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Der Sir Vival. Sicher, skurril und keine Schönheit.
 

Skurrile Autos der Geschichte 3: Sir Vival

Schön ist er nicht, der Sir Vival, aber wie der Name schon sagt ist er sicher. Wie Walter C. Jerome das Auto neu erfand.

09.10.2013 Online Redaktion

Die Legende will es, dass sich Walter C. Jerome für seinen Sir Vival auf einem Rummelplatz inspirieren ließ. Er beobachtete Autoscooter die gegeneinander fuhren, abprallten und völlig unbeschadet weiterrollten. Das, so glaubte er, könne auch im Straßenverkehr nützlich sein. Also ging er nach Hause und fing an seinen 48er Nash auseinanderzunehmen.

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Wurde dem Medienhype nicht gerecht.

Der Sir Vival: robust, sicher, skurril

Der 48er Nash, das sei dazu gesagt, ist ein Auto, wie es nur in den 1950er Jahren in den USA hat existieren können. Extrovertierte Farben, Heckflossen, die jedem Hai zu Ehren gereichen würden und Chrom, Chrom, Chrom. Doch Jerome wollte ein Sicherheitsauto entwickeln, da spielten Moden keine Rolle. Mit entsprechendem Volldampf ging das Auto am Zeitgeist vorbei.

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Sir Vival und sein Erfinder Walter C. Jerome.

Clou der Konstruktion ist die Motorlage. Der sitzt zwar weiterhin vorne, aber nicht im Auto, sondern am Auto. Der Motor ist nämlich in einer kleinen Gondel, die vor dem Fahrgastraum angebracht ist. Das dürfte immerhin die Motorengeräusche im Innenraum minimiert haben. Ganz der Nash, der als Vorlage diente, hat der Sir Vival aber Heckantrieb. Deswegen hängt die Maschine frei in der Gondel. Geht das Auto in die Kurve, verdreht er sich mit. Gelenkt wird mit Zahnrädern, die den Vorderwagen nach links oder rechts bewegen.

Beim Sir Vival konnte Jerome auf komplizierte Lenkgestänge verzichten. Das mächtige Zentralgelenk macht das Auto sehr robust. Weswegen Knicklenker generell auch sehr beliebt sind. Aber eben eher bei Traktoren und weniger bei Autos. Bei höheren Geschwindigkeiten dürfte der Sir Vival sehr nervös geworden sein.

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Gute Rundumsicht für den Fahrer des Sir Vivals.

Aber dafür ist es extrem sicher. Der Fahrer thront erhöht und hat dafür auch eine Plexiglaskuppel spendiert bekommen für totalen Rundumblick. Außerdem hat der Sir Vival Sicherheitsgurte. Zur damaligen Zeit keine Selbstverständlichkeit. Durch die Plastiklippen rund um das Auto bleiben kleinere Rempler folgenlos.

Sir Vival, das hässlichste Auto der Welt

Das Problem am Sir Vival: er ist absurd hässlich. Das sagten Jerome auch alle Autofirmen, bei denen er in den Jahren 1958 und 1959 vorstellig wurde. Aber auch der Sir Vival hat eine neue Heimat gefunden. Wer sich das erste Sicherheitsauto anschauen will geht einfach zu Bellingham Auto Sales in Massachusetts.

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