Land Rover Discovery 4 2012 Exterieur Dynamisch Front
Im Herbst kann es ab 53.500 Euro losgehen.
 

Schweinsleder-Offroad – No. 1

Der Land Rover Discovery startet ins Modelljahr 2012.

08.07.2011 Online Redaktion

Selten haben wir uns nach einem Facelift so über das Ergebnis gefreut wie beim Land Rover Discovery 4. Das hat jetzt wenig mit objektiven Maßstäben, als vielmehr mit subjektiven Vorlieben zu tun. Wem das nicht seriös genug ist, der kann an dieser Stelle also abbrechen, verpasst dann aber die Neuigkeit, dass es die Achtgang-Automatik, die seit vergangenem Jahr auch schon im Range Rover ihren Dienst tut, nun auch in den Discovery geschafft hat.

Das ist gleich doppelt gut, weil der Schaltknüppel durch ein Drehrad ersetzt wird. Wir sind glücklich, dem Stil wurde Genüge getan. Dem technischen Anspruch auch. 200 Millisekunden soll das Getriebe für einen Gangwechsel brauchen, hat Land Rover mitgestoppt.

Dazu gibt es eine „Fahrertyp-Erkennung“. Dieses System speichert den Fahrstil des Piloten und passt das Schaltverhalten an. Ergänz wird die Elektronik außerdem um eine „Kurvenerkennung“, damit das Getriebe nicht unerwünscht einen Gang hoch schaltet und man Kurvenausgang verhungert. Apropos: der Achtstufen-Automat kann bis zu sechs Schaltstufen überspringen (meist eher nach unten, es geht ums Überholen).

Gekoppelt wird das Getriebe mit dem bekannten 3,0-Liter-Diesel, der in zwei Ausführungen daher kommt. Die kleinere Variante leistet weiterhin 211 PS, hustet aber nur noch 224 Gramm CO2 aus, also 20 Gramm pro Kilometer weniger.

Die stärkere Version schickt ab sofort 256 PS an die Räder, das sind elf PS mehr. Dank neuem Getriebe geht sich aber trotzdem eine Verbrauchsreduktion aus. Von 244 Gramm CO2 pro Kilometer ging es auf 230 Gramm runter.

Ins Gelände kann der Discovery nach wie vor. Für die Straße wurde das bekannte Terrain-Response-System zusätzlich um eine Berganfahrhilfe und um eine Gefälle-Beschleunigungssteuerung erweitert. Letztere soll einfach nur das abrupte Anrollen verhindern, sollte man hangabwärts stehen (oder einparken wollen). Genau genommen tut sie also das Gegenteil von dem, was im Namen steckt. Sie hilft nicht, bergab zu beschleunigen, sondern bergab zu bremsen.

Optisch tat sich wenig. Das Lenkrad bekommt eine Chromeinfassung, der Schlüssel wurde neu gestaltet, serienmäßig gibt es neue 19-Zöller. Überschaubar.

Der kleinere Diesel startet bei 53.500 Euro in der Ausstattung „S Experience“. Den größeren kriegt man erst ab der Ausstattungsvariante SE um 66.040 Euro. Ab Herbst kann der Run auf die Händler beginnen.

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