BMW-Mitarbeiter verfolgen den Produktionsstart des Elektrowagens i3
Die Produktion de i3 hat in Leipzig begonnen
 

Die Serienproduktion des BMW i3 startet

Der deutsche Autohersteller BMW startet die Serienproduktion seines Elektroautos, ab 16. November soll es bei den Händlern stehen.

18.09.2013 APA

 

Die deutschen Autobauer von BMW haben mit dem Start der Serienproduktion des Elektroautos i3 viel vor und wollen eine neues Zeitalter des Automobils einläuten. Der i3, der seit Mittwoch im Leipziger Werk vom Band läuft, ist der erste in Großserie gefertigte BMW mit Elektroantrieb. Produktionsvorstand Harald Krüger gab sich optimistisch, dass die derzeit noch flaue Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland anziehen wird: „Ich sage auch: Das ist ein Marathon, das ist kein Sprint.“ Wie viele i3 in Leipzig montiert werden sollen, wollte Krüger nicht sagen. Das werde von der Nachfrage abhängig gemacht.

Ab 16. November beim Händler

Der i3 wird ab dem 16. November bei den Händlern stehen. Der Kleinwagen mit neuartiger Carbon-Karosserie soll mindestens 34.950 Euro kosten. Bisher sei zumindest die Nachfrage nach Probefahrten mit dem Elektro-Flitzer „sehr groß“, sagte Krüger. Im kommenden Jahr soll der Hybrid-Sportwagen i8 folgen.

Riskante Strategie

Die E-Strategie von BMW gilt in der Autobranche als riskant – vor allem, weil sich die Käufer bisher noch nicht übermäßig für reine Elektrofahrzeuge begeistern können. Im August wurden in Deutschland rund 214.000 Neuwagen zugelassen, darunter aber nur 435 Stromer. Zudem kriselt der europäische Automarkt seit Jahren.

Kritik an der Energiebilanz

Außerdem gibt es Kritik an der Energiebilanz der Produktion der neuen Elektro-BMW. Insbesondere die Carbon-Herstellung gilt als energieintensiv. Krüger hält dem entgegen, dass hierfür in den USA Wasserkraft genutzt würde. Und man spare an anderer Stelle Ressourcen: „Wir reduzieren die Taktzeiten. Das Auto hat die Hälfte der Durchlaufzeit eines normalen BMW.“ Für die Karosserie würden zwei Drittel weniger Teile benötigt als in herkömmlichen Autos. Nicht zuletzt sei auch die Lackierung weit weniger aufwendig.

Leipziger Werk erweitert

Für den Bau der Elektromobile wurde das Leipziger Werk für rund 400 Mio. Euro erweitert, 800 neue Arbeitsplätze entstanden nach Unternehmensangaben. Bis zum Jahresende sollen bei BMW in Leipzig insgesamt mehr als 3.700 Menschen arbeiten, sagte Werkschef Manfred Erlacher. Neben dem i3 werden dort noch verschiedene Modelle der 1er-Reihe gebaut.

 

  • Ravenbird

    Ich hätte mich schon längst um eines der ersten Fahrzeuge bemüht, aber…:

    1 Million Österreicher könnte ein DERZEITIGES Elektroauto (100 bis 200 km Reichweite) effizient nutzen. Zumindest als Zweitwagen für Job und Einkauf.
    BMW ist zu wünschen, daß eine solche Verkaufszahl auch eintreffen möge, schließlich war dieser Schritt einer der mutigsten in der Geschichte des Automobilbaues.

    ABER WOHER NEHMEN WIR DEN STROM DAFÜR???

    Eigene kleine Windradel auf dem Hausdach verschandeln die Gegend und sind in windarmen Gegenden nicht effizient.
    Große Windradel zerstören die Landschaft, entwerten individuelles Eigentum in deren Nachbarschaft, schädigen mit Infraschall und Licht-Schatten-Spielen sowie abfallende Eisbrocken direkt und indirekt die Gesundheit. Außerdem wird für defekte und beschädigte Windanlagen wieder keiner mehr zuständig sein, weil das Kapital abgesaugt ist und die Lobbyisten damit verschwunden sind – wie in Österreich üblich.
    Die Grünen haben sich zwecks Parteifinanzierung damals dem Besitzer der Hainburger Au, einem gewissen Herrn Dichand, prostituiert und können jetzt die von ihnen seither verhinderte Nutzung der Wasserkraft nicht wieder zurücknehmen. Dabei zeigen diverse große Stauanlagen, wie sich die Natur anpaßt und sogar dadurch erweitert, weil Tiere hinzukommen, die das ruhigere Wasser lieben.

    Bleibt nur die Atomkraft aus dem Ausland, die für mich aber keine Alternative darstellt.

    Also wird wohl die Tante Jetti am Rücksitz herhalten müssen – so wie früher in der Energiekrise beim Fernsehen:
    „Fronz, tritt schnölla, ’s Büldl foit zomm.“

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