Skoda Octavia Combi stat vore
Jozef Kaban kann Ihnen stundenlang das Design des Octavia erklären.
 

Wimpern mit Volumen

619 Liter reines Wasser: ein Skoda, ein Octavia, ein Kombi.

11.03.2013 Online Redaktion

Designchef Jozef Kaban ist ein Mann der Bilder. Das Kleeblatt stammt von ihm, also die vier gleichmäßigen Scheinwerferelemente. Die Linien in den Scheinwerfern sind die Wimpern, das restliche Design klar wie Mineralwasser und überhaupt inspiriert vom böhmischen Glasschliff. Es sind Allegorien wie diese, die einem scheinbar kühl kalkulierten Auto doch noch Wärme einhauchen. Die aufmerksam machen auf die vielen Details, an denen man sich auch nach dem zehnten Mal noch nicht satt gesehen hat, weil man immer noch nicht alle kennt. Kisten mögen andere bauen, Skoda macht Bauhaus, ein Statement moderner Kunst, klar, reduziert, und doch ausdrucksstark.

Viel heiße Luft für einen schnöden Kombi? Vielleicht, aber das Auto vermag einfach mehr zu rühren, als etwa ein Dacia Logan MCV. Dabei ist er in sich wenig überraschend: die Limousine ist bekannt, die derzeitigen Ambitionen Skodas ebenso, und dass die Skoda-Kombivarianten regelmäßig Höchstmarken in Sachen Laderaum bieten, auch. Octavia Combi also, die dritte Generation: 610 bis 1740 Liter Kofferraum, das ist mehr als ein VW Passat Variant. Dazu gibt es wohlige Platzverhältnisse auf allen Sitzplätzen, die bekannten Armaturen aus der Limousine und wieder einige so genannte „Simply Clever“-Konstruktionen. Der verstellbare Ladeboden, die vom Kofferraum aus umlegbaren Rücksitzlehnen und die Wendematte im Kofferraum sind dabei weder spektakulär, noch neu. Pfiffiger ist der Stoffstreifen, den man aus dem Gehäuse der Kofferraumabdeckung ausklinkt und bei den Taschenhaken einhängt, womit sich eine flexible Ablage für Schirme und Jacken ergibt, verdeckt unter der Abdeckung und doch fliegt nichts herum.

Skoda Octavia Combi Detail

Nett ist auch das Knickbrett mit Klettverschluss, das man auch den Filzboden pappen kann, um Bierkisten oder Haustiere an Ort und Stelle zu halten. Zu den zahlreichen Ablagen gesellen sich nun noch ein Mistkübel in der Beifahrertüre und ein deizidiertes Fach für die Warnweste unter dem Beifahrersitz.

Auch technologisch passiert ein großer Sprung, analog zur Limousine. Keyless Go, Spurhalte-Assistent, adaptiver Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, alles erhältlich, wobei damit natürlich der Einstiegspreis von 18.930 Euro nicht zu halten sein wird. Die Motoren entsprechen denen der Limousine, die Preise liegen jeweils 950,- Euro darüber, dazu gesellen sich noch eine 4×4-Variante, sowie alsbald eine RS-Version. Die ersten Kombis werden im Frühsommer ausgeliefert.

In Genf wurde auch der neue VW Golf Variant vorgestellt, mit 605 bis 1620 Litern Kofferraum muss er sich aber knapp geschlagen geben. Dafür verbraucht er als BlueMotion auch nur 3,3 Liter auf 100 Kilometern – der sparsamste Octavia Greentec kommt auf 3,4 Liter. Ein seltsames Spiel, irgendwie.

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