1/5
 

Er hat das kleinste Doppelkupplungsgetriebe der Welt. Was kann der Smart Fortwo 90 PS DCT sonst noch?

Im neuen Smart Fortwo werkelt das kleinste Doppelkupplungsgetriebe der Welt namens DCT. Und das macht es überraschenderweise richtig gut.

06.02.2015 Press Inform

Der Smart ist ein Stadtauto. Immer schon. Er ist klein, wendig und schon seit der ersten Generation mit automatisiertem Schaltgetriebe ausgestattet – das beim Wechseln der Gänge allerdings eher brutal war. Mit Betonung auf WAR: Denn bald kommt in der mittleren Motorisierung mit 71 PS ein völlig neu entwickeltes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, kurz DCT, zum Einsatz.

Das kleinste Doppelkupplungsgetriebe der Welt

„Es gibt nirgends auf diesem Planeten solch ein kleines Doppelkupplungsgetriebe. Aus diesem Grund hat es etwas länger gedauert bis wir es auf den Markt bringen konnten – denn wir mussten es ja auch erst einmal entwickeln“, verrät Projektleiter Bernd Wagner. „Die vom bislang verwendeten automatisierten Schaltgetriebe bekannte Zugkraftunterbrechung ist somit Geschichte“, erklärt er weiter.

Smart DCT (113)

90 PS-Smart mit DCT und Spaß

Doch nicht nur im 71 PS-Smart, sondern auch im 90 PS-Topmodell kommt es zum Einsatz. Zwar erst Ende Juli- aber in Stuttgart gab es schon jetzt die Möglichkeit, die Topmotorisierung mit dem neuen Getriebe zu fahren. Und es hat sich gelohnt. Die Tatsache, dass sich die Mehrheit der Smartkunden nicht für den stärksten Zweisitzer, sondern für die mittlere Version entscheiden wird, mindert in keinster Weise die Freude an der neuen Kombination von 90 PS mit dem DCT. Ganz im Gegenteil. Der 898 Kubikzentimeter kleine Dreizylinder machte noch nie so viel Spaß. Das Lückenhüpfen im Stadtverkehr ist nun noch spontaner und  vor allem ohne nervige Schaltpausen zu bewältigen. An den 135 Newtonmetern, die nach wie vor die beiden Hinterräder antreiben, hat sich ebenso wenig verändert, wie an der kompakten Länge von 2,70 Metern und dem unglaublichen Wendekreis von unter sieben Metern.

Smart DCT (107)

In 11 Sekunden von 0 auf 100

Einzig die Tempo-100-Sprintzeit hat sich um eine knappe halbe Sekunde auf rund elf Sekunden verschlechtert – doch wen juckt das? Oder wer merkt das? Mit weiterhin 155 Kilometern pro Stunde lässt sich der Smart Fortwo DCT mit seinen 90 PS genau wie zuvor auch auf der Autobahn bequem bewegen. Für sportlich ambitionierte Fahrer, die auf Schaltwippen am Lenkrad stehen, hält Smart genau diese für einen üppigen Aufpreis parat. Dann kann entweder ausschließlich per Wippen gefahren werden, oder einfach mal kurz während des D-Betriebes per Schaltknauf der Gang gewechselt werden. Zehn Sekunden später übernimmt dann das DCT wieder die Kontrolle über die Gang-Klaviatur. Das Sportpaket gibt es allerdings nur ab der Ausstattungsvariante Passion.

Smart DCT (111)

Sport- vs. Eco-Modus

Der einzige Wagen im Kleinstwagen-Car-Segment mit einem Doppelkupplungsgetriebe verfügt auch über einen Eco-Sport-Wahlschalter. Werden im Sport-Modus die Gänge lange und äußerst geräuschvoll ausgefahren, werden im Eco-Modus die hohen, spritsparenden Gänge bevorzugt und recht rasch angewählt. Für kurze Zwischenspurts lohnt hier der Griff zur Wippe beziehungsweise zum Schaltknauf um mal kurz einen kleineren Gang einzulegen. Einzig negativ fällt beim Smart weiterhin die harte, dem kurzen Radstand geschuldete Dämpfung sowie die völlige Deplatzierung des Seitenspiegel-Verstell-Drehknopfes auf. Letzterer liegt bei großgewachsenen Fahrern so schlecht, dass das linke Knie im ständigen Kontakt mit ihm steht und nach wenigen Sekunden einer der beiden Spiegel komplett verstellt ist. Bleibt letztendlich zu hoffen, dass die als nächstes kommenden Cabrio- und Brabus-Versionen von Anfang an mit dem neuen Getriebe ausgestattet werden – und vielleicht schon über einen neuen Spiegel-Versteller verfügen.

Smart DCT (115)

Dank an press-inform

  • Rudolf Ametsberg

    Mit einem modernen Diesel, der in der Praxis um 2-3 Liter weniger verbrauchen würde als die aktuellen Benziner, wäre der Spaß noch viel größer, denn der nächste Ölpreisschock kommt so sicher wie das Amen im Gebet. Außerdem könnte man mit einem so kleinen Diesel mit 45PS, die in der Stadt vollkommen ausreichen, pro Jahr in dem Hochsteuerland Österreich gut 300 Euro an Steuern und Versicherungen gegenüber der 90PS Variante sparen. So ein Smart der ersten Generation mit Diesel ist obendrein ein höchst wertbeständiges Auto gewesen, das in 10 Jahren nur die Hälfte des Anschaffungspreises verloren hat, was heutzutage oftmals bei den heutigen Automobilen dank Preisschleuderei schon nach 2 Jahren eintritt.

pixel