Peugeot 3008 Hybrid 4 Exterieur Statisch Seite
37 elektrische PS reichen für gepflegtes Stromern.
 

Seekuh-Evolution

Das Design des 3008 soll als Diesel-Hybrid Sinn ergeben.

27.08.2010 Online Redaktion

Die Engländer hatten das Thema auf Tablett gebracht. Ein frecher Journalist von der Insel schrieb, der Peugeot 3008 erinnere ihn an eine schwangere Seekuh. Pfui. Aber Recht hat er. Peugeot nahm es mit Humor und meinte, das Design werde mit einer Hybrid-Variante schlüssiger (Stichwort: Platzbedarf). Und die kommt nun im Frühjahr 2011. Ein Diesel-Hybrid. Nach aktuellem Stand sind die Franzosen damit die erste Marke, die ein Auto mit diesem Antrieb auf den Markt bringt.

Im 3008 Hybrid4 wird ein 163 PS Dieselmotor mit einem 37-PS Elektromotor an der Hinterachse kombiniert. Das macht klar, warum die Technik Hybrid4 heißt, es werden vier Räder angetrieben. Laut Peugeot soll der Spritverbrauch bei 3,8 Liter auf 100 Kilometer liegen, was 99 Gramm CO2 entspräche.

Die Diesel-Hybrid-Technologie scheiterte bisher immer an den Kosten, da ein teurer Dieselmotor mit dem kostenintensiven Hybridkonzept kombiniert wird. Der 3008 soll, so schätzte die Autorevue bereits im Heft 8/2009, rund 36.000 Euro kosten. Den Preis will Peugeot gering halten, in dem sie die Technologie auf möglichst viele Baureihe verteilen. Auch beim 308, 5008, 407 und Citroën C5 sei diese Technologie denkbar.

Besonders vorbildlich hat der 3008 bei ersten Testfahrten das rein elektrische Fahren gemeistert. Anders als bei vielen seiner Mitbewerber konnte man im rein elektrischen Modus auch zügig genug beschleunigen, um im Stadtverkehr nicht als großes Verkehrshindernis zu gelten – nach 4,5 Kilometern (maximale, rein elektrische Distanz) ist dieses Vergnügen freilich vorbei. Größtes Manko war 2009 noch das Getriebe. Aus Kostengründen entschied man sich für eine automatisierte Schaltung, die es einem deutlich mitgeteilt hat, wann sie die Gangwechsel vollführt. Damals wurde uns versprochen, es werde noch nachgebessert. Wir sind gespannt.

Mehr zum Thema
  • reini

    Ich hatte das Vergnügen den Eco Cup für Österreich zu bestreiten, bei dieser Gelegenheit hatte ich/ wir tiefe Einblicke in die Welt von Peugeot. Die Technologie welche in diesem Fahrzeug steckt ist erprobt, und in Verbindung mit dem Leistungsstarken Diesel eine super Kombination. Leider wird in Österreich einen umweltfreundliches KFZ mit Steuern bestraft- Nova und ander Schwachsinn.
    Natürlich sind andere Faktoren zur Kaufentscheidung wichtig aber auch der Preis spielt letztendlich eine große Rolle- Tipp: sehen Sie mal in die netto Preisliste…
    Ich habe mir jetzt einen zweiten Peugeot angeschaft, ebenfalls mit Partikelfilter und Euro 5 Triebwerk. Unser kleiner 207 er mit knapp 80000 km Überland und Stadtvekehr hat nicht das kleinste Problem und ist äußerst zuverlässig. Bei meinem 807er ist es auch nicht anders, schade nur, daß alte Geschichten immer breitgetreten werden.
    Wenn Sie die deutsche oder allg die Produkte am Markt ansehen, weden Sie erkennen welche fortschrittliche Technologie diese Marke mit sich bringt.
    Und- mein Nachbar hat einen 407 er der erste Reihe- mit Filter- ohne irgend welche Beschwerden (Pensionist).
    Dagegen war mein Golf 3 eine Frechheit- ist heute nicht besser- aus Erfahrung mit Firmenautos!
    Salü

  • feslwolf

    Gute Idee von Peugeot sparsamen Diesel mit Elektro-Motor verbinden. Ich glaube nur, dass gerade bei Peugeot einige Jahre vergehen werden bis das System fehlerfrei funktioniert.
    Das Konzept bei den Franzosen vor allem beim Partikelfilter ist ja sehr gut, aber die Verlässlichkeit lässt zu wünschen übrig.
    Hat beim 406 und 407 zwei Generationen bzw. 7 Jahre gebraucht bis der Filter funktioniert hat.

pixel