Smart Forstars Konzept Paris Messe Autosalon 2012
Smart macht wieder auf sich aufmerksam.
 

Buntes Treiben

Smart knüpft mit dem Forstars-Konzept an vergangene, wilde Tage an.

20.09.2012 radical mag

Lange war es still um die einst so innovative Marke Smart. Nach dem Desaster mit dem viersitzigen Forfour musste man offenbar erst wieder einmal Luft holen. Dabei war die Marke unter der Obhut von Mercedes-Benz in den ersten Jahren nach der Gründung 1998 noch sehr kreativ. Unvergessen zum Beispiel der Smart Crossblade ohne Türen, Dach und Frontscheibe.

2002 wurden rund 2000 Fahrzeuge produziert und zu einem sehr stolzen Preis (rund 24.000 Euro) verkauft. Oder den Roadster, den es in zwei Versionen gab. Leider waren die Roadster-Modelle problembehaftet, 2003 war Schluss damit, genau wie mit dem Viersitzer, der bei Nedcar in Holland zusammen mit dem Mitsubishi Colt produziert wurde. 2005 fand eine große Umstrukturierung statt, und seit dem sind – ausser mit dem elektrisch angetriebenen Smart – keine großen Sprünge mehr gemacht worden.
 Sprünge mehr gemacht worden.

Das könnte sich nun ändern. Der Forstars ist zwar nur ein Konzeptfahrzeug, zeigt aber sicherlich einen möglichen Weg auf, den Smart designtechnisch gehen könnte. Allerdings: Klein ist der Smart nicht mehr. Mit einer Länge von 355 Zentimeter ist er größer als beispielsweise ein Citroën C1 (343 Zentimeter), und mit 171 Zentimeter auch nicht sonderlich schmal. Natürlich wuchs mit dem Auto auch der Radstand; um satte 60 Zentimeter.

Das bedeutet, dass Passagiere und Gepäck im Konzeptauto deutlich mehr Platz haben werden als im aktuellen Smart Fortwo. Hier darf man den Vergleich zum Ur-Mini ziehen. Das aktuelle Modell aus dem Hause BMW ist ebenfalls deutlich größer als das Original, verkauft sich aber trotzdem prima und war in den letzten Jahren sogar der Erfolgsgarant des BMW-Konzerns.

Natürlich verfügt das Showcar über einige Gimmicks, die es kaum in eine Serienproduktion schaffen werden. Ausgesprochen auffällig ist das Design der rhombischen Front- und Heckleuchten: Die äußeren Ringe beleuchten mit Hilfe einer Vielzahl von LEDs das Blink- und Tagfahrlicht.

Smart Forstars Konzept Paris Messe Autosalon 2012

Neu sind auch die Augenbrauen über den Frontscheinwerfern. Die transparent-rote Sonnenblende über der Frontscheibe nimmt diese Idee auf und lässt das Coupé noch geduckter auf der Strasse kauern. Trotz all der optischen Besonderheiten soll der Flitzer kein Spielzeug für reiche Filmstars sein. Sein Name ist ein augenzwinkernder Hinweis auf die Glaskuppel, die sich über die Passagiere spannt und so den Blick auf den Sternenhimmel freigibt…

Es schließt formalnahtlos an die gläserne Haube über dem Laderaum an. Diese öffnet sich nach oben. Die untere Ladeklappe am Heck lässt sich elektrisch öffnen. Zunächst gleitet die Heckklappe parallel nach unten, dann fährt der Ladeboden samt Klappe um 28 Zentimeter zurück. Die Ladung auf der 90 cm langen Ladefläche ist dann bestens zugänglich.

Aber, so viel ist sicher, der Forstars ist auf jeden Fall die Design-technische Basis für die kommende Generation der Kompaktautos aus Hambach in Lothringen. Natürlich wird der Wagen nicht konventionell von einem Benzin- oder Dieselmotor angetrieben, sondern durch einen Elektromotor. Der Elektroantrieb basiert auf dem Antriebskonzept des Smart Fortwo Braus electric drive.

Gegenüber dem Serienmodell wurde die Leistung des Permanentmagnetmotors auf 60 kW gesteigert; damit sich das Konzeptauto noch spritziger fahren lässt. Mit 135 Newtonmetern Drehmoment beschleunigt er kraftvoll und verzögerungsfrei. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 130 Stundenkilometer. Die Lithium-Ionen-Batterie besitzt eine Kapazität von 17,6 kWh. Welche Reichweite man damit erreichen kann, darüber schweigt sich Smart allerdings noch aus.

Vielen Dank an die Kollegen von www.radical-mag.com

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