Maybach
Aus Prestigegründen wird Maybach nicht fallen gelassen.
 

Sie leben noch

Dank Aston Martin könnte Maybach weiterleben.

11.07.2011 Online Redaktion

Maybach soll weiterleben. Das ist keine kaufmännische Entscheidung – für Daimler entpuppen sich die Luxusliner als ähnliches Groschengrab, wie die Smart-Modelle. Aber Maybach einstellen wäre eine herbe Schmach und Vorstand Dieter Zetsche würde zur Lachnummer. Schließlich bringt Rolls Royce gutes Geld, Bentley verkauft sich, nur Daimler kriegt Maybach nicht zum Laufen.

Maybach

Jetzt soll angeblich Aston Martin helfen, Maybach wieder auf Kurs zu bringen. Das ist bitternötig. Anfang des Jahrtausends wurden der Maybach 57 und 62 lanciert. Zum Nachrechnen: das war vor zehn Jahren seitdem ist nichts mehr passiert. Keine Modellpflege, keine Diversifizierung. Den Rolls Royce Phantom beispielsweise gibt es als Lang- und Kurzversion, gepanzert, als Coupé und Drophead Coupé. Der „Erfolg“: 2010 wurden 150 Maybach verkauft, womit man das Jahr 2009 noch einmal unterboten hat. Im Vergleich zu 2700 Rolls Royce, die einen neuen Fahrer (oder Chauffeur) fanden.

Die aktuellen Maybach-Modelle basieren außerdem auf der S-Klasse der Jahrtausendwende (W 220). Manche Teile stammen gar vom W140. Selbst in der Überdrüber-Welt der arabischen Ölfinanzen gerät man da in Erklärungsnot, wenn man über den Preis spricht.

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Aber zurück zu Aston Martin. Die könnten Maybach etwas mehr Zeitgeist einhauchen. Schon der Lagonda, von dem man halten mag was man will, stand auf Basis des GLK. Außerdem kommen für Maybach nicht viele Partner in Frage. Genau genommen nur Aston Martin. Die würde mit Maybach-Modellen keine Kunden verlieren, weil sie eher sportliche Fahrer ansprechen.

In China gibt es bereits einen Kooperationspartner – BYD. Auch hier wird schon fleißig an einem neuen Auftritt gefeilt. Die IAA in Frankfurt, die im September stattfindet, dürfte genauere Informationen bringen. Eile ist geboten.

Apropos Rolls Royce (feat. Ludwig van Beethoven):

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