So schlug sich der fahrerlose Audi RS 7 beim DTM-Finale

Der Audi RS 7 piloted driving concept erreichte am Hockenheimring eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h: „This is like Star Trek!“

21.10.2014 Online Redaktion

Vergangenen Sonntag war es so weit: Im Rahmen des Deutschen Tourenwagen Masters-Finale am Hockenheimring drehte ein fahrerloses Auto seine Runden. Der Audi RS 7 piloted driving concept fuhr den 4,57 Kilometer langen Kurs auf Ideallinie im Renntempo mit bis zu 230 km/h. Der fahrerlose Audi orientiert sich mittels GPS-Daten, die per WLAN und Hochfrequenzfunk ins Auto übertragen werden. 3D-Kameras behalten die Strecke im „Auge“ und gleichen die Informationen laufend ab, um die richtige Linie zu finden.

Große Freude über den Audi RS 7 piloted driving concept

Beim Gedanken an fahrerlosen Motorsport wird natürlich viel Kritik laut. Bei Audi überschlägt man sich aber natürlich vor Freude und ist top-motiviert, weitere Schritte im Bereich des autonomen Fahrens zu gehen: „Die Ableitungen für die Serie gerade in puncto Präzision und Performance sind für unsere weiteren Entwicklungsschritte sehr wertvoll“, so Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Audi-Vorstand für Technische Entwicklung. Die Freude ist aber auch beim Moderator, der das von Audi anstelle eines eigentlich geplanten Live-Streams veröffentliche Video kommentiert, groß. „This is like Star Trek!“

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  • Marcus

    Stimmt es, dass die bisher gefahrene Zeit einem (zugegeben) ambitioniert gefahrenen Octavia 1,6 Diesel entspricht. Und das, nachdem dem Fahrzeug nicht nur die Strecke am Navi einprogrammiert wurde, sondern detaillierte Video-Daten der Strecke zum Abgleich der Kamerasignale zur Verfügung gestellt wurden, und viele Runden zum Einlernen absolviert wurden? Da hätten sie genauso einen A4 1,4 hernehmen können, hätte es nicht die Marketing-Abteilung verhindert.
    Immerhin handelt es sich (stickoxid-mäßig) um einen relativ sauberen Benziner.

  • Hoschek Wilhelm

    Ich glaube, die Marketing-Fritzen von Audi haben mit der Aufschrift „piloted driving“ das Gegenteil dessen gesagt, was sie (vermutlich) wollten. Soviel ich weiss, wird im Rennsport der Fahrer als „Pilot“ bezeichnet, also heisst das „bemanntes Fahren“. Vielleicht wäre die Aufschrift „full automatic steering“ od. etwas ähnliches besser gewesen, oder überhaupt ein deutscher Satz, falls sie mit Fremdsprachen nicht so sicher sind.

    Beste Grüsse, W. Hoschek.

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