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Schloss Dyck Classic Days

Ein Rundgang auf den Classic Days auf Schloss Dyck

04.08.2014 Press Inform

Bereits seit neun Jahren werden die Classic Days auf Schloss Dyck veranstaltet und die Veranstaltung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Vieles erinnert hier an das legendäre „Goodwood Festival of Speed“, das ein paar Wochen vorher auf dem Anwesen des Lord March stattfindet: Auto-Klassiker, PS-Protze vergangener Tage und zahlreiche Fans bevölkern das Areal. Auf einer Rennstrecke führen die stolzen Besitzer ihre Preziosen aus. Doch in der Gegend von Mönchengladbach geht es nicht ganz so herrschaftlich zu, wie beim britischen Pendant.

Pommes statt Sekt

Statt Sekt und rahmengenähter Halbschuhe, gibt es Pommes mit Majo und die Füße der Besucher stecken nicht selten in Sandalen. Genau das macht den Charme der Veranstaltung am Niederrhein aus. „Een Meter Frites“ steht auf dem Kiosk. Holländische Sprachfetzen wabern durch die Luft. In Sichtweite der klassischen Fritten-Bude steht ein Mercedes-Benz Hardtop Limousine (W189) mit 160 PS aus einem Sechs-Zylinder-Dreiliter-Motor. Später vermengt sich der Fettgeruch der frittierten Kartoffelschnitzel den Abgasen der automobilen Preziosen.

Rennsport-Größen zu Besuch

Beim deutschen Goodwood orientieren sich die Veranstalter am englischen Vorbild. Allerdings ist alles momentan noch eine Nummer kleiner, familiärer, hemdärmliger, volksnäher und dadurch auch sehr entspannt. Der Umgangston ist sehr freundlich. Streckenposten bitten die „Herrschaften, auf die Seite zu gehen, wenn ein Auto durch das Fahrerlager rollt.“ Rennsport-Größen wie Jacky Ickx, Hand-Joachim „Strietzel“ Stock, Klaus Ludwig, Hans Herrmann und der ehemaliger BMW-Motorsportchef Mario Theissen schauen bei den Classic Days vorbei._Schloss-Dyck_11

Runde Geburtstage

Neben den Beschleunigungs-Attacken auf dem 2,8-Kilometer-langen-Rundkurs, werden auf dem Schloss edle Vorkriegskarossen präsentiert. Maserati ist ebenfalls mit vielen Klassikern vor Ort. Schließlich feiert die Marke mit dem charakteristischen Dreizack auf dem Kühlergrill ihr 100jähriges Jubiläum. Die Historie des Ford Mustangs ist nicht ganz so lang. Der legendäre amerikanische Sportwagen mit dem galoppierenden Pferd auf dem Kühlergrill zelebriert seinen 50. Geburtstag in der „Classic Corner“ unweit der Neptun-Marke.

American Way of driving

Überall auf der weitläufigen Parkanlage rings um das Wasserschloss sind Motto-Inseln verstreut. Bei den „Stars-and-Stripes“ steht der American Way of driving im Mittelpunkt. Für die Fans der chromglitzernden Straßenkreuzer gibt es einiges zu sehen. Neben einem Lincoln Capri steht ein aufgemotztes Hot Rod Chevy Coupé mit einem V8-320-PS-Motor. Die Basis des hellblauen PS-Protzes ist ein Chevrolet Three Window Coupé aus dem Jahr 1930. Wie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten üblich, kommen Fast Food und Spaß nicht zu kurz. Neben dem Hamburger-Grill spielt eine Band Country-Klassiker. Bei dem Johnny Cash Hit „Walk the Line“ fliegen die Petticoats und wirbeln die Pferdeschwänze.

Legendäre Formel-1-Klassiker

Ein paar Meter weiter lassen sich die Besucher auf dem gepflegten Rasen zum Picknick nieder. Brote werden ausgepackt, Kinderwägen aus der Sonne geschoben und kühle Getränke konsumiert. Einige sitzen mit ihren Campingstühlen vor Wohnwagen aus den 60er Jahren mit Strohhüten auf dem Kopf. Viele pilgern zu den Klassikern der Marken Alfa Romeo, Lancia und Fiat. Kein Wunder, sind doch dort Seltenheiten, wie der legendäre Formel-1-Renner „Lancia D 50“ aus dem Jahr 1955 zu bestaunen. Gleich daneben steht ein „Alfa Romeo 8C 2900 Le Mans“, der 1938 bei dem 24-Stunden-Klassiker lange Zeit in Führung lag. Zwischen all diesen Zeugen der italienischen Automobil-Vergangenheit, wird der aktuelle Alfa Romeo 4C fast zum Nebendarsteller. Nur ein paar Meter entfernt stehen Lamborghinis und klassische Mercedes-Benz-Silberpfeile. Wohin man schaut, zücken Fans ihre Handys, um die automobilen Seltenheiten zu verewigen._Schloss-Dyck_02

Bei einem Spaziergang entdeckt man einige Klassiker

Den „Lovely Heroes“, wie dem Renault 4cv Typ 670-5 Spezial oder dem NSU Prinz 1000 TT fliegen sofort die Herzen der weiblichen Besucher zu. „Ooooch ist der süß“, fliegt mehr als einmal durch die Luft. Die männlichen Begleiter recken dagegen die Hälse in Richtung der „Wirtschaftswunderautos“, die nicht weit entfernt im Sonnenlicht glänzen. Wer „Wirtschaftswunder“ sagt, meint auch die Mercedes-Benz S-Klasse. Die Ära begann mit dem W187, der auch bei den Classic Days auf Schloss Dyck vertreten ist. Der 300 SE zieht die Blicke auf sich, genauso wie die S-Klasse der Baureihe W108, die nur wenige Meter weiter steht. Gleich um die Ecke strahlt ein zinnoberroter Opel Olympia Kombi. Aus derselben Zeit, aber nicht ganz so staatstragend, stammt die Renault Caravelle.

Und dann noch „Zurück in die Zukunft“

Für Cineasten gibt es den DeLorean DMC-12 aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ zu bewundern. Inklusive Doc Browns Werkstatt. Auch Volkswagen nutzt die Oldtimer-Parade, um klassische Bullis, Sciroccos und natürlich Käfer ins rechte Licht zu rücken. Der Trend ist unübersehbar: Begannen die Classic Days vor neun Jahren als feine aber kleine Oldtimer-Schau, wächst die Veranstaltung jetzt zunehmend. Da darf Bentley nicht fehlen. Neben Kompressor-Bentleys, gab es auch Speed-Six Modelle aus den 20er- und 30er-Jahren zu bewundern. Etwas versteckt, aber nicht minder interessant: Der Mercedes-Benz C111. Beim „Concours d´Elegance“ werden Klassiker artgerecht in entsprechender Kleidung bewegt. Mittlerweile gehört die Parade laut dem Oldtimerverband FIVA „Fédération Internationale des Véhicules Anciens“ zu der Kategorie A, wie die ähnlichen Veranstaltungen der Villa d´Este oder in Pebble Beach.

Dank an die Kollegen von press-inform

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