)
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Effiziente Nutzung der Fahrzeit – mit 200 km/h

Auf den überdimensionalen Bildschirmen werden nicht nur Tempo, Navigationsziel und Routenführung, sondern auch Ankunftszeit, Musiktitel und die bis dahin zu erledigende Aufgabenliste angezeigt: in 23 Minuten Fahrzeit sind noch drei Anrufe zu erledigen. Schließlich soll der Mercedes F 015 Luxury in Motion mit seinen weichen Ledersitzen nicht nur der Entspannung auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch eine effizienten Nutzung der Fahrzeit an sich dienen. Telefonkonferenzen oder ein Film, um den Kopf frei zu kriegen – alles kein Problem mit dem autonomen Luxusgefährt aus Schwaben. Das kann nicht nur vor sich hinrollen, sondern längere Strecken auch mit Höchstgeschwindigkeit zurücklegen. „Mit diesem Motor sind 200 km/h oder mehr allemal drin“, sagt Peter Neumann, „allein diese Showfelgen verhindern es. Wäre sonst kein Problem.“

Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion in San Francisco
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  • wissender

    Die faszinierende Emotion des Auto fahren erfüllt hier voll den Sinn. Der Autofahrer kann Fahrspaß pur genießen. Mal ganz ehrlich nennt es bitte nicht Auto, denn genau das ist es nicht. Nennt es lieber Sammeltaxi oder Beförderungsmittel. Dieser Automat möchte nicht gefahren werden, und hat auch keine Seele.

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