Das Kia-Werk in Zilina
Das Kia-Werk in Zilina hat 313.000 Neuwagen gebaut.
 

Slowakei bleibt Europas Nummer 1 bei produzierten Autos

Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Slowakei weiterhin das Land mit den meisten produzierten Neuwagen. 980.000 Fahrzeuge wurden 2013 im Nachbarland gebaut.

16.01.2014 APA

Im Gegensatz zu den neusten Zahlen der Neuzulassungen in Europa, vesprechen die Daten aus der Slowakei für bessere Stimmung bei den Autobauern zu sorgen. Insgesamt wurden im Vorjahr in den drei Autofabriken im Land über 980.000 Neuwagen produziert, um 5,8 Prozent mehr als 2012, gab der Verband der Autoindustrie der Slowakei (ZAP) am Mittwoch in Bratislava bekannt.

Nummer 1 in Europa

Damit hat das kleine EU-Land seine Spitzenposition in Europa bei der Autoproduktion gemessen an der Einwohnerzahl verteidigen können. Auf 1.000 Slowaken kommen 181 produzierte Neuwagen, erklärte ZAP-Präsident Jaroslav Holecek.

Kia-Werk mit 313.000 Neuwagen

Allein in der Fabrik des koreanischen Kia-Konzerns im nordslowakischen Zilina wurden demnach 313.000 Neuwagen produziert, was das beste Ergebnis in der Geschichte des Betriebes ist. Ein Großteil der Produktion werde nach Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland exportiert, hieß es.

PSA-Werk mit 248.000 Autos

Auch aus dem westslowakischen Trnava werden Rekordzahlen gemeldet, PSA Peugeot Citroen hat dort im Vorjahr mehr als 248.000 Autos hergestellt, so viele wie noch nie. Trotz der Absatzschwierigkeiten des Konzerns auf westeuropäischen Märkten hat damit der slowakische Betrieb seine Produktion im Jahresvergleich um 15,5 Prozent gesteigert. Neben Westeuropa exportiert PSA Trnava auch nach Taiwan oder China.

Volkswagen-Werk mit 420.000 Fahrzeugen

Die meisten Neuwagen sind auch 2013 erneut von den Fließbändern von Volkswagen Slovakia bei Bratislava gerollt. Der größte Autohersteller der Slowakei hat knapp 420.000 Wagen produziert.

Autofabriken nahezu an der Kapazitätsgrenze angekommen

Ob die Slowakei 2014 die Marke von einer Million hergestellter Neuwagen überschreiten wird, ist laut Holecek aber unsicher. Die Autofabriken im Land sind fast an der Grenze ihrer Kapazität angelangt, die Produktionszahlen könnten wohl nur noch durch die Ansiedlung eines vierten Autokonzerns gesteigert werden. Zudem sei es in den letzten 20 Jahren im Land zu einer Stagnation bei der Ausbildung von Arbeitskräften sowie bei Forschung und Entwicklung gekommen, so Holecek.

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