Ein Gebäude von Siemens in München
Schluss mit Strom, Siemens steigt aus
 

Siemens steigt bei Stromtankstellen aus

Weiterer Rückschlag für die E-Mobilität, Siemens kehrt den Stromtankstellen den Rücken. Der Grund: Markt entwickelt sich zu langsam.

04.09.2013 APA

 

Der deutsche Technologiekonzern Siemens zieht sich aus dem Geschäft mit den Stromtankstellen zurück. Der zuvor von der Tageszeitung „Die Welt“ veröffentlichte Bericht wurde nun von einer Unternehmenssprecherin bestätigt, „Wir steigen aus diesem Geschäft aus, das stimmt, weil sich der Markt langsamer entwickelt als ursprünglich erwartet“, und weiter „Wir suchen zusammen mit dem Betriebsrat intern eine Lösung für die Mitarbeiter des Geschäftsfelds.“ Angaben zur Zahl der Betroffenen machte sie nicht.

Der Teufelskreis der E-Mobilität

Der Rückzug werde intern damit begründet, dass sich die Erwartungen an den Elektroauto-Markt nicht erfüllt hätten, berichtete die „Welt“. Tatsächlich werden am Heimmarkt Deutschland bisher kaum E-Autos verkauft, nur wenige tausend fahren auf deutschen Straßen. Viele davon wiederum sind sogenannte Plugin-Hybride, die auch über einen Benzinmotor verfügen. Experten sehen allerdings einen Grund für den zögerlichen Verkauf von E-Autos in den fehlenden Ladestationen.

Nur zögerlicher Vorstoß

Siemens hatte Elektro-Mobilität unter dem früheren Chef Peter Löscher zwar groß als Zukunftsthema propagiert, war aber nur zögerlich auf den nach wie vor kleinen Markt für E-Autotechnik vorgedrungen. Als Auto-Partner hatten die Münchner lediglich die schwedisch-chinesische Volvo gewonnen.

 

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