VW up Exterieur Statisch Front
Anfang 2012 kommt der up!
 

Schrumpf-Fuchs

Volkswagen ist mit dem Up auf Weltherrschaftskurs.

23.08.2011 Online Redaktion

So sieht es derzeit aus: An dem von der japanischen Katastrophe geschwächten Toyota hat sich der Volkswagen-Konzern vorbei geschoben. Die Japaner waren im Vorjahr noch auf Platz zwei, müssen sich jetzt hinter General Motor und eben Volkswagen mit dem Bronzerang zufrieden geben.

Mit von Jänner bis Juni 4,13 Mio. verkauften Fahrzeugen (tollste Steigerungen: Skoda +21,3%, Audi +15,3%) übertrifft Wolfsburg sein Vorjahresergebnis um über 14 Prozent und könnte mit hochgerechnet über acht Millionen Jahresabsatz nahe an den sich ebenfalls steigernden Platzhirschen General Motors (Halbjahresergebnis 2011: 4,54 Mio. Fahrzeuge, + 8,9%) aufrücken. Bis 2018 will das Duo Piëch/Winterkorn Volkswagen dann mit 10 Mio. Fahrzeugen an die Weltspitze gebracht haben.

Als eminent wichtig bei diesen Wachstumsplänen dürfte sich der soeben gezeigte up! (ja, mit Rufzeichen, wir können da auch nichts für) entpuppen. Der positioniert sich zwar als Kleinwagen, verzichtet aber auf das Overacting eines Smart oder Toyota iQ. Mit diesen beiden will er erst gar nicht verglichen werden. Kein Wunder. Zwar ist der up! mit gerade einmal 3,54 Meter Länge satte 29 Zentimeter kürzer als VWs erster Versuch die Palette nach unten zu erweitern (wir erinnern uns an den Fox), doch überspringt er Smart und iQ eben doch um stolze 84 bzw. 112 Zentimeter. Wichtige Zahlen, schließlich muss er vor dem geistigen Auge ja eingeordnet werden.

Also: Er spielt also in einer anderen Liga. Zum Beispiel in der eines Suzuki Altos, Renault Twingos, Kia Picantos, Peugeot 107… Wichtig ist auch zu wissen, dass es noch keinen Konzernbruder in dieser Größenklasse gibt, den er kannibalisieren könnte.

Vier vollwertige Sitzplätze gehen sich aus. Was dem vergleichsweise langen Radstand von 2,42 Metern in Kombination mit den kurzen Überhängen zu verdanken ist. Kofferraum gibt es auch und zwar 251 Liter, was sehr ordentlich in dieser Fahrzeugklasse ist. Wird die Rücksitzbank umgeklappt sind es 951 Liter.

Zusammen mit dem up! wird auch ein neuer Motor eingeführt. Nämlich ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 60 oder 75 PS – ganz nach Wahl. Der Verbrauch soll sich bei 4,2 bzw. 4,3 Litern pro hundert Kilometern einpendeln. Beide Varianten kommen so unter die Grenze von 100 Gramm CO2 pro Kilometer. Schon in der Pipeline steht eine Variante mit Erdgasmotor. Mit 68 PS ausgestattet soll sie mit 3,2 Kilogramm pro 100 Kilometern auskommen, was 79 Gramm CO2 pro Kilometer entspreche. Schon 2013 soll eine Elektroversion nachgeschossen werden.

Apropos Markteinführung: die findet Anfang 2012 statt. Zuerst in Europa, dann kommt der Rest der Welt.

Drei Versionen werden dann erhältlich sein. „Take up!“ ist für Einsteiger, „Move up!“ soll die Komfortorientierten bedienen und „High up!“ ist nomen est omen die Topverison. Darin dürfte dann auch die City-Notbremsfunktion verbaut sein – Lasersensoren ermitteln ob eine Kollision bevor steht, die Elektronik greift dann aktiv in den Bremsvorgang ein.

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